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Ajoie-Fey nach Ambri-Schlappe:«Bin erstaunt, dass die Leute noch kommen»

Hunde, Katzen, Kast
Ajoie zittert vor McSorley – schon jetzt

Siders hat La Chaux-de-Fonds im Griff, mit der Liga-Quali wird es wohl wieder nix. Aber Chris McSorley macht im Wallis gerade mächtig Wirbel – man darf sich auf 2027 freuen.
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Daumen hoch: Chris McSorley hat im Wallis Grosses vor.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

  • Chris McSorley will den HC Siders in der National League etablieren
  • 37-jähriger Timothy Kast als Verteidiger eingesetzt, McSorley nennt Versuch «albern»
  • Siders kämpft in maroder Halle, neue Liga-Qualifikation für 2027 geplant
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Man sollte nie versuchen, eine Katze zum Bellen oder einen Hund zum Miauen zu bringen, hat mal jemand gesagt. Dieser Jemand ist Chris McSorley, der ehemalige Servette-Tausendsassa und aktuelle Tausendsassa beim HC Siders. Der Mann will im Wallis einen National-League-Standort aus dem Boden wachsen lassen und meint es ernst damit.

Was das mit Hunden und Katzen zu tun hat? McSorley hat in dieser Saison Timothy Kast aus dem Profi-Ruhestand geholt, einen inzwischen 37-jährigen gelernten Stürmer, den er als spielgestaltenden Verteidiger einsetzen wollte. Das sei ein alberner Versuch gewesen, gibt McSorley in einem Gespräch letzte Woche zu. Gelernte Stürmer müsse man möglichst weit vom eigenen Tor fernhalten – oder halt nicht versuchen, eine Katze zum Bellen zu bringen, und so weiter, sagt McSorley.

Aufstieg mit Servette im ersten Anlauf

Die Frage, ob es nicht gescheiter sei, La Chaux-de-Fonds die Swiss League gewinnen zu lassen, beantwortet der Kanadier mit Schweigen. Und stellt dann die Frage, ob ich mich nicht erinnern könne, wie er damals mit Servette den Aufstieg zum richtigen Zeitpunkt (im ersten Anlauf) orchestriert habe. Jetzt gerade marschiert Siders durch die Playoffs wie frischer Mais durch eine Gans.

Jaja, sage ich, damals hätte es aber auch keine erschwerten Regeln für diesen Aufstieg gegeben, ausserdem habe die Anschutz-Gruppe eine NLB-Mannschaft finanziert, die gut und gerne auch schon in der NLA hätte mitspielen können. Alles nicht mehr möglich. Siders kann jetzt die Swiss League gewinnen, dann wird die Liga-Qualifikation wieder mal abgeblasen und Ajoie kommt erneut ungeschoren davon.

Graben-Halle war schon vor 40 Jahren ein Skandal

McSorley muss erstmal die Graben-Halle (eine marode Wellblech-Konstruktion, die schon vor 40 Jahren ein Skandal war) so frisieren, dass die National League ein Auge zudrückt. Nächste Saison kann Siders dann mit einer Aufstiegslizenz im Gepäck die National League anpeilen.

McSorley wird wohl auch dann hinter der Spielerbank stehen und man darf sich schon jetzt darauf verlassen, dass im Frühling 2027 ganz bestimmt eine Liga-Qualifikation gespielt wird. Ajoie gegen Siders, Hund gegen Katzen, mal schauen, wer dann am lautesten bellt.

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
15
29
39
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
15
3
27
3
SC Bern
SC Bern
14
6
25
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
15
14
24
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
16
-9
24
6
Lausanne HC
Lausanne HC
17
-1
24
7
SCL Tigers
SCL Tigers
16
3
23
8
HC Ajoie
HC Ajoie
16
-2
22
9
HC Davos
HC Davos
16
-8
21
10
EV Zug
EV Zug
10
9
19
11
HC Lugano
HC Lugano
15
-4
19
12
EHC Biel
EHC Biel
15
-3
19
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
16
-15
17
14
EHC Kloten
EHC Kloten
16
-22
15
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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