«Wir sind uns gewohnt, dass uns auch an den Weltmeisterschaften im Ausland viele Fans unterstützen, aber das hier, mit dem ganzen Stadion voll mit Schweizer Fans war verrückt – und nach dem ersten Tor ist es zur Explosion gekommen», sagt Christoph Bertschy mit einem breiten Grinsen.
Es ist ein traumhaftes Volksfest mit den 10'000 zumeist in Rot gekleideten Fans in der Swiss Life Arena. Zwar ist es nicht so, dass sie das Stadion über 60 Minuten in ein permanentes Tollhaus verwandeln, die Fangesänge breiten sich jeweils – je nach Ereignis – wellenartig aus. Einen ersten Siedepunkt – oder eben eine «Explosion», wie es Bertschy ausdrückt – erreicht die Stimmung bereits in der 3. Minute, als Pius Suter mit dem 1:0 den perfekten Abend lanciert und im weiten Rund eifrig zum Nati-Torsong «Richi» mitgesungen wird.
Applaus für Checks und Blocks
Die Fans in Zürich erweisen sich auch als fachkundig. Nicht nur die drei Tore werden bejubelt, sondern die kernigen Checks von Timo Meier, ein überragender Block von Nino Niederreiter und die herrlichen Paraden von Goalie Leonardo Genoni genauso abgefeiert.
Still ist es kurz, als den Amerikanern der Anschlusstreffer zum 1:2 gelingt. Es hört sich an, als hätte unten auf dem Eis gar nichts stattgefunden. Umso euphorischer wird dafür das 3:1 von Ken Jäger bejubelt – danach stehen alle, singen und johlen. Die Nati wird in den Schlussminuten mit Standing Ovations gefeiert.
«Ein Bubentraum ist in Erfüllung gegangen»
«Es war ein unglaubliches Gefühl, wirklich ein megacooler Auftakt. Ich hatte schon bei der Nationalhymne vor dem Spiel Gänsehaut. Das ganze Stadion in Rot zu sehen, ist einzigartig», zeigt sich Stürmer Simon Knak, der das 3:1 vorbereitet hatte, schwer beeindruckt. «Es ist super, einfach unglaublich geil, da aufs Eis zu laufen. Diese Stimmung pusht dich, gibt dir nochmals eine Extramotivation», schwärmt auch Verteidiger-Hüne Christian Marti, «die Anspannung war vor dem Spiel schon da, wir haben an dieser Heim-WM unsere Ziele und wollten unbedingt gut starten.»
Auch Pius Suter, der mit seinem 1:0 wesentlichen Anteil am gelungenen Abend hatte, ist begeistert: «Es war eine Hammer-Atmosphäre, davon lässt man sich tragen. Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Spiele.» Und Nino Niederreiter stellt einen Vergleich an: «Es war megalässig, fühlte sich ähnlich an wie mein erster NLA-Match mit Davos in Lugano. Es ist ein Bubentraum in Erfüllung gegangen. Das Schweizer Publikum ist unglaublich, es war megaschön.»
Auch cooler Genoni ist bewegt
Äusserlich ganz cool bleibt den ganzen Abend Genoni mit seiner abgebrühten Leistung im Tor. Aber innerlich bewegt dieser besondere Abend auch ihn: «Du bist bis in die Haarspitzen motiviert, läufst rein, das ganze Stadion ist in Rot, kurz später führst du mit 2:0 – besser kann man nicht starten. Es war unglaublich, das hat sich auf das ganze Stadion übertragen, die Zuschauer haben gut mitgemacht.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 1 | 2 | 3 | |
2 | Finnland | 1 | 2 | 3 | |
3 | USA | 1 | -2 | 0 | |
4 | Deutschland | 1 | -2 | 0 | |
5 | Lettland | 0 | 0 | 0 | |
6 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
7 | Ungarn | 0 | 0 | 0 | |
8 | Großbritannien | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Tschechische Republik | 1 | 3 | 3 | |
2 | Kanada | 1 | 2 | 3 | |
3 | Schweden | 1 | -2 | 0 | |
4 | Dänemark | 1 | -3 | 0 | |
5 | Slowakei | 0 | 0 | 0 | |
6 | Norwegen | 0 | 0 | 0 | |
7 | Slowenien | 0 | 0 | 0 | |
8 | Italien | 0 | 0 | 0 |

