Erst am nächsten Mittwoch, wenn der Ramadan beginnt, darf dann mit den zwei weichsten Mischungen (C4 und C5) um den 5,412 km langen Kurs bei Manama richtig Gas gegeben werden. So man genug Energie im Elektro-Motor hat.
«Warten auf Melbourne»
Die neuen Regeln beim schmaleren Chassis und beim Motor (je 50 Prozent Elektro und Verbrenner) sorgen schon im Vorfeld für heisse Diskussionen und Köpfe. Fragen wir doch mal den Technischen Delegierten der FIA, Jo Bauer (64). Der Deutsche: «Wir werden 2026 nicht mehr Arbeit als sonst haben. Wir haben sie schon. Aber erst die erst Qualifikation und das erste Rennen in Melbourne werden auch für uns viele Fragen beantworten.»
Ob die neue Formel 1 ein Segen oder Fluch ist, werden auch diese Testfahrten nicht schlüssig beantworten. McLaren-Teamchef Andrea Stella: «Es liegt an den Teams, den Fans das neue Spielfeld zu erklären. Leicht wird das nicht.»
Was macht die FIA?
Der Hauptstreitpunkt bleibt, wie von Blick schon mehrmals beschrieben, das Verdichtungsverhältnis von 16:1 im Zylinder. Mercedes hat irgendeinen Trick gefunden, dies bei laufendem Motor auf rund 18:1 zu erhöhen. Jetzt läuft die Konkurrenz von Ferrari, Honda und Audi bei der FIA Sturm. Die überlegt sich nun, vielleicht die Regeln zu ändern. Spätestens 2027. Mercedes droht bereits, in Australien nicht mit ihren acht Autos zu starten! Leere Drohung.
Auch Red Bull, das den Trick offenbar von einem übergelaufenen Mercedes-Ingenieur erfuhr, ist wohl an der Durchführung gescheitert und wechselte ins Lager der Protest-Parteien.
Neuer Job für Sauber-Urgestein
Natürlich am meisten Aufmerksamkeit genoss der neue radikale Aston Martin mit der «Pelikan-Nase» von Star-Guru und Not-Teamchef Adrian Newey (66), über 200 GP-Siege mit McLaren, Williams und Red Bull. «Erwartet noch nicht zu viel. Ich kam erst vor neun Monaten zum Team. Es fehlen mir vier Monate bei der Entwicklung. Das Auto wird dieses Jahr noch einige Male anders aussehen.»
Bei Audi entdeckten wir ein völlig «neues» Auto im Vergleich zu den Barcelona-Tests. Vor allem der schlanke Seitenkasten gibt zu reden. Und ebenfalls gesehen: Der frühere Sauber-Sportdirektor und Tausendsassa Beat Zehnder (60). Teamchef Jonathan Wheatley zu Blick: «Beat ist auch bei Audi ein wichtiger Mann. Er verwaltet das Sauber-Vermächtnis, er ist für die Infrastruktur und dann für das neue Motorhome in Europa verantwortlich.»
Pole-Zeit 2025 kein Ziel
Zu den Tests. Da die letztjährige Pole-Zeit von Piastri (McLaren) mit 1:29,841 kein Ziel ist, wird es schwierig zu beurteilen, was die Zeiten wirklich wert sind. Vor allem, weil ja erst nächste Woche der weiche Gummi verwendet werden darf.
Nun, vom Start weg gaben Verstappen, Piastri und Russell den Ton an. Die elf Teams schickten je einen Fahrer bis zur Mittagspause auf die immer wärmer werdende Reise. In der Luft wurden bereits über 30 Grad gemessen, auf dem Wüsten-Highway waren es klar über 40 Grad.
Rot nur für Alpine
Für die einzige rote Flagge sorgte nach 97 Minuten Colapinto im Alpine. Er rollte mitten auf der Strasse aus – über den Grund wird (wie bei den meisten Defekten) geschwiegen.
Der Argentinier drehte nur 28 Runden. Fleissigster Fahrer: Sainz (77) vor Lindblad (75). Audi-Bortoleto kam auf 49 Runden – wie Bottas im Cadillac.
Erster Tag (Stand Pause)
1.Verstappen (Red Bull) 1:35,433
2. Piastri (McLaren 1:35,602
3. Russell (Mercedes) 1:36,108
4. Hamilton (Ferrari) 1:36,433
5. Ocon (Haas) 1:37,169
6. Lindbald (Racing Bulls) 1:37,945
7. Sainz (Williams) 1:38,221
8. Bortoleto (Audi) 1:38,871
9. Bottas (Cadillac( 1:39,150
10. Stroll (Aston Martin) 1:39,883
11. Colapinto (Alpine) 1:40,330
Erster Tag (Stand Pause)
1.Verstappen (Red Bull) 1:35,433
2. Piastri (McLaren 1:35,602
3. Russell (Mercedes) 1:36,108
4. Hamilton (Ferrari) 1:36,433
5. Ocon (Haas) 1:37,169
6. Lindbald (Racing Bulls) 1:37,945
7. Sainz (Williams) 1:38,221
8. Bortoleto (Audi) 1:38,871
9. Bottas (Cadillac( 1:39,150
10. Stroll (Aston Martin) 1:39,883
11. Colapinto (Alpine) 1:40,330