Ex-Teamchef warnte Formel 1 vor vier Jahren
Horner: «Wir züchten da einen technischen Frankenstein!»

Noch nie ist die Formel 1 so schlecht vorbereitet in die neue Saison gestartet wie 2026. Und die früheren Prestige-Kämpfe um den Testsieg sind auch vorbei. Nur vier von elf Teams bestellten für den letzten Bahrain-Test bis Freitag den weichsten Gummi.
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Hat schon vor Jahren vor den Regeländerungen gewarnt: Ex-Red-Bull-Boss Christian Horner.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Schnellster nach vier Stunden bis zur Mittagspause bei 29 Grad: Leclerc (Ferrari) vor Weltmeister Norris (McLaren) und dem Testsieger der ersten Woche, Antonelli (Mercedes). Hülkenberg (Audi) gelangen schon über 50 Runden – Neunter.

Schnelle Runden geplant?

Das sind vier Teams, die bei Pirelli den roten C5-Reifen bis Freitag bestellten: Williams, Aston Martin, Alpine wollen zwei Sätze, Cadillac sogar nur eine Garnitur. Ob sie damit zeitmässig glänzen können.

Die letzten drei Tage stehen weiter im Fokus der Zuverlässigkeit. Unter dem Motto: Alle lästigen Kinderkrankheiten bis zum baldigen Abflug nach Australien ausmerzen. Ob bei der Aerodynamik oder im Umfeld des Motors. Ferrari scheint da momentan an der Spitze zu liegen. Seit Barcelona blieben die grossen Probleme aus. Dürfen die roten Fans nach 17 Jahren ohne WM-Titel hoffen?

Hellseher Horner?

Während zehn Fahrer die ersten vier Stunden am Mittwoch in Angriff nahmen (nur Pérez stellte den Cadillac sofort wieder in die Garage, um zwei Stunden später doch noch rauszufahren), diskutierten die FIA, die FOM (F1-Management) und je ein Vertreter der Teams an der Rennstrecke. Es ging um eventuelle Veränderungen vor dem WM-Start.

Ein Teamchef zu Blick: «Ich erinnere mich noch gut an das erste Meeting wegen den neuen Regeln vor rund vier Jahren in London. Es ging vor allem um die Nachhaltigkeit. Da stand plötzlich Red Bull-Teamchef Christian Horner auf und sagte: Freunde, passt auf, wir züchten da einen technischen Frankenstein heran. Ich bin nicht so optimistisch.»

Goldenes Kritik-Trio

Der im Sommer 2025 nach 20 Jahren entlassene Horner sollte recht behalten. Die drei Altstars Fernando Alonso (dessen Aston Martin das grösste Sorgenkind ist), Lewis Hamilton (der von besseren Zeiten träumt) und Max Verstappen haben in der letzten Woche heftige Kritik an den neuen Regeln und dem Energie-Management geübt.

Ausgerechnet dieses Trio sass nach der Mittagspause bei der ersten FIA-Medienrunde (mit Bortoleto und Bottas) zusammen. Und endlich hören auch die jungen Kollegen aufmerksam zu, wenn das Trio mit 13 WM-Titeln und über 200 GP-Siegen vor den Gefahren warnt.

Alles ruhig bei Audi

Bei Audi entdecken wir weiter keine Hektik. Da wird seriös gearbeitet, ohne mit speziellen, also schnellen Zeiten oder zu langen Boxenaufenthalten aufzufallen.

«Wir sind im Plan» heisst es beim deutschen Sauber-Nachfolger aus Hinwil. Jetzt gab Audi bekannt, dass ab morgen die erste Audi-Kollektion von Adidas angeboten wird. Mehr unter store.audif1.com

Bahrain-Test 2

1. Tag (Stand Mittagspause)


1. Leclerc (Ferrari) 1:33,739

2. Norris (McLaren) 1:34,052

3. Antonelli (Mercedes) (Ferrari) 1:34,158

4. Albon (Williams) 1:35,690

5. Gasly (Alpine) 1:35,898

6. Hadjar (Red Bull) 1:36,188

7. Ocon (Haas) 1:36,418

8. Alonso (Aston Martin) 1:36,536

9. Hülkenberg (Audi) 1:36,741

10. Lindblad (Racing Bulls) 1:36,768

11. Pérez (Cadillac) 1:38,191

1. Tag (Stand Mittagspause)


1. Leclerc (Ferrari) 1:33,739

2. Norris (McLaren) 1:34,052

3. Antonelli (Mercedes) (Ferrari) 1:34,158

4. Albon (Williams) 1:35,690

5. Gasly (Alpine) 1:35,898

6. Hadjar (Red Bull) 1:36,188

7. Ocon (Haas) 1:36,418

8. Alonso (Aston Martin) 1:36,536

9. Hülkenberg (Audi) 1:36,741

10. Lindblad (Racing Bulls) 1:36,768

11. Pérez (Cadillac) 1:38,191

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