«Man erreicht den Final nicht durch Glück»
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Neuer SCB-Trainer Serge Aubin:«Man erreicht den Final nicht durch Glück»

SCB-Hoffnungstrainer Aubin ist da
«Durch die Entlassung beim ZSC habe ich viel gelernt»

Fünf Meistertitel in Deutschland, einer in Österreich: Erfolgstrainer Serge Aubin sagt, wie er auch den SC Bern wieder auf Kurs bringen will – und spricht über sein missglücktes Abenteuer bei den ZSC Lions.
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Serge Aubin in der Postfinance-Arena, seinem neuen Reich.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Serge Aubin wird ab Sommer 2026 neuer Trainer des SC Bern
  • Mit Berlin gewann er 15 Playoff-Serien in Folge
  • Der SCB verbrauchte seit 2019 acht Trainer – Aubins Vertrag läuft drei Jahre
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Er bringt einen Erfolgsausweis mit sich, der seinesgleichen sucht, darf sich sechsfacher Meistertrainer nennen. Die Eisbären Berlin führte der ehemalige Servette- und Fribourg-Stürmer während seiner siebenjährigen Schaffenszeit zu fünf Titeln in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Zuvor war Serge Aubin (51) mit den Vienna Capitals auch in Österreich Meister geworden.

Auf der Suche nach einem neuen Trainer und mit der Hoffnung auf bessere Zeiten war für den SC Bern nach dem Jahreswechsel rasch klar – das ist der Mann, den wir haben wollen. «Serge soll ein Fundament schaffen, das uns wieder an die Spitze bringt», sagt Sportdirektor Martin Plüss (49). Mit einer Kombination, welche seine Arbeitsweise in Berlin neben den Pokalen für die SCB-Verantwortlichen auszeichnete: eine Leistungskultur schaffen und die Jungen weiterentwickeln.

«Ich freue mich auf diese Herausforderung und darauf, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Die Zeit war reif dafür. Für den SCB arbeiten zu können, ist eine grosse Chance für mich», sagt Aubin. Seit einer Woche weilt er in Bern, um alle kennenzulernen und erste Meetings mit den Spielern abzuhalten, ehe er am Freitag für den Sommer in seine Heimat Kanada zurückkehrt und Ende Juli die tägliche Arbeit in der Bundesstadt aufnehmen wird. Er spricht davon, dass er die Mannschaft, die letzte Saison die Playoffs verpasst hat, auf das nächste Level bringen möchte.

Die unschönen Schweizer Erfahrungen

Zwischen den beiden Stationen in Österreich und Deutschland machte Aubin allerdings eine unschöne Erfahrung in der Schweiz. Bei den ZSC Lions wurde er in der Saison 2018/19 nach nur vier Monaten entlassen. Die Klubführung erlag damals der Versuchung, Trainerlegende Arno Del Curto zu holen. Sie endete für den ZSC im Playout-Desaster.

Für Aubin ist das Geschichte: «Es ist damals nicht so gelaufen, wie ich das wollte. Aber ich habe daraus viel gelernt», sagt er. «In Berlin hat sich anschliessend eine neue Tür für mich aufgetan.» Aubin ist überzeugt: «Ich bin in den letzten sieben Jahren zu einem besseren Coach geworden.» Gegenüber den ZSC Lions hegt er keinen Groll: «Solche Dinge gehören zum Hockey.»

Bei den Eisbären Berlin hat Aubin alle Playoff-Serien gewonnen. 15 am Stück – was für eine Bilanz! Zum Erfolgsgeheimnis sagt Aubin: «Es war ein Prozess, den wir vom ersten Tag an eingeleitet haben, damit wir in diesen Momenten bereit sind. Es geht darum, täglich die beste Version von sich selbst zu sein und sich ständig weiterzuentwickeln.»

«Einige konnten meinen Entscheid nicht verstehen»

In Deutschland ist er aus einem noch zwei Jahre weiterlaufenden Vertrag ausgestiegen. Aubin ist dankbar, dass ihn die Eisbären zum SCB ziehen liessen. Er sagt, wie schwierig und emotional es war, den Leuten im Moment des neuerlichen Meister-Triumphs vor einem Monat den Wechsel mitzuteilen: «Einige konnten meinen Entscheid nicht verstehen.»

«Aubin ist der Richtige für den SCB!»
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Meister-Trainer für die Berner:«Aubin ist der Richtige für den SCB!»

In Berlin lieferte er 2022/2023 eine desaströse Saison ab, als das Team die Playoffs verpasste, ohne dass es Konsequenzen für ihn hatte. In der Schweiz ist man da erfahrungsgemäss weniger geduldig – und in Bern sowieso. Während Aubins sieben Jahren bei den Eisbären hat der SCB nicht weniger als acht Trainer verbraucht.

Macht ihm das keine Angst? «Nein, ich weiss, was zu tun ist. Als Martin Plüss und ich uns austauschten, stimmten unsere Gedanken überein. Das gab mir das Gefühl, in Bern eine grossartige Möglichkeit zu haben. Was in der Vergangenheit geschehen ist, ist Vergangenheit. Ich sehe es als einen Neuanfang – für mich und das Team.» Mit einem Schmunzeln fügt Aubin an: «Ich habe einfach einen Bären gegen einen anderen Bären getauscht.»

Aubin mit Playoff-Zielsetzung

Und wie will er den SCB zum Erfolg führen? «Ich will ein aggressives, aber auch cleveres und schnelles Hockey. Der Gegner soll weder Raum noch Zeit bekommen», sagt er. Dass Aubin den SCB sogleich wie Berlin zum Titel führt, erwartet man in Bern nicht, aber er soll ihn im Lauf der nächsten drei Jahre (so lange läuft sein Vertrag) wieder zu einem Titelkandidaten formen.

Sein erstes Ziel lautet: «Die Playoffs erreichen.» Und dort würde sich dann die spannende Frage stellen, ob es Aubin gelingt, seine persönlich 16. Playoff-Serie in Folge zu gewinnen. Für den SCB wäre es die erste seit dem letzten Titelgewinn 2019.

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