Alcaraz, 2022 die jüngste Nummer 1 im Tennis (nachher mit Unterbruch) und seit dem Melbourne-Sieg 2026 der jüngste Spieler, der alle vier Grand Slams gewann, wurde bei Williams schon von Vater und Sohn Sainz erwartet.
Von Sainz zu Alonso
Später ging er in die gegenüberliegende Garage von Aston Martin, wo ihn ein anderer Landsmann erwartete: Fernando Alonso. Nach Rafael Nadal hat ihnen jetzt auch der stets lächelnde und sympathisch wirkende Alcaraz auf der iberischen Halbinsel den Rang abgelaufen. Nur noch der Barcelona-Diamant Lamine Yamal (19) geniesst in Spanien diesen Heldenstatus.
Die Defekte kommen
Am zweiten Tag hat erstmals die böse Defekthexe zugeschlagen und einige Teams zurückgeworfen. Kaputte Motoren, Hydraulikschäden, defekte Sensoren und Aufhängungen – die Palette wird bis zum ersten Testende am Freitag um 17 Uhr MEZ bestimmt noch anwachsen. Trotzdem hatte man mit den neuen Regeln (Chassis und Motor) eigentlich noch mehr Ärger erwartet.
Die meisten Fahrer sind mit ihren Urteilen über das Fahrverhalten mit dem Verbrenner- und Elektro-Motor (je 500 PS) noch sehr vorsichtig. Zum Glück gibt es Ausnahmen. Wie Sir Lewis Hamilton (41) mit der Erfahrung der «normalen» Formel 1: «Das Ganze ist doch lächerlich kompliziert. Um alles genau zu verstehen, brauchst du ein Studium an der Universität!»
Hamilton denkt an die Fans
Der siebenfache Champion mit 380 Rennen, 105 Siegen und 104 Pole-Positionen: «Die Fans werden das nicht verstehen. Und ob wir Fahrer wirklich ein neues Spassgefühl bekommen, ich bezweifle es!»
Das sagte der Brite bei einer kleinen Medienrunde. In der offiziellen Ferrari-Mitteilung tönt das natürlich anders: «Es war gut, wieder im Auto zu sitzen und mehr Runden zu fahren. Es ist zu früh, um eine Prognose zu stellen und zu bewerten, wo wir stehen. Zurzeit fahren alle anderen verschiedene Programme.» Lesen Sie morgen mal, was Verstappen sagt!
Warten auf Melbourne
Kurz – wir stehen vor einer komischen Saison, die Fahrer und Fans überfordern. Auch wenn einige Piloten nicht so kritisch wie die gestandene Fahrer in die Zukunft schauen.
Aber auch diese wilden Jungen sind hier in Bahrain noch nicht über den Status des Trockenfischens gekommen. Bortoleto: «Du lernst mit jeder Runde mehr!» Aber richtig gefordert werden alle erst beim WM-Start in Australien vom 6. bis 8. März.
Norris: «Chaos kommt»
Selbst Weltmeister Norris sieht «einige Chaos-Rennen auf uns zukommen. Besonders auf Stadtkursen oder wenn es regnet. Die Briten haben einen Fachausdruck, wenn es um das Aufladen der Batterie geht: «Lift and Coast» – oder eben Lupfen und Rollen lassen.
Mit Vollgas fährt keiner mehr, denn die Batterie hält bei Vollbelastung auf einer Runde knapp 35 Sekunden. Dann hätte man in der Theorie nur noch die 500 PS vom Verbrenner-Motor.
Das ständige Aufladen der Batterie mit Bremsen usw. ist also das Geheimnis der neuen Formel 1. Und genau da kommt der Wert des Piloten zum Tragen – mit Hilfe der Software-Spezialisten, die jedes Rennen neue Programme schreiben müssen.
Audi weg vom 9. Platz
Das Minimal-Ziel des deutschen Sauber-Nachfolgers Audi ist klar. Weg vom 9. Platz! Vielleicht gar nicht so eine leichte Aufgabe für Hülkenberg und Bortoleto.
Neueinsteiger Cadillac (Pérez/Bottas) steht fast weniger in der Garage als zum Beispiel der hochgelobte Aston Martin-Honda von Super-Guru Adrian Newey. Denn die Japaner scheinen mit dem neuen Aggregat noch Probleme zu haben.
Schlusslicht Alpine voll da
Zu den bisherigen «Überraschungen» gehört das letztjährige Schlusslicht Alpine, das den 2025 unterlegenen Renault-Motor in die Tonne werfen konnte – und jetzt mit dem Mercedes-Aggregat sowie dem oft unterschätzten Pierre Gasly zu neuen Ufern aufbricht.
Noch sind die langsamen Zeiten für alle ein Buch mit sieben Siegeln: Bortoleto liegt als Sechster 2,4 Sekunden hinter Tagessieger Leclerc!
Bahrain, 2. Tag (Endstand)
1. Leclerc (Ferrari) 1:34,273
2. Norris (McLaren) 1:34,784
3. Bearman (Haas) 1:35,394
4. Russell (Mercedes) 1:35,466
5. Hadjar (Red Bull) 1:36,591
6. Bortoleto (Audi) 1:36,670
7. Gasly (Alpine) 1:36,723
8. Bottas (Cadillac) 1:36,824
9. Albon (Williams) 1:37,229
10. Hülkenberg (Audi) 1:37,266
11. Lindblad (Racing Bulls) 1:37,470
12. Sainz (Williams) 1:37,592
13. Lawson (Racing Bulls) 1:38,017
14. Alonso (Aston Martin) 1:38,248
15. Pérez (Cadillac) 1:38,653
Testsieger 2025: Sainz (Williams) 1:29,348