Darum gehts
- FC St. Gallen siegt 5:1 gegen Tiraspol, historischer Europacup-Erfolg
- Jungstürmer Diego Besio glänzt mit Doppelpack und Assist
- 7. Platz 2024/25, jetzt Playoff-Duell gegen Nordsjaelland aus Dänemark
Der 5:1-Sieg gegen Sheriff Tiraspol ist der höchste Europacupsieg in der Geschichte des FC St. Gallen – und trotzdem erhebt Coach Enrico Maassen den Mahnfinger: «Die erste Halbzeit hat mir überhaupt nicht gefallen, das können wir in allen Bereichen besser spielen. Wir hatten die nötige Schärfe nicht.»
Zwar führen die Espen dank Toren von Besio und Hunziker mit 2:1, trotzdem ist Maassen hässig und wechselt zur Pause mit Colin Kleine-Bekel und Lukas Daschner gleich zwei Spieler aus. «Jeder erwartet nach dem Sieg im Hinspiel, dass du diesen Gegner eliminierst. Aber wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor einem Jahr gestanden sind. Wir müssen demütig sein und für jeden Sieg hart arbeiten», so der 42-Jährige.
Auf Rang 7 beendet der FCSG die vorletzte Saison, unter anderem deshalb, weil man sich für die Gruppenphase der Conference League qualifizierte und Mühe mit der Doppelbelastung hatte.
Etwas, was sich in dieser Saison nicht wiederholen soll. In den Playoffs wartet mit dem dänischen Vertreter Nordsjaelland ein Gegner auf Augenhöhe. Spielen die Espen so wie in der ersten Halbzeit gegen Tiraspol, dann wirds nix mit der Quali für die Gruppenphase.
Lob für Diego Besio
Nach Wiederanpfiff aber zeigt die Maassen-Elf ein anderes Gesicht. Weil die Pausenansprache es in sich hatte? «Am Ende haben es die Jungs auf dem Platz geregelt, sie haben es sehr gut gemacht», antwortet der Trainer, der sich nicht gerne selber auf die Schulter klopft.
Bester Mann auf dem Platz ist Jungstürmer Diego Besio, der mit einem Doppelpack und einem Assist brilliert. «Er ist ein toller Junge, der einen grossen Wert für die Mannschaft hat, weil er rammelt und ackert und sich in jeden Ball wirft. Er bringt viel Energie rein», sagt Maassen. Es sind Eigenschaften, die sich der Trainer von jedem seiner Spieler wünscht, um die Hürde Nordsjaelland zu überspringen.
Maassen aber will noch nicht über die Mannschaft aus Farum, einem Vorort von Kopenhagen, sprechen. Sondern über ein Team aus einem Vorort von Zürich: «Ich könnte über Nordsjaelland sprechen, aber ich möchte nicht. Weil wir wie immer nur auf das nächste Spiel gucken und das heisst Thalwil.» Am Sonntag ist das der erste Gegner der Ostschweizer im Cup.

