Darum gehts
- Während CL-Final kam es in Paris zu Ausschreitungen
- Polizei kontrollierte 2216 Personen und verhaftete 45
- 22'000 Polizisten im Einsatz, davon 8000 allein in Paris
In Paris ist es im Zuge des Champions-League-Finals zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Noch vor dem Abpfiff des Spiels zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal in Budapest, kontrollierte die Polizei 2216 Personen und verhängte 89 Bussen. Nach Angaben der Präfektur wurden bis Samstagabend 45 Personen im Grossraum Paris in Gewahrsam genommen. In der Nacht auf Sonntag stieg die Zahl dann gemäss französischem Innenministerium bis auf 230 an.
Besonders betroffen war die Gegend nahe den Champs-Élysées, wo eine Bushaltestelle zerstört wurde. Auch eine Bäckerei und ein Restaurant in der Nähe des Parc des Princes erlitten Schäden. Zudem wurden zahlreiche Autos angezündet. Laut «Bild» wollte eine Gruppe Randalierer sogar eine Polizeiwache stürmen. Ein Beamter wurde dabei verletzt.
Die Auseinandersetzungen eskalierten, als Feuerwerkskörper auf die Einsatzkräfte abgefeuert wurden. Laut der Nachrichtenagentur AFP setzten Polizisten daraufhin Tränengas ein. «Unsere Aufgabe ist es, allen eine festliche Feier zu garantieren, die ruhig und vollständig sicher ist», erklärte ein Polizeisprecher. Ein Polizist wurde bei den Zusammenstössen verletzt.
Innenminister Laurent Nunez verteidigte das Sicherheitskonzept: «Es gab ein sehr robustes, sehr solides Sicherheitskonzept, um Gewalt einzudämmen.» Landesweit waren 22'000 Polizisten im Einsatz, davon 8000 allein in Paris. Bereits 2025 war es nach dem PSG-Triumph in der Königsklasse zu Krawallen gekommen, was die Behörden dieses Jahr zu erhöhten Sicherheitsmassnahmen veranlasste. Damals wurden über 550 Personen festgenommen, fast 200 verletzt und zwei kamen ums Leben. Ein 17-jähriger Mann starb an den Folgen eines Stichs in die Brust und im 15. Arrondissement kam eine 20-jährige Rollerfahrerin ums Leben, nachdem sie von einem Fahrzeug angefahren wurde.


