Ambri erinnert an Legende
Fribourg-Stürmer verletzt sich bei Schiri-Crash – ZSC vor Rekord

Fribourg und Servette haben sich auf dem Sofa für die K.o.-Phase der Champions League qualifiziert. Ambri feiert eine Legende und einen, der zehn Jahre die Knochen für den Klub hinhielt. Hier kommt das Liga-Inside.
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Dorthe nach Schiri-Crash out

Im Champions-Hockey-League-Spiel gegen Nitra (6:1) prallte Fribourg-Stürmer Jan Dorthe (20) nach einem Duell mit Verteidiger Martin Vitalos mit dem Schweizer Linesman Baptiste Humair zusammen. Der Mann mit der Nummer 96 konnte danach nicht mehr weiterspielen. Er verpasste deshalb auch das Spiel vom Donnerstag gegen Ajoie. Humair konnte nach einigen Minuten Behandlung wieder eingreifen. Dorthe hat diese Saison schon drei NL-Tore erzielt. Auch Danielius Cecekovas (20) verletzte sich gegen die Slowaken. In der National League kam der litauische Stürmer bisher noch nicht zu Eiszeit.

Jan Dorthe crashte beim Champions-League-Spiel gegen Nitra mit einer Linesperson zusammen.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

ZSC auf Rekordjagd

Die ZSC Lions jagen am Wochenende den bislang von Davos aus dem Vorjahr und Servette aus dem Jahr 2022 gehaltenen Rekord von neun Siegen zum Saisonstart. Bei einem weiteren Erfolg am Freitag in Lugano ziehen die Zürcher gleich. Doch ist das wirklich erstrebenswert? Weder Davos noch Servette wurden anschliessend Meister. Daher wäre es für den souveränen Leader grundsätzlich sinnvoller, nach Lugano am Samstag auch noch Meister Fribourg zu bezwingen und eine alleinige, noch nicht mit schlechten Omen befleckte Serie zu starten. Bei den Spielern war dieser Rekord – zumindest bis zuletzt – kein Thema: Nati-Verteidiger Christian Marti wusste nichts davon, bevor ihn Mysports im Interview darauf ansprach.

Gedenken an Peter Jaks

Diese Woche jährt sich der 15. Todestag von Hockey-Legende Peter Jaks, der unter tragischen Umständen im Alter von 45 Jahren in Italien freiwillig aus dem Leben schied. Die Fans von Ambri haben ihren einstigen Stürmerstar nicht vergessen, in einem emotionalen Post schreibt die Fangruppierung «Ambrì, una parola mille emozioni» auf Instagram: «15 Jahre ohne Peter Jaks.15 Jahre voller Erinnerungen, Emotionen und einer Lücke, die die Zeit nicht geschlossen hat. Sein Name, sein Lächeln und seine Leidenschaft für das Eishockey leben in den Herzen derer weiter, die ihn kannten und liebten. Für immer bei uns.»

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SCB-Lehmann angeschlagen

Stürmer Marco Lehmann stösst am Donnerstag wegen einer Oberkörperverletzung erst zum Team, als das ordentliche Training schon zu Ende ist. Er trägt auch ein rotes Trikot, um zu signalisieren, dass er nicht bereit zum Körperkontakt ist. Dafür ist der neue Verteidiger Nic Balestra (21), der nun schon vor der nächsten Saison vom EVZ zum SCB gestossen ist, bereits dabei und erhält nach dem Training Instruktionen von Trainer Serge Aubin an der Taktiktafel.

Der angeschlagene Marco Lehmann konnte am Donnerstag nicht am ordentlichen SCB-Training teilnehmen.
Foto: Alessandro della Valle

Das Warten beim EVZ auf drei Stürmer

Noch immer muss Zug auf mehrere Langzeit-Verletzte verzichten. Beim Blocken eines Schusses im Spiel gegen die Lakers verletzte sich Neuzuzug Chris Egli am Oberkörper, sein Ausfall wird wöchentlich neu beurteilt. Ebenso jener von Mike Künzle (Unterkörper). Ein Jahr nach seiner zugezogenen Knie-Verletzung steht Lino Martschini kurz vor dem Comeback. Für die angepeilte Rückkehr am letzten Wochenende hat es noch nicht gereicht, auch diesen Sonntag in Kloten dürfte er noch fehlen.

