Darum gehts
- FC Vaduz kämpft nach 1:2 gegen Turku um Playoff-Chance
- Budget nur 6 Millionen Fr.: Belastung für kleines Kader enorm
- International zwei Siege, national null Punkte nach drei Spielen
Im Vergleich zu vielen Schweizer Vereinen ist der FC Vaduz international schon fast ein Schwergewicht. Der FC Luzern zum Beispiel hat sich in den letzten fünf Jahren bloss einmal für Europa qualifiziert – und wie praktisch immer bereits in der Quali die Segel gestrichen. Die Ländle-Kicker hingegen haben vor vier Jahren das fast Unmögliche geschafft und sich für die Gruppenphase der Conference League qualifiziert.
Von einem ähnlichen Coup ist man im Rheinpark zwar noch ein Stück entfernt. Nach dem 1:2 im Hinspiel gegen die Finnen aus Turku aber hat die Elf von Marc Schneider noch immer realistische Chancen auf die Playoffs.
Unabhängig davon, ob man am Donnerstag weiterkommt oder scheitert, ist die Doppelbelastung für die Liechtensteiner schon jetzt ein Kraftakt. Weil man mit einem Mini-Mini-Budget von bloss 6 Millionen Franken in die Saison geht und ein entsprechend kleines Kader hat.
Vaduz zahlt Tribut
Zwar sagt Sportchef Franz Burgmeier, dass man sich auf die internationalen Spiele freue. Gleichwohl ist klar, dass man weit entfernt vom grossen Reibach ist. Von «einem Nullsummenspiel» spricht Burgmeier in Bezug auf die Quali. Erst wenn sich der FCV für die Gruppenphase qualifiziert, kann mit einem Gewinn gerechnet werden.
Sportlich zahlen die Ländle-Kicker schon jetzt für die Doppelbelastung, die als liechtensteinischer Cupsieger das Europacup-Ticket auf sicher haben. Sowohl gegen Lugano (1:2) als auch gegen St. Gallen (2:3) und Sion (2:3) ging den Liechtensteinern trotz Führung die Puste aus. Null Punkte nach drei Spielen lautet die bittere Bilanz.
International hingegen hat man in dieser Saison schon zwei Spiele gewonnen. Mehr als der FCL in den letzten fünf Jahren.
