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«Es braucht Eier!»:Sypcher spricht über Panenka-Gegentor

«Bringe viel Qualität mit»
Thuns Cup-Held schickt Kampfansage an Goalie-Konkurrenten

In einer irren Partie hext Thuns Ersatzgoalie Tim Spycher seine Farben in den Cup-Achtelfinal. Und er sendet selbstbewusste Worte in Richtung von Meisterkeeper Niklas Steffen.
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Tim Spycher wird gegen Schaffhausen zum Cup-Helden.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Gibts beim FC Thun bald eine Goalie-Diskussion? Ausgeschlossen ist es nicht. Weil die Nummer 2, Tim Spycher, seinen Klub gegen Schaffhausen in den Cup-Achtelfinal bringt – und Meistergoalie Niklas Steffen aktuell bloss ein Schatten früherer Tage ist. Noch in der letzten Saison war der ehemalige FCB-Junior ein wichtiges Teil im Meisterpuzzle von Mauro Lustrinelli, nun gehört er zu den schwächsten Keepern der Liga.

Im Schnitt sind die Aktionen von Steffen für ein halbes (!) Gegentor pro 90 Minuten schlecht. Im Vergleich mit ähnlich schwachen Ligen wie der Super League machen 87 Prozent aller Goalies weniger Stellungsfehler als der 25-Jährige.

Spycher selbstbewusst

Zufall ists deshalb wohl nicht, dass die Berner Oberländer aktuell die meisten Gegentore kassiert haben und Steffen in der Super League schon 27 Mal hat hinter sich greifen müssen. Hinzu kommen die Spiele auf internationaler Bühne, unter anderem die sieben Eier im Europa-League-Quali-Duell gegen Lech Posen.

Konkurrent Tim Spycher hingegen wird am Sonntag in Schaffhausen zum Helden, hext den FC Thun in den Achtelfinal und wird nach Schlusspfiff unter einer roten Jubeltraube begraben. Es ist eine sportliche Kampfansage, die der 22-Jährige mit selbstbewussten Worten garniert: «Ich habe hohe Ziele, bringe viel Qualität mit und habe keine Angst.»

Eine Aussage, die Spycher kurz nach der Pause unterstreicht, als er ohne Rücksicht auf eigene Verluste aus seinem Kasten eilt und eine gute Möglichkeit der Schaffhauser verhindert. Im Penaltyschiessen entschärft er zwei Versuche und lässt sich selbst durch einen verwandelten Panenka-Lupfer nicht aus der Ruhe bringen. Darauf angesprochen, antwortet Spycher: «Respekt, dass er es so versucht. Das braucht Eier. Wenn er nicht trifft, dann ist das Spiel schon früher vorbei.»

Vorbei ists dann kurz vor 20 Uhr, als Spycher den letzten Versuch der Schaffhauser pariert und zum Thuner Cup-Helden wird.

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