Darum gehts
- Kimi Antonelli holt Pole-Position in Monte-Carlo, die vierte in diesem Jahr
- Ferrari seit 34 Rennen ohne Sieg, letzter Sieg 2024 in Mexiko
- Audi enttäuscht nach starken Trainings: Hülkenberg nur 13., Bortoleto 16.
Doch der seit gestern abwesende Franzose konnte sich im Krankenstand nicht einmal über die erste Startreihe freuen. Die machten zwei gute Kumpels (und Teamkollegen 2027?) unter sich aus. Zuerst grüsste Max Verstappen (28) mit 1:12,094 von der Spitze. Sekunden später schlug der WM-Leader Kimi Antonelli (19) zu – 1:12,051.
Hamilton dachte, er hätte die Pole
Und als weitere Ohrfeige für den Hausherren Leclerc war am Ende auch noch Teamkollege Lewis Hamilton (41) schneller. Der Brite: «Kurz dachte ich, ich hätte die Pole. Aber ich bin auch so zufrieden.» Von einem Balkon winkte Kim Kardashian (45), die seine neue Freundin sein soll, in die TV-Kameras an der Strecke.
Schon vor zwei Wochen in Montreal hatte der «neugeborene» Sir Lewis als Zweiter Antonelli (Sieger) und Verstappen auf dem Podest getroffen!
Gibt es für Ferrari endlich mal wieder einen Sieg?
Es wird hart für Ferrari, aus der zweiten Reihe endlich den bösen Fluch der ewigen Pleiten loszuwerden. Seit Mexiko 2024 und Carlos Sainz gab es 34 Rennen in Serie meist volle Enttäuschungen. Und hier in Monte-Carlo hat man seit 25 Jahren nur dreimal gewonnen: 2001 Schumacher, 2017 Vettel und 2024 Leclerc.
Verstappen: «Am Freitag hätte ich für den zweiten Startplatz sofort unterschrieben. Jetzt bin ich einfach glücklich, da wir mit dem Red Bull dauernd Fortschritte machen. Ich freue mich auf das Duell mit Kimi.»
Antonelli: «Komme mir wie im Traum vor»
Für den WM-Leader hängt der Himmel weiter voller Geigen. Nach vier Siegen in Serie startet er am Sonntag als Favorit: «Es ist fast unheimlich, was sich in den letzten Wochen alles abspielt. Ja, manchmal komme ich mir wie in einem Traum vor.»
Und was die meisten Fans gar nicht mehr wissen: 2025 holte der WM-Siebte aus Bologna bei allen neun Europa-Rennen gerade mal drei Punkte: 10. in Budapest, 9. in Monza. Die restlichen 147 Punkte kamen für Antonelli alle aus Übersee aufs Konto.
Russell immer enttäuschender
Bei Mercedes wird das Gesicht vom Startsieger 2026 in Melbourne, George Russell (28), immer finsterer. Da zieht ihm ein Lausbub vor dem am Sonntag erst 30. WM-Einsatz einfach brutal die Hosen aus. Mit einer halben Sekunde Rückstand wurde der Brite Sechster.
Direkt vor der enttäuschenden McLaren-Reihe mit Piastri und Norris. Das schwarze Pferd reitet vom 5. Platz los: Isack Hadjar (21) im zweiten Red Bull. Endlich bekommt der fliegende Holländer Verstappen etwas Konkurrenz.
Audi nach starken Trainings mit Quali-Flop
Für Audi wurde die Qualifikation nach drei guten Trainings und dem doppelten Traum vom Top-Ten-Finale zum Flop: Hülkenberg wurde nur 13. («Die anderen fanden einfach bessere Lösungen») – und Teamkollege Bortoleto verschätzte sich in Q1 in der Hafenschikane. Der Brasilianer berührte innen die Leitplanken und schon warf ihn eine gebrochene Aufhängung ins Aus: Startplatz 16.
Für Audi war diese Vorstellung vor dem gesamten Vorstand bestimmt nicht die beste Werbung. Es kann am Sonntag zwar erstmals nach Melbourne (9. Bortoleto) wieder Punkte geben, aber da müssen beim schnellsten Roulette der Welt viele Kugeln in die falsche Richtung rollen.
Kommt es zu einer Sensation?
Eine Sensation wäre es, wenn die beiden Schlusslichter Aston Martin-Honda und Cadillac-Ferrari ausgerechnet im Fürstentum erstmals anschreiben könnten.