Reicht das gegen die Grossen?
Frauen-Nati ist auf WM-Kurs – dennoch gibts Sorgen

Die Nati ist auf Kurs Richtung Gruppensieg und Aufstieg in die Liga A der Nations League. Noch funktioniert aber nicht alles im System des neuen Trainers Rafel Navarro. Beim 3:1 am Dienstag gegen die Türkei wirkte vor allem die Defensive alles andere als sattelfest.
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In der Defensive harzt es bei der Schweizer Nati noch.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Nati siegt in der WM-Quali: drei Spiele, neun Punkte
  • Defensive Schwäche: Tempodefizite und Probleme bei schnellen Gegenangriffen
  • 9:2 Tore, nächstes Spiel Samstag gegen Türkei an Schwarzmeerküste
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die Nati ist in der WM-Quali auf Kurs: drei Spiele, neun Punkte, 9:2 Tore. Gewinnt sie auch das Rückspiel gegen die Türkei am Samstag an der Schwarzmeerküste, ist die Rückkehr in die Liga A der Nations League so gut wie fix.

Doch der Aufstieg ist nur die Pflicht, die Kür folgt im Herbst, wenn es ums Eingemachte und um das ganz grosse Ziel geht: ein Ticket für die WM 2027 in Brasilien. Bis dann muss das neue Kleid sitzen, das Trainer Rafel Navarro der Nati anziehen will: dominanter Fussball mit viel Ballbesitz, hohes Gegenpressing mit schnellem Ballgewinn.

Die Idee Navarros ist zumindest phasenweise erkennbar, doch noch bleibt auch im dritten Zusammenzug unter dem Katalanen vieles Stückwerk. Und die Gretchenfrage bleibt: Ist dieser Spielstil auch gegen wesentlich stärkere Teams als Nordirland, Malta oder die Türkei erfolgreich? Denn der 3:1-Sieg gegen die Türkinnen am Dienstag offenbarte einmal mehr, wo die Achillesferse dieser Nati liegt: in der Defensive.

Tempodefizite in der Innenverteidigung

Die Nati hätte sich nicht beklagen können, wenn sie zur Pause in Rückstand gelegen wäre. Bei Ballverlusten brachten die Türkinnen die Defensive mit Kontern in Verlegenheit. «Wir haben den Gegner eingeladen und das eine oder andere Geschenk verteilt», sagt Julia Simic. Die Assistenztrainerin sieht die Schuld aber nicht primär bei der Abwehr. «Wir brauchen mehr Klarheit im Aufbauspiel, weil wir mutig in Räume spielen, die eng sind.»

Und trotzdem: Die Nati ist verwundbar, wenn der Gegner bei Ballgewinn sofort vertikal spielt, was auch an der fehlenden Schnelligkeit der Verteidigerinnen liegt. Die Schnellste, Luana Bühler, fehlt seit Ende der EM-Vorbereitung verletzt. Alle anderen haben gewisse Tempodefizite.

Wenig Alternativen

Das zweite Problem: Die Auswahl ist beschränkt. Neuling Amina Muratovic ist zwar Innenverteidigerin, auch Noemi Ivelj ist von Navarro auf dieser Position angedacht, ansonsten muss der Nati-Trainer aber auf altbewährte Kräfte zurückgreifen: Stierli und Calligaris im Zentrum, Riesen und Crnogorcevic auf den Aussenbahnen sowie Allrounderin Maritz, die defensive Lebensversicherung der Nati. Mittelfristig müssen auch auf diesen Positionen Junge nachrücken; Janina Egli vom FCZ oder Ella Touon von Köln wären mögliche Optionen.

Noch haben Navarro und sein Staff Zeit, um zu testen. «Diese drei Spiele geben uns auch die Möglichkeit herauszufinden, wer mit wem harmoniert und welche Spielerinnen zusammenpassen», sagt Simic. Die Deutsche ist überzeugt, dass spätestens im Herbst die Puzzle-Teile ineinandergreifen. Das ist zwingend nötig: Zum jetzigen Zeitpunkt wären auch Spanien, Schweden oder Frankreich mögliche Gegner in den WM-Playoffs.

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WM-Qualifikation Frauen 2027 – Gruppe A1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Dänemark
Dänemark
3
3
7
2
Italien
Italien
3
5
4
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Serbien
Serbien
3
-8
1
Qualifiziert
Gruppe A2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
2
7
2
Frankreich
Frankreich
3
3
6
3
Irland
Irland
3
-1
3
4
Polen
Polen
3
-4
1
Qualifiziert
Gruppe A3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
8
9
2
Spanien
Spanien
3
4
6
3
Island
Island
3
-4
3
4
Ukraine
Ukraine
3
-8
0
Qualifiziert
Gruppe A4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
13
9
2
Norwegen
Norwegen
3
2
6
3
Slowenien
Slowenien
3
-9
3
4
Österreich
Österreich
3
-6
0
Qualifiziert
Gruppe B1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Tschechische Republik
Tschechische Republik
3
9
7
1
Wales
Wales
3
9
7
3
Albanien
Albanien
3
-7
3
4
Montenegro
Montenegro
3
-11
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
7
9
2
Türkei
Türkei
3
2
6
3
Nordirland
Nordirland
3
1
3
4
Malta
Malta
3
-10
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
3
9
9
2
Finnland
Finnland
3
2
6
3
Slowakei
Slowakei
3
-5
3
4
Lettland
Lettland
3
-6
0
Qualifikationsspiele
Gruppe B4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
3
12
7
2
Belgien
Belgien
3
8
7
3
Israel
Israel
3
-2
3
4
Luxemburg
Luxemburg
3
-18
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C1
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Litauen
Litauen
3
7
7
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
12
6
3
Estland
Estland
3
-1
4
4
Liechtenstein
Liechtenstein
3
-18
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C2
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kosovo
Kosovo
3
9
9
2
Kroatien
Kroatien
3
1
6
3
Bulgarien
Bulgarien
3
2
3
4
Gibraltar
Gibraltar
3
-12
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C3
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Ungarn
Ungarn
3
6
7
2
Aserbaidschan
Aserbaidschan
3
3
6
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
3
-4
3
4
Andorra
Andorra
3
-5
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C4
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Griechenland
Griechenland
3
6
9
2
Färöer
Färöer
2
-3
0
3
Georgien
Georgien
1
-3
0
Qualifikationsspiele
Gruppe C5
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Rumänien
Rumänien
2
5
6
2
Moldawien
Moldawien
2
-1
1
3
Zypern
Zypern
2
-4
1
Qualifikationsspiele
Gruppe C6
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Weißrussland
Weißrussland
2
4
6
2
Kasachstan
Kasachstan
2
2
3
3
Armenien
Armenien
2
-6
0
Qualifikationsspiele
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