Corinna enthüllt in neuer Schumacher-Doku
«Meine Mutter war gegen die Beziehung mit Michael»

1994 markierte Michael Schumachers Aufstieg an die Spitze der Formel 1. Ehefrau Corinna erinnert sich in einer Netflix-Doku an jene Saison, die als eine der turbulentesten in die Geschichtsbücher einging.
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Das Jahr 1994: Michael und Corinna Schumacher steigen zum Nummer-1-Paar der Formel 1 auf.

Darum gehts

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  • Neue Netflix-Doku beleuchtet Michael und Corinna Schumachers Beziehung und Herausforderungen
  • Corinna enthüllt: Ihre Mutter war zunächst gegen die Beziehung mit Michael
  • 1994: Schumachers kontroverse erste Weltmeisterschaft, geprägt von Disqualifikationen und Kritik
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Christian MüllerRedaktor Sport

Sie waren das Formel-1-Traumpaar der 1990er-Jahre: Corinna und Michael Schumacher (beide 57). Doch fast wäre es nie so weit gekommen, wie Corinna in der neuen Netflix-Doku «Schumacher '94 – Die Geburt einer Legende» enthüllt.

«Meine Mutter war da voll dagegen», erinnert sie sich an die Anfänge ihrer Beziehung. «Michael war ja immer auf der Go-Kart-Strecke und hat eigentlich immer andere rausgeschubst. Meine Mutter hat immer gesagt: ‹Guck’ Dir den Schumacher an! Selber haben sie eine Go-Kart-Bahn zu Hause, da schmeissen sie jeden raus, der irgendwas falsch macht, und jetzt schmeisst der die Leute raus!› Meine Mutter hat dann gesagt: ‹Der Schumacher, der Schumacher.›»

Dabei waren Beziehungen zu Rennfahrern bei Corinna schon vorher ein Thema: Ende der 1980er-Jahre war sie mit dem späteren Sauber-Piloten Heinz-Harald Frentzen (59) zusammen.

«Michael hat im Bus geweint»

In der Doku, die ab dem 2. Oktober läuft und aus der die «Bild»-Zeitung vorab zitiert, kommt natürlich auch das schwarze Wochenende von Imola zur Sprache: An jenem 30. April verunfallte der Österreicher Roland Ratzenberger (1960–1994) tödlich, einen Tag später erwischte es im Rennen Ayrton Senna (1960–1994). «Da haben wir zum ersten Mal verstanden, dass es wirklich gefährlich wird», erinnert sich Corinna Schumacher.

Nach Ratzenbergers Crash in der Quali sei im Fahrerlager eine Absage des GP diskutiert worden. «Ich hätte mir gewünscht, dass sie nicht gefahren wären», erzählt Corinna Schumacher. «Michael hat auch gesagt, dass sie nicht fahren sollten. Aber wenn die Entscheidung ‹fahren› lautet, dann musst du fahren.»

Also fuhr Schumacher und gewann auch das dritte Rennen der Saison. Ein Sieg, über den er sich nicht richtig freuen konnte, wie Corinna sagt: «Er hat im Bus geweint und hat mir gesagt, dass er überlegt, ob er das nächste Rennen fahren will.»

Die Geburt von Schummel-Schumi

Schumachers erste Weltmeistersaison ging auch nach Imola turbulent weiter: Nach den Rennen in Silverstone und Spa wurde er disqualifiziert, in Italien und Portugal durfte er wegen einer Sperre (Missachten einer schwarzen Flagge) gar nicht starten.

So benötigte Schumacher trotz Überlegenheit seines Benettons im letzten Rennen in Adelaide einen Rempler gegen Rivale Damon Hill im Williams, um den Titel ins Trockene zu bringen. 1994 war deshalb auch das Geburtsjahr des Übernamens «Schummel-Schumi».

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