WM-Held Jenni ist begeistert
«Was jetzt abgeht, ist nochmals eine andere Liga»

Als Spieler war Marcel Jenni der Hauptdarsteller beim 4. Rang an der Heim-WM 1998. Mittlerweile ist er Assistenztrainer der Nati und zieht einen Vergleich zur Vergangenheit.
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Marcel Jenni (l.) jubelt zusammen mit Gian-Marco Crameri an der Heim-WM 1998.
Foto: WALTER BIERI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marcel Jenni erinnert sich an die Heim-WM 1998 in Zürich und Basel
  • Sein Doppelpack gegen Frankreich verhinderte das Vorrunden-Aus der Nati
  • Jenni bestritt 196 Länderspiele, 10 WM- und 2 Olympia-Turniere
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Marcel AllemannReporter Eishockey

28 Jahre ist es mittlerweile her, seit die Nati an der Heim-WM in Zürich und Basel für Furore sorgte. «Es war eine komplett andere Geschichte. Dort war es zu Beginn harzig, doch nach dem Sieg gegen die Franzosen ging plötzlich die Post ab», erinnert sich Marcel Jenni (52).

Der damals 24-Jährige wendete mit seinem Doppelpack beim 5:1 gegen Frankreich das Vorrunden-Aus ab, danach spielte sich die Nati unter anderem mit einem 4:2-Triumph gegen Russland bis in die Halbfinals.

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«Es war ein Überraschungserfolg, emotional und hat Spass gemacht», so der ehemalige Stürmer. Erstmals sei es gelungen, eine Euphorie zu wecken, so dass sich die Leute von der Nati mitreissen liessen. «Ansonsten waren wir zu dieser Zeit international nicht sonderlich erfolgreich», sagt Jenni, der für die Schweiz 196 Länderspiele, zehn WM- und zwei Olympia-Turniere bestritten hat und die Nati als Kreativelement prägte.

2026 findet er es «noch viel schöner»

Das sei damals schon sehr speziell gewesen. «Aber was jetzt abgeht, ist nochmals eine andere Liga und sehr eindrücklich. Wenn das ganze Stadion nach dem Spiel ‹W.Nuss vo Bümpliz› singt, geht das auch bei mir tief rein.» Zudem sei die heutige Spielergeneration anders gepolt. «Wir wollten schon damals gewinnen, aber die jetzigen Nati-Spieler sind nochmals um einiges weiter. Die wissen, dass sie jeden schlagen können, und haben eine andere Selbstverständlichkeit. Allein schon wie sie die Spiele angehen – da hat sich einiges verändert.»

Auch für ihn selbst. Seit 2022 gehört Jenni dem Staff der A-Nati an, war dazu Headcoach der U18- und der U20-Nati. Auch in den kommenden zwei Jahren wird der Zürcher Jan Cadieux als Assistent zur Seite stehen, daneben ab der nächsten Saison aber zusätzlich auch Michael Liniger bei Kloten in derselben Funktion unterstützen. «Ich kann die Heim-WM heute viel bewusster geniessen als 1998. Damals war ich wie in einem Film, jetzt den Jungs beim Hockeyspielen zuzuschauen und zu sehen, wie erfolgreich sie das tun, ist noch viel schöner», so Jenni.

Jenni schwärmt von den Nati-Charakteren

Was ihn beeindruckt, ist das Innenleben der Nati. Auch in Verbindung mit den Turbulenzen im Vorfeld der WM rund um die Entlassung von Patrick Fischer. «Diese Mannschaft war schon immer eine Einheit und ist nochmals weiter zusammengerückt», sagt Jenni. «Man spürt, wie gut sie es untereinander haben, sie schauen aufeinander, schätzen und mögen sich. Das ist die Basis, um Erfolg haben zu können. Alle sind enorm fokussiert, aber geniessen es auch.»

WM-Kader und Spiele der Nati

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland, 20.20 Uhr

Viertelfinals: 28. Mai 16.20 Uhr und 20.20 Uhr in Freiburg und Zürich
Halbfinals: 30. Mai 14.20 Uhr und 18.20 Uhr in Zürich
Spiel um Platz 3: 31. Mai 15.20 Uhr in Zürich
Final: 31. Mai 20.20 Uhr in Zürich

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland, 20.20 Uhr

Viertelfinals: 28. Mai 16.20 Uhr und 20.20 Uhr in Freiburg und Zürich
Halbfinals: 30. Mai 14.20 Uhr und 18.20 Uhr in Zürich
Spiel um Platz 3: 31. Mai 15.20 Uhr in Zürich
Final: 31. Mai 20.20 Uhr in Zürich

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