Schertenleib ohne Einsatz
Barça-Frauen holen CL-Titel – Starstürmerin bricht Final-Fluch

Fünf Champions-League-Finals hat Barça-Stürmerin Ewa Pajor verloren, nun schiesst die Polen die Blaugrana ins Glück. Nati-Spielerin Sydney Schertenleib sitzt 90 Minuten auf der Bank.
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Die Erlösung: Im sechsten Champions-League-Final holt Ewa Pajor ihren ersten Kübel.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tess Olofsson pfeift das Champions-League-Final der Frauen in Eindhoven
  • Ewa Pajor erzielt zwei Tore und beendet ihren Final-Fluch
  • Sydney Schertenleib feiert ersten CL-Titel trotz fehlender Final-Einsatzminuten
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Stefan KreisReporter Fussball

Von Beruf ist Tess Olofsson Polizistin. In ihrer Freizeit leitet sie das Champions-League-Final der Frauen – und pfeift, als lasse sie im Dienst auch mal eine Fünf grade sein. Gleich zu Beginn rauscht Lyon-Zehnerin Lindsey Heaps mit hohem Bein in ihre Gegenspielerin. Olofsson aber verzichtet auf eine Verwarnung. Auch in der Folge lässt sie viel durchgehen, was eine wahre Wohltat für das Spielgeschehen ist.

Statt Unterbrüche gibts Torchancen. Heaps nutzt die erste Gute nach einem Abpraller von Barcelona-Keeperin Cata Coll. Der Schweizer VAR Fedayi San, der auch der Herren-WM im Video-Room sitzen wird, aber kassiert den Treffer wegen einer Abseitsposition wieder ein. Kur darauf setzt die polnische Barça-Goalgetterin Ewa Pajor den Ball aus bester Position ans Aussennetz, Jule Brand setzt ihren Schuss auf der gegenüberliegenden Seite knapp über den Querbalken.

Pajor wird zur Matchwinnerin

Den Torreigen eröffnet Pajor, die zehn Minuten nach der Pause im 10. Champions-League-Spiel ihren 10. Treffer erzielt. Die chilenische Lyon-Keeperin Christiane Endler ist chancenlos. Eine Viertelstunde später ist das Endspiel praktisch entschieden. Wieder ist Pajor die Torschützin. Im Stile einer klassischen Strafraumstürmerin steht sie am richtigen Ort und muss eine überlegte Hereingabe von Salma Paralluelo bloss noch über die Linie bugsieren.

Zum sechsten Mal steht Pajor in einem Champions-League-Final, fünfmal ging sie als Verliererin vom Feld. Nun besiegt die ehemalige Wolfsburg- und Lyon-Stürmerin ihren Final-Fluch mit ihrem Doppelpack gleich selbst. Ebenfalls ihren ersten Champions-League-Titel feiert die Schweizer Nationalspieler Sydney Schertenleib, die im Final aber nicht eingewechselt wird. Insgesamt absolvierte die 19-Jährige in dieser Saison acht Einsätze in der Königinnenklasse, in den beiden Halbfinal-Spielen gegen Bayern aber blieb sie ebenfalls ohne Einsatzminuten.

Überraschend ist das nicht. Weil Schertenleib ihrer unbestrittenen Klasse zum Trotz noch sehr jung ist. Und weil die Konkurrentinnen über enorme Qualität verfügen. Allen voran Salma Paralluelo, die ebenfalls zwei Treffer erzielt und den 4:0-Sieg perfekt macht. 

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