Antonelli hat Italien-Alternative, Pérez wird Mexiko untreu
Die Formel-1-Stars tippen den Fussball-Weltmeister

Auch im rasenden GP-Zirkus ist die kickende WM natürlich ein Thema. Nur vier Fahrer sind emotional nicht an die WM gebunden: Bottas (Finnland), Albon (Thailand), Leclerc (Monaco) und WM-Leader Antonelli (Italien).
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Auch die Formel 1 ist im Fussball-Fieber.
Foto: imago/HochZwei
Roger Benoit, Barcelona

Am meisten leidet der Mercedes-Superstar Antonelli nach fünf Siegen in Serie über die dritte aufeinanderfolgende Nichtteilnahme der Azzurri: «Ich werde trotzdem einige Spiele verfolgen – und drücke jetzt eben Argentinien die Daumen! Weil ich ein grosser Fan von Messi bin.» Wie der echte Gaucho aus Buenos Aires, Franco Colapinto von Alpine.

Mexikaner tippt auf Brasilien

Interessant, dass Pérez nicht an sein Heimatland Mexiko glaubt, sondern auf Brasilien tippt. Wie der Audi Pilot Bortoleto: «Ich bin zwar eher ein Tennisfan, aber ich muss wohl Brasilien sagen, sonst bringen sie mich daheim um!»

Sein Teamkollege Hülkenberg erlaubte sich einen Scherz: «Schweiz. Natürlich Unsinn, Deutschland packt es.» Leclerc, Ocon, Gasly und Hadjar sehen Frankreich als Weltmeister. Sainz und Alonso glauben an Spanien.

Verstappen: «Natürlich Holland»

Für Max Verstappen, glühender Fan des PSV Eindhoven (Meister mit 19 Punkten Vorsprung auf Feyenoord), ist klar: «Holland kann es diesmal packen!» Diese Hoffnung haben auch Russell, Bearman und Lindblad mit England.

Hamilton hat sich noch nicht entschieden: «England oder Brasilien!» Das Herz von Piastri schlägt natürlich für Australien. Erreichen die Aussies die Achtelfinals, gibt es für zehn Franken Einsatz immerhin 50 Franken zurück.

Weniger Elektro-Power

Vor dem ersten Barcelona-Training am Freitag um 13.30 Uhr (TV live in ORF 1) haben sich die Formel 1 und die Teams endlich geeinigt, nach den vielen aktuellen Notlösungen, das Motorenreglement für 2027 und 2028 zu ändern. Um vor allem die heftig umstrittene Qualifikation wieder zu einer Vollgas-Show zu machen.

So darf nächstes Jahr fünf Prozent mehr Benzin durchfliessen, 2028 sind es sogar 13 Prozent. Sollte es bei einigen Teams Probleme geben, könnten sogar die Rennen um einige Runden gekürzt werden! Das Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektromotor soll sich am Ende auf rund 60:40 verändern. Oder 571 PS gegen 408 PS im nächsten Jahr oder sogar 612:408 PS dann 2028. So rechnete unser Technik-Experte Christian Menath (motorsport-magazin.com) aus.

Alpine hofft weiter

Überraschung im Protest-Fall von Alpine gegen die zwei Fünf-Sekunden-Strafen in Monaco gegen Gasly. Die FIA liess die Beweise der Franzosen in einer ersten Anhörung zu – und wird nun den Fall in einem weiteren Verfahren abschliessen!

Sollte Alpine tatsächlich gewinnen (was für ausgeschlossen gilt), müssten die Monaco-Resultate umgeschrieben werden. Und Gasly würde vom siebten auf den dritten Platz vorrücken.

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