Sundhage pflückt den Ball mit der Hacke runter
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Als Nati-Trainerin:Sundhage pflückt den Ball mit der Hacke runter

Sundhage tritt wegen Aus als Nati-Trainerin nach
«Die Schweizer sind ziemlich spiessig»

Das Aus als Trainerin der Schweizer Frauen-Nati hat Pia Sundhage hart getroffen. In einem Interview zeigte sie sich enttäuscht über das Verhalten des Schweizerischen Fussballverbands.
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Pia Sundhage hat sich in den schwedischen Medien zum Aus beim SFV geäussert.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Pia Sundhage kritisiert SFV nach Entlassung im November 2025
  • Sie fordert mehr Verhandlungen und bezeichnet Schweizer als «spiessig»
  • Haiti-Trainerin seit Februar: Vertrag bis Ende 2026, WM-Quali entscheidend

Ex-Nati-Trainerin Pia Sundhage (66) hat in einem Interview mit der schwedischen Zeitung «Expressen» über das Aus beim SFV im November gesprochen. Lange hatte sie sich nicht konkret zur damaligen Trennung geäussert. Nun wird sie deutlicher. Und es wird klar: Die Schwedin ist mit dem Verhalten des Schweizerischen Fussballverbands ganz und gar nicht zufrieden.

In einem kurzen Gespräch sei ihr die Entlassung von der Verbandsspitze, die dafür extra zu ihr nach Schweden gereist war, mitgeteilt worden. Das Treffen hat Sundhage sehr enttäuscht. «Ich werde eigentlich nie wütend, aber da war ich so verdammt sauer», erklärte sie. Vor allem die Passivität des SFV ist ihr sauer aufgestossen. «Nach der EM habe ich darauf gewartet, dass sie mir ein Angebot machen. Das ist aber nicht passiert. Es gab keine Verhandlungen. Ich hätte es anders machen sollen, hätte den Kontakt suchen und probieren sollen, sie zu Verhandlungen zu bewegen. Ich war also genauso sauer auf mich selbst, dass ich es nicht in die Hand genommen habe.»

Sundhage hatte im Oktober klargemacht, dass sie gerne bei der Nati weitermachen würde, aber nur unter der Bedingung, dass sie einen in Vollzeit angestellten Assistenztrainer bekommt. «Ich warte auf die nächsten Schritte», sagte sie damals. Wie sie nun ein halbes Jahr später zu verstehen gibt, kamen die nächsten Schritte nie. Sundhages Forderungen waren am Ende aber nicht der Hauptgrund, warum sich der SFV mit Rafel Navarro (40) für einen neuen Trainer entschied. Vielmehr hing der Wechsel mit einer strukturellen Neuausrichtung zusammen. Beim Verband möchte man sich auf Anfrage nicht weiter zu Sundhages Kritik äussern.

Jetzt bei Haiti wieder vor Herausforderung

Im Interview äussert sich die ehemalige Fifa-Welttrainerin auch zum Naturell der Schweizer. «Als ich in Brasilien übernommen habe, sagte ich, dass es der schwierigste Job sei, den ich je hatte. Dann komme ich aber in die Schweiz und finde es auch hier schwierig, weil die Leute dort in der Schweiz ziemlich spiessig sind.»

In der Zwischenzeit hat Sundhage ihren nächsten «schwierigsten Job» der Karriere angenommen. Seit Mitte Februar ist sie Nationaltrainerin von Haiti. Diese Stelle sei «bei Weitem die grösste Herausforderung» ihrer Laufbahn. In der Tat ist es ein spezieller Job für die zweifache Olympiasiegerin. Weil es in Haiti zu gefährlich ist, hat Sundhage das Land noch nie besucht und wird das voraussichtlich auch nicht tun. Trainings und Spiele finden im Ausland statt.

Ihr Vertrag beim Inselstaat aus der Karibik läuft noch bis Ende Jahr. Bei einer erfolgreichen WM-Quali würde er sich bis und mit der Endrunde im Juni und Juli 2027 verlängern.

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WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
4
3
8
2
Schweden
Schweden
4
1
7
3
Italien
Italien
4
5
5
4
Serbien
Serbien
4
-9
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
4
2
8
2
Frankreich
Frankreich
4
3
7
3
Irland
Irland
4
0
6
4
Polen
Polen
4
-5
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
4
9
12
2
Spanien
Spanien
4
9
9
3
Island
Island
4
-5
3
4
Ukraine
Ukraine
4
-13
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
4
13
10
2
Norwegen
Norwegen
4
3
9
3
Slowenien
Slowenien
4
-10
3
4
Österreich
Österreich
4
-6
1
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
4
12
10
2
Wales
Wales
4
10
10
3
Albanien
Albanien
4
-8
3
4
Montenegro
Montenegro
4
-14
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
4
7
10
2
Türkei
Türkei
4
2
7
3
Nordirland
Nordirland
4
3
6
4
Malta
Malta
4
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
4
10
12
2
Finnland
Finnland
4
3
9
3
Slowakei
Slowakei
4
-6
3
4
Lettland
Lettland
4
-7
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
4
12
8
2
Belgien
Belgien
4
8
8
3
Israel
Israel
4
0
6
4
Luxemburg
Luxemburg
4
-20
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
4
18
9
2
Litauen
Litauen
4
6
7
3
Estland
Estland
4
0
7
4
Liechtenstein
Liechtenstein
4
-24
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
4
10
12
2
Kroatien
Kroatien
4
10
9
3
Bulgarien
Bulgarien
4
1
3
4
Gibraltar
Gibraltar
4
-21
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
4
13
10
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
4
5
9
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
4
-11
3
4
Andorra
Andorra
4
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
3
-2
3
3
Georgien
Georgien
2
-4
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
3
8
9
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
3
-7
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
3
3
6
1
Kasachstan
Kasachstan
3
3
6
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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