Publikumsliebling Antonietti wird ein letztes Mal gefeiert
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Mit Töchterchen Serena (5):Publikumsliebling Antonietti wird ein letztes Mal gefeiert

Oltens Antonietti tritt ab
Diesen Bart wird man im Schweizer Hockey vermissen

Die Karriere von Eliot Antonietti ist mit dem Ausscheiden von Olten in den Playoff-Halbfinals gegen Sierre zu Ende gegangen. Somit wird man leider auch seinen Monsterbart nicht mehr auf Schweizer Eis sehen.
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Eliot Antonietti kostet seine letzten Momente auf dem Eis mit seiner fünfjährigen Tochter Serena aus.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Eliot Antonietti beendet nach dem Halbfinal-Aus mit Olten gegen Sierre seine Karriere
  • Die Sierre-Fans ehrten ihn trotz Rivalität mit Sprechchören und Ehrenhürde
  • 330 National-League-Spiele, 2 Spengler-Cup-Siege sind auf seinem Konto
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Matthias Davet

In seinen kühnsten Träumen hat sich Eliot Antonietti wohl vorgestellt, seinen Ruhestand auf die gleiche Weise wie sein Bruder Benjamin 2023 bei Servette zu beenden: mit einem Titel. Der HC Sierre entschied sich jedoch anders und zwang den Oltner Verteidiger im fünften Akt der Halbfinals in der Swiss League vorzeitig dazu, seine Schlittschuhe an den Nagel zu hängen. Die Solothurner verloren das Spiel trotz hartnäckigem Widerstand mit 1:2 nach Verlängerung und die Serie mit 1:4.

Rasiert, allerdings nur sportlich und natürlich nicht im Barbershop, wurde der 33-jährigen Verteidiger von Sierre-Stürmer Stéphane Patry. Der Zufall wollte es, dass die beiden auch schon zusammen Playoffs gespielt hatten. Im Jahr 2019 verteidigten beide unter einem gewissen Chris McSorley, mittlerweile der starke Mann bei Sierre, die Farben von Servette.

Sein Name wird sogar von den Sierre-Fans skandiert

Mit Eliot Antonietti tritt kein gewöhnlicher Eishockeypieler ab. Und das bekam dieser sogar auswärts in Sierre zu spüren: Nachdem sich Antonietti zunächst bei den Olten-Fans bedankt hatte, ging der Spieler mit dem grössten, längsten und bekanntesten Bart im Schweizer Eishockey umrahmt von seinem ganzen Team auf eine Ehrenhürde. Die Sierre-Spieler würdigten ihn, indem sie eine Gasse für ihn bildeten. Antoniettis Name wurde dabei auch von den Walliser Fans skandiert.

«Ich habe noch nicht realisiert, dass es vorbei ist», sagte der Waadtländer anschliessend. «Noch bin ich geschafft von diesem Spiel, aber am Montag wird es dann wahrscheinlich schon anders sein.» Dass er diese Respektbekundungen des Gegners bekam und am Ende von allen gefeiert wurde, berührte in sichtlich.

Mit Tochter Serena letzte Momente ausgekostet

Der Mann, der für Genf, Rappi, Lugano und Langnau 330 National-League-Spiele bestritten hat und mit Servette auch zweimal den Spengler Cup gewinnen konnte (2014, 2015), kostete diese letzten Momente auf dem Eis mit seiner Tochter Serena (5) aus. «Das war sehr emotional. Ich werde aus all den Jahren mitnehmen, dass das Eishockey trotz der grossen Rivalität auf dem Eis eine grosse Familie ist», betonte der Neo-Rentner. «Ich habe immer mein Bestes gegeben, ohne zu betrügen – und dafür habe ich jetzt etwas zurückerhalten.» Egal, ob jemand Olten, Sierre, Servette oder ein anderes Team unterstützt: Alle werden sich einig sein, dass der bekannteste Bart dem Schweizer Eishockey fehlen wird.

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