Chris Egli ist noch spielbereit, nachdem er gegen die Lakers einen Schuss blockte.
Foto: Pius Koller

Dolce Vita mit Weber und Malgin

Es ist ein Hingucker in der Swiss Life Arena. Die beiden ZSC-Stars Yannick Weber und Denis Malgin sind neu im italienischen Dolce-Vita-Look an der Wand verewigt. Im edlen Dreiteiler mit Krawatte und Einstecktuch, dazu ein italienisches Dorf im Hintergrund und auch die klassische Vespa auf der Seite fehlt nicht. Südländische Nostalgie pur – so hat man Weber und Malgin definitiv noch nie gesehen. Der Hintergrund: Die Apéro-Ecke Bellevue mit bester Sicht aufs Eis wurde auf diese Saison in den Moretti-Corner, der gleichnamigen Biermarke, umgewandelt.

Die ZSC-Stars Yannick Weber (links) und Denis Malgin im Dolce-Vita-Look.
Foto: Marcel Allemann

Youngster im Vormarsch

In der Champions Hockey League kamen diese Woche bei den mit Verletzten arg gebeutelten drei Schweizer Vertreter Davos, Servette und Fribourg drei junge Spieler zu ihrem Pflichtspiel-Debüt, die in der National League noch nie dabei waren. Beim HCD debütierte Verteidiger Noah Grünenfelder (20) bei der 2:3-Niederlage bei Rögle mit 5:07 Minuten Eiszeit. Bei Servette kam Stürmer Alexandre Pugin (20) zu seiner Feuertaufe und erhielt bei der 0:4-Niederlage gegen Växjö während 5:09 Minuten das Vertrauen. Im Team von Gottéron durfte Verteidiger Levi Siffert (19) beim 6:1-Erfolg gegen Nitra während 1:53 Minuten reinschnuppern.

Fribourg und Servette in der K.o.-Phase

Apropos Champions League. Die Resultate vom Mittwoch sorgten dafür, dass sich Servette und Fribourg, sozusagen auf dem Sofa, bereits für die K.o.-Phase qualifiziert haben. Auch Davos ist vor dem letzten Spiel am nächsten Dienstag daheim gegen Liberec mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz 17 auf Achtelfinal-Kurs.

Fribourg-Torschütze Maximilian Streule lässt sich beim Sieg gegen Nitra von seinen Teamkollegen feiern.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

SCL Tigers legen noch nicht nach

Das wahrscheinliche Saisonende wegen einer Ellbogen-Verletzung von Oskars Lapinskis ist für die vorzüglich in die Saison gestarteten SCL Tigers bitter. Fürs Wochenende planen sie mit den noch vorhandenen zwölf Stürmern und noch nicht damit, einen ihrer Leihspieler Niclas Rentsch oder Mike Aeschlimann oder den bereits zuvor eingesetzten Robin Ramsauer zurückzuholen, wie Sportchef Pascal Müller gegenüber Blick erklärt.

Tigers-Sportchef Pascal Müller reagiert noch nicht auf den Ausfall von Oskars Lapinskis.
Foto: keystone-sda.ch

Würdiger Abschied für Kostner

10 Jahre hielt Diego Kostner (34) die Knochen für Ambri hin. Letzte Woche wechselte der italienische Nationalspieler mit Schweizer Lizenz durch die Hintertür zum neuen Klub Milano HC, die zweite Filiale von Sierre-Zampano Chris McSorley, und erzielte beim Debüt gegen Salzburg (2:5) gleich einen Treffer. Nun wird der Südtiroler, der 432 NL-Spiele für Ambri bestritt, am Samstag beim Heimspiel gegen den SCB noch würdig verabschiedet.

Diego Kostner hat Ambri nach zehn Jahren verlassen.
Foto: Pius Koller
National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
8
16
23
2
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
10
3
18
3
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
10
10
17
4
SCL Tigers
SCL Tigers
9
5
15
5
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
9
-5
14
6
HC Ajoie
HC Ajoie
10
-4
14
7
HC Davos
HC Davos
9
0
13
8
Lausanne HC
Lausanne HC
10
-7
12
9
HC Lugano
HC Lugano
8
3
11
10
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
9
-8
11
11
EV Zug
EV Zug
6
8
10
12
EHC Biel
EHC Biel
8
-1
10
13
SC Bern
SC Bern
7
-2
9
14
EHC Kloten
EHC Kloten
9
-18
6
Playoffs
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