Knallharte Marko-Kritik
«... dann wäre Verstappen jetzt Weltmeister»

Dr. Helmut Marko und Christian Horner haben gemeinsam bei Red Bull gearbeitet – bis Horner gehen musste. Nun findet Marko klare Worte über den Ex-Teamchef.
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Max Verstappen verpasst den WM-Titel um zwei Punkte.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Beide arbeiten nicht mehr bei Red Bull – nun rechnet Helmut Marko mit Christian Horner ab
  • Der Ex-Teamchef habe unter anderem in allen möglichen Bereichen gelogen
  • Marko ist überzeugt, Max Verstappen wäre bei einer früheren Horner-Trennung erneut Weltmeister geworden
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Viermal in Folge (2021–2024) war Max Verstappen (28, 71 GP-Siege) in der Formel 1 zum Weltmeistertitel gerast. In diesem Jahr ist die Serie des Holländers gerissen. Dank eines starken Saisonendspurts mit sechs Siegen aus den letzten zehn Rennen fehlen am Ende zwar nur zwei Punkte. Aber die machen den entscheidenden Unterschied – und Lando Norris (26, 11 GP-Siege) zum neuen Weltmeister.

Mit der Saison endet nicht nur Verstappens Serie, sondern auch Helmut Markos (82) Zeit bei Red Bull als Motorsportberater. Kaum hat er sich verabschiedet, rechnet er gnadenlos ab. Und zwar mit Ex-Teamchef Christian Horner (52). Anfang Juli muss Horner den Rennstall verlassen – trotz Vertrag bis 2030. Gehen muss der Brite unter anderem, weil er zuletzt die ganze Macht an sich gezogen hat. Er war als Teamchef tätig, als Chef der Technik- und Motorenabteilung und auch fürs Marketing verantwortlich. Für die Bosse offenbar zu viel.

Rückblickend kommt die Trennung für Marko zu spät. Zum Zeitpunkt der Entlassung beträgt Verstappens Rückstand auf den damaligen WM-Leader Oscar Piastri (24, 9 GP-Siege) 69 Punkte. Sie hätten handeln müssen, weil die Leistung auf der Strecke zu wünschen übrig liess, meint Marko gegenüber «De Telegraaf». Und fügt an: «Hätten wir das früher getan, hätten wir dieses Jahr schneller wieder auf Kurs kommen können und Max wäre Weltmeister geworden. Davon bin ich fest überzeugt.»

«Schmutzige Spielchen gespielt»

Marko macht keinen Hehl daraus, dass sein Verhältnis zu Horner nicht das Beste ist. Die letzten Jahre mit ihm seien nicht angenehm gewesen, meint er. «Es wurden schmutzige Spielchen gespielt.» Ein Machtkampf entbrennt, der Horner letztlich den Job kostet. «Wir konnten mehr und mehr beweisen, dass Horner in allen möglichen Bereichen gelogen hat», erzählt Marko. Als das rauskommt, verliert er die Unterstützung der thailändischen Red-Bull-Mehrheitseigner um Chalerm Yoovidhya (75).

Dass auch Marko nicht länger bei Red Bull arbeitet, hat nichts mit der Geschichte rund um Horner zu tun. Er hat die Entscheidung am Donnerstag vor dem letzten Saisonrennen getroffen. «Es wird etwas dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe», gibt Marko zu. Und verrät, was er am meisten vermissen wird: «Nicht mehr nah am Geschehen zu sein und Max (Verstappen, Anm. d. Red.) nicht mehr kurz vor dem Qualifying die Hand schütteln zu können.»

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