Entlassen oder gekündigt?
Fifa-Direktor Lamour nach Infantino-Kritik beim Weltverband weg

Kevin Lamour war einer der grössten Kritik der WM-Pläne von Gianni Infantino. Jetzt gehen der Direktor und der Weltverband getrennte Wege – ob sein Abgang freiwillig war, ist derzeit nicht bekannt.
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Kevin Lamour legt sein Amt als Fifa-Geschäftsführer nieder.
Foto: keystone-sda.ch
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Dominik ManiRedaktor Sport-Desk

Kevin Lamour (46) ist nicht mehr Geschäftsführer der Fifa. Ob Lamour seinen Posten freiwillig geräumt hat oder entlassen wurde, ist derzeit nicht klar. «The Athletic» berichtet, dass der 46-Jährige sein Amt niedergelegt habe. Martyn Ziegler von «The Times» schreibt auf X, dass Lamour gefeuert wurde. Lamour erlangte internationale Bekanntheit, nachdem er Ende Juli öffentlich das Vorgehen von Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) und seine FFE-Pläne kritisierte.

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Gegenüber der Associated Press machte Lamour publik, dass er von Infantinos Plänen getäuscht worden sei. Dieser Plan hätte vorgesehen, dass der Weltfussballverband Anteile an der Weltmeisterschaft für private Investitionen freigibt. Auf Anfrage von «The Athletic» bestätigt die Fifa den Abgang von Lamour.

«Die Fifa kann bestätigen, dass die Zusammenarbeit zwischen der Fifa und Kevin Lamour als Chief Operating Officer der FIFA am 17. August 2026 endete.» Man danke ihm für seinen zweijährigen Dienst und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, heisst es weiter.

Lamour kennt Infantino aus Uefa-Tagen

Lamour, der zuvor bei der Uefa, mit Infantino zusammengearbeitet hatte, kritisierte das Vorhaben im Juli gegenüber der AP deutlich. «Es ist das Projekt einer einzelnen Person», sagte er. Seiner Ansicht nach dürfe das Projekt nicht umgesetzt werden. Vielmehr sei es an der Zeit, dass die Verantwortlichen im Fussball die richtigen Fragen stellten und entsprechende Entscheidungen träfen.

Dabei zeigte sich Lamour bewusst, dass seine öffentlichen Äusserungen Konsequenzen für seine Position haben könnten. Er erklärte, er sei bereit, seinen Job dafür zu verlieren: «Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann ist das eben so.» Eine solche Entscheidung werde er verstehen und respektieren. «Wenigstens kann ich heute Nacht gut schlafen», sagte Lamour gegenüber der AP.

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