Fabio Wagner schockiert mit Brutalo-Check
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Für 14 Spiele gesperrt:Fabio Wagner schockiert mit Brutalo-Check

Bis zum Saisonende
DEB-Profi kassiert Monster-Strafe nach Brutalo-Check

Brutaler Check im Playoff-Viertelfinal: Münchens Fabio Wagner streckt Ingolstadts Edwin Tropmann nieder, der ins Spital eingeliefert wird. Die DEL verhängt eine Rekordsperre von 14 Spielen gegen den reumütigen Täter.
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Der Sieg des ERC Ingolstadt gerät im vierten Playoff-Viertelfinal in den Hintergrund.
Foto: IMAGO/Fotostand
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Andri BäggliRedaktion Sport

Nur noch knapp 100 Sekunden waren in der vierten Partie des Playoff-Viertelfinals zwischen Red Bull München und dem ERC Ingolstadt zu spielen. Das Spiel? Längst entschieden – 7:2 führten die Ingolstädter zu diesem Zeitpunkt bereits. Viel mehr sorgte ein Horror-Check von Münchens Verteidiger Fabio Wagner für Schlagzeilen.

An der gegnerischen blauen Linie trifft der DEB-Profi den Ingolstädter Edwin Tropmann in vollem Tempo am Kopf. Der ERC-Verteidiger ging zuckend zu Boden und wurde dabei bewusstlos. Minutenlang musste der 20-Jährige auf dem Eis behandelt werden, ehe er im Krankenwagen abtransportiert wurde.

Als Reaktion auf Wagners Horror-Check gab es eine grosse Prügelei – an Eishockey konnte dabei nicht mehr gedacht werden und die Schiedsrichter liessen die verbleibenden Sekunden auslaufen. Einen Tag nach der unnötigen Aktion gibt die Deutsche Eishockey Liga (DEL) das Strafmass bekannt. Wagner wird für 14 Spiele aus dem Verkehr gezogen. Auch wenn aus Münchner Sicht theoretisch noch 16 Spiele in dieser Saison gespielt werden könnten, kehrt der Verteidiger in dieser Spielzeit nicht mehr aufs Eis zurück. Denn die Sperre läuft bis mindestens zum 8. Mai. Zudem gibt es eine Geldstrafe, die Summe ist aber nicht bekannt.

Reumütiger Täter

Es ist eine Rekordsperre für ein Foul in der DEL. Einzig Frankurts Martin Reichel kassierte eine noch höhere Sperre – er griff bei seinem Vergehen aber einen Schiedsrichter an. Wagner selbst zeigt sich reumütig. In einem Video auf Instagram sagte er, dass des ihm «aufrichtig leid» tue, es sein «ein Fehler von mir» gewesen und dass er die volle Verantwortung für mein Handeln übernehme. Zudem richtete er Genesungswünsche an Tropmann.

Laut dem ERC erlitt Tropmann eine Kopf- und Nackenverletzung und bleibe für weitere Untersuchungen im Spital. Wie lange er ausfällt, ist nicht bekannt. Noch aus dem Spitalbett meldete sich Tropmann und bedankte sich für die «vielen lieben Genesungswünsche».

Partie eskalierte zuvor

Doch bereits vor Wagners üblem Check ist das Spiel bereits aus dem Ruder gelaufen. So wird auch Münchens Jeremy McKenna für einen Check gegen den Kopf- und Nackenbereich für zwei Spiele gesperrt. Immer wieder ist es während des Spiels ruppig zu und her gegangen. Viele Schlägereien und Fouls prägten die Partie. Ganze 155 Strafminuten wurden ausgesprochen – deren 125 an die Adresse der Münchner.

Bereits heute Donnerstagabend treffen die beiden Teams schon wieder aufeinander. Ob es wieder eskaliert, wird sich zeigen. In der Serie steht es aktuell 2:2