Autoschäden, Reisen, Krieg
Der dreifache Wahnsinn in der Formel 1 – oder?

In der Formel 1 herrscht der Wahnsinn in vielerlei Bereichen. Die langen Reisen, die Logistik und die vom Krieg tangierten Rennen. Hier kommt der Boxenstopp von Roger Benoit.
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Der GP von Monaco wird jeweils zu einer logistischen Meisterleistung.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Über 300 Fahrzeuge sind am GP Monte Carlo
  • Mercedes setzt bei Europa-Rennen auf Elektrofahrzeuge, Russell erhält neues Auto
  • Formel-1-Absagen wegen Konflikten: 100 Millionen Dollar Antrittsgelder gefährdet
Roger Benoit aus Monte-Carlo

Reden wir mal kurz über die Nachhaltigkeit oder ist es Wahnsinn? Weit über 300 Transporter und Lastwagen sind nach Monte-Carlo angereist, um die Autos, das Material und vor allem die Team-Paläste anzuschleppen. Es ist jeweils eine logistische Meisterleistung, wenn hier am Hafenbecken alles aufgebaut ist.

Mercedes geht als grosses Vorbild voraus – und reist zum Europa-Start nur noch mit Elektrofahrzeugen an. Nächster GP-Halt ist kommende Woche das 700 Kilometer entfernte Barcelona. Dort soll am Mittwoch der Papst in der Innenstadt auftauchen.

Reden wir vom echten Wahnsinn. Im kanadischen Montreal zerstörte Russell bei seinem hüpfenden Ausfall die rund 25 Kilogramm schwere Batterie. Das Mercedes-Chassis wurde durch den Batteriebrand beschädigt und wird in England repariert. Russell hat also hier ein «neues» Auto. Auf die Batterie müssen die Ingenieure im Werk von Brackley noch einige Tage warten. Wegen der starken Schäden musste die Batterie in einer Salzwasserlösung per Seefracht (!) nach England transportiert werden. Fluglinien hätten die gefährliche Fracht nicht angenommen.

Reden wir noch kurz von der Gier – oder ist es in diesem Fall die Unvernunft? Wegen des Iran-USA-Konfliktes wurden die April-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Doch die Formel-1-Macher wollen unbedingt die Rennen nachholen, was die meisten Teams verärgert. Es geht da um Antrittsgelder von über 100 Millionen Dollar. Nun hat man zwischen Baku in Aserbaidschan (26. September) und Singapur (11. Oktober) am 4. Oktober ein freies Datum für Bahrain gefunden.

Doch bevor dieser Wahnsinn über die Bühne geht, sollten die GP-Verantwortlichen abklären, ob das WM-Finale in Doha (29. November) und Abu Dhabi (6. Dezember) ohne Kriegsgefahren sicher für den Zirkus und die Zuschauer ist. Alles andere wäre Wahnsinn.

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