Nach Barcelona-Tests
Die Wahrheit liegt in der Wüste

Mercedes und Ferrari liegen nach den ersten Runden in Barcelona an der Spitze. Derweil gibt es bei Audi noch Fragezeichen. Lichts ins Dunkle sollen dann die Tests in Bahrain bringen.
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Titel-Geheimfavorit Russell im Mercedes W17: Kein Team drehte mehr als 500 Testrunden!
Foto: Mercedes-Benz AG

Darum gehts

  • Formel-1-Testtage in Barcelona verliefen erfolgreich, Schreckmomente blieben fast aus
  • Mercedes dominierte mit über 500 Runden, Ferrari überraschte mit 444 Runden
  • Christian Horner plant Rückkehr zu Alpine mit Unterstützung von Investoren
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Fünf Tage, von denen drei genutzt werden durften, im winterlichen Barcelona. Der Shakedown der neuen Autos und Motoren verlief positiver als erwartet. Ausser dem Dienstag-Crash des neuen Verstappen-Partners Hadjar und einigen Drehern blieben die Schrecksekunden aus. Jetzt gehts ins warme Bahrain, wo vom 11. bis 13. und 18. bis 20. Februar der grosse Bluff (meist) ausbleiben muss. Auch wenn einige Teams weiter in Tarnkleidungen und nicht mit allen Sponsorenschriften antreten. Thema Bluff vor der WM. Da müssen wir nur auf die letzten Tests in Bahrain 2025 zurückblicken. McLaren liess damals den roten Gummi in der Garage: 8. Piastri und 17. Norris, also der spätere Weltmeister. Mit der Bestzeit schockte Sainz im Williams vor dem Ferrari-Duo Hamilton und Leclerc sowie Russell und Verstappen. Ganz hinten die beiden Sauber von Bortoleto und Hülkenberg. Motoren-Neuling Audi hofft nach einem ansprechenden Test-Auftakt natürlich auf bessere Zeiten.

BLICK hat eine erste Formtabelle gewagt

Dabei hat sich Mercedes – nicht unerwartet – mit über 500 Runden die Pole-Position gesichert. Ferrari (444) überraschte mit einem fast problemlosen Start und der kaum aussagekräftigen «Bestzeit» von Hamilton. Platz drei gehört McLaren (291 Runden), ein Problem im Kraftstoffsystem wurde schnell behoben. Red Bull gelang trotz des Hadjar-Unfalls (man musste Ersatzteile einfliegen lassen) und der eigenen Power Unit über 300 Runden. Verstappen: «Unser ehrgeiziges Projekt braucht Geduld.» Platz fünf gehört Haas-Ferrari (392, trotz Zuverlässigkeitsproblemen beim Start) vor Racing Bulls (320).

Formtabelle Formel 1 Barcelona
  1. Mercedes
  2. Ferrari
  3. McLaren
  4. Red Bull
  5. Haas
  6. Racing Bulls
  7. Alpine
  8. Audi
  9. Aston Martin
  10. Cadillac
  11. Williams
  1. Mercedes
  2. Ferrari
  3. McLaren
  4. Red Bull
  5. Haas
  6. Racing Bulls
  7. Alpine
  8. Audi
  9. Aston Martin
  10. Cadillac
  11. Williams

Das letztjährige Schlusslicht Alpine überraschte mit 350 Runden. Der neue Motor von Mercedes ist der grösste Trumpf. Dann kommt Audi mit eher mageren 242 Runden (weil Bortoleto am ersten Tag nur 27 Runden wegen technischer Sorgen unterwegs war). Dahinter Aston Martin (66 Runden). Das Newey-Auto musste, so das Team, in letzter Minute mit einer 50 Jahre alten Transportmaschine von Antonow (Ukraine) von Birmingham nach Girona geflogen werden. Platz zehn für Neueinsteiger Cadillac (162 Runden). Vor Bahrain wird das Auto im Rahmen des Superbowl vorgestellt. Verlierer ist Williams, dass mit den Crash-Tests der FIA im Rückstand war.

Kehrt Horner schon bald zurück?

Christian Horner (52) gibt nicht auf. Der im Juli 2025 bei Red Bull entlassene Teamchef will zurück auf die Bühne. Zu Alpine. Dort möchte 24-Prozent-Eigentümer Otro Capitals (u.a. mit Filmstar Ryan Reynolds und NFL-Superstar Patrick Mahomes) wieder aussteigen. Horner hat Investoren, die den Kaufpreis von rund einer halben Milliarde Euro aufbringen wollen. Team-Berater Briatore: «Zuerst muss Renault den Segen für den Deal geben.»

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