Baku verstärkte Sicherheitskräfte
Russell-Bestzeit im Nachbarland des Irans

Die Formel 1 ist am Kaspischen Meer. Wegen des Nachbarlandes Iran wurden die Sicherheitskräfte verstärkt. Einige Firmen verboten ihren Angestellten den Trip nach Aserbaidschan. Schnellster im ersten Training: Russell vor Verstappen.
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George Russell ist im ersten Training in Baku der Schnellste.
Foto: Lukas Gorys
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die unruhige Lage soll spätestens nächste Woche auch den «Fall Katar und Abu Dhabi» lösen. Wann sagt die Formel 1 die beiden letzten Rennen 2026 im Nahen Osten ab? Imola steht für den 6. Dezember längst in den Startlöchern.

Ein gefährlicher Stadtkurs

Der 6003 Meter lange Kurs mit einer 2,2 km langen Geraden und 20 Kurven bietet den Piloten viel Fahrspass. Aber der Stadtkurs birgt auch viele Gefahren. Vor allem in der Altstadt mit der engsten Kurve im GP-Zirkus (7,6 Meter breit). Und dann beginnen nicht selten die Bremsscheiben zu brennen.

Nach 10 Minuten bei wolkenlosem Himmel hatten erst drei Piloten eine Zeit auf dem Computer: Perez von Schlusslicht Cadillac, der hier auf Red Bull zweimal siegte. Dann Ocon, der bei Haas und im Zirkus keine Zukunft sieht. Und plötzlich taucht der Franzose im ersten Training als Neunter auf. Dann war es auch noch Leclerc, der hier aus vier Pole-Positionen nie siegte, aber viel Schrott ablieferte.

Neuer Audi nur für Bortoleto

Bei Audi reiste man mit einem neuen Aero-Paket an. Zu Testzwecken bekam es zuerst Gabriel Bortoleto (21), spürte aber die neuen Teile erst in der letzten Runde – Platz zehn. Nico Hülkenberg (38) soll den «neuen» Audi nächste Woche in Malaysia beim nachgeholten «GP von Bahrain» erhalten.

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Nun, der Deutsche fühlte sich offenbar mit dem alten Auto noch wohl, lag am Ende nur knapp 0,2 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Bevor er kurz vor Schluss auf der Strecke liegenblieb.

Hydraulik stoppte Kimi

Nach 20 Minuten lag der WM-Leader vorne: Ja, wer soll diesen Kimi Antonelli (20) stoppen? Die schnelle Antwort: Die Hydraulik! Der Italiener musste den Silberpfeil in einem Notausgang abstellen. Kurz darauf suchte auch Teamkollege Russell einen Notausgang auf. Der Brite hatte sich verbremst.

Nach 35 Minuten hatte sich das Bild vorne geändert: Verstappen, seit 14 Rennen sieglos, meldete als zweifacher Baku-Sieger seine Ambitionen auf. Dahinter das Mercedes-Duo Russell und das rote Piloten-Paar Hamilton und Leclerc.

Russell will es wissen

Aber 20 Minuten vor Trainingsende übernahm George Russell (28) die Führung von Verstappen. Antonellis Teamkollege hat 81 Punkte Rückstand auf Kimi und hat den Titelkampf in Madrid in der Öffentlichkeit aufgegeben. Oder doch nicht?

Eins ist klar: Bei einem internen Duell wird es für Russell eine Stallorder geben, ausser die beiden Autos liegen nicht hintereinander. Zudem muss Russell wohl schon nächste Woche in Sepang eine Motorenstrafe in Kauf nehmen – wie Antonelli in Monza. Und Russell wird dann aus der letzten Reihe kaum gewinnen, wie Kimi daheim in Italien.

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