Krach in der Wüste
Für wen geht die Sonne unter?

Nach Barcelona und Bahrain gibt es weiter Streit an allen Fronten. Am Mittwoch zieht die Karawane in der Wüste weiter. Hier gehts zum Formel-1-Inside.
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Trügerisch: Während hinter den Kulissen bereits ganz schön was los ist, zeigt sich Bahrain von der romantischen Seite.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Formel 1 zieht am nächsten Mittwoch hier in Bahrain in die dritte und letzte Testserie vor dem WM-Start in drei Wochen. Mercedes und Red Bull schieben sich momentan gegenseitig die ungeliebte Favoritenrolle zu. Ferrari findet es gut, dass man die Roten (noch) unter dem Titelradar hindurchschlüpfen lässt. Und Weltmeister McLaren – 423 Runden wie Ferrari – stellte mit Piastri den Wüsten-Marathonmann am Freitag mit 162 Runden. Das sind 877 Kilometer. Audi wird zwischen den Positionen 6 und 9 eingestuft.

Verstappen warnt vor Melbourne

Der Psychokrieg wegen der neuen Regeln tobt auch zwischen den Fahrern. Hamilton («Ich muss jetzt zur Universität») und Verstappen («Wie aufgeputschte Formel-E-Autos») halten mit Kritik am Energiemanagement nicht zurück und sagen: «Alle, die uns jetzt noch angreifen, werden schon in Melbourne verstehen, was für Probleme auf uns zukommen. Barcelona und Bahrain waren ja für das neue Fahrverhalten noch kein wirklicher Gradmesser.»

McLaren will Änderungen

Am kommenden Mittwoch tagen in Bahrain die Formel 1, die FOM (Management) und die Teams. Dabei will ausgerechnet McLaren drei neue Regeländerungen. Der improvisierte Startversuch mit acht Autos in Bahrain ging in die Hose. Nicht jeder hatte die gleiche Power. McLaren-Chef Stella: «Unsere Fahrer klagen, dass Überholen jetzt noch schwieriger ist! Dazu kommt das Lupfen auf der Geraden. Da könnte der Hintermann überrascht werden – und schon haben wir einen Riesencrash.»

Wird die FIA weich?

Über seinen Motor (Mercedes) klagt McLaren natürlich nicht. Dagegen tobt die Konkurrenz von Ferrari, Honda und Audi. Das bei laufendem Motor von 16:1 auf 18:1 erhöhte Verdichtungsverhältnis im Zylinder soll die FIA bei den acht Mercedes-Boliden trotz Homologation noch vor Australien verbieten!»

Superstar Divina Galica (81)

Am Sonntag steigt bei Olympia der Frauen-Riesenslalom. Eine Britin spielt dabei sicher keine Rolle. Das war 1968 in Grenoble und 1972 in Sapporo anders. Da landete die Engländerin Divina Galica (jetzt 81) auf den Plätzen sieben und acht. Bei zwei Weltcup-Abfahrten stand sie als Dritte auf dem Podest. Später versuchte sich Divina Galica als Formel-1-Rennfahrerin, scheiterte aber dreimal in der Qualifikation auf Surtees und Hesketh. Galica gehört zu den fünf Pilotinnen, die offiziell bei einem Grand Prix antreten durften! Neben Maria de Filippis (starb 2016), Lella Lombardi (starb 1992), Giovanna Amati und Désire Wilson.

Bahrain: So lief der erste Test

1. Antonelli (Mercedes) 1:33,669
2. Russell (Mercedes) 1:33,918
3. Hamilton (Ferrari) 1:34,209
4. Leclerc (Ferrari) 1:34,273
5. Piastri (McLaren) 1:34,549
6. Verstappen (Red Bull) 1:34,578
7. Norris (McLaren) 1:34,669
8. Bearman (Haas) 1:35,394
9. Ocon (Haas) 1:35,578
10. Hadjar (Red Bull) 1:35,610
11. Bortoleto (Audi) 1:36,670
12. Gasly (Alpine) 1:36,723
13. Hülkenberg (Audi) 1:36,791
14. Albon (Williams) 1:36,793
15. Colapinto (Alpine) 1:36,806
16. Lawson (Racing Bulls) 1:36,808
17. Bottas (Cadillac) 1:36,824
18. Sainz (Williams) 1:37,186
19. Pérez (Cadillac) 1:37,365
20. Lindblad (Racing Bulls) 1:37,470
21. Stroll (Aston Martin) 1:38,165
22. Alonso (Aston Martin) 1:38,248

Bahrain-Testsieger 2025: Sainz (Williams) 1:29,348 

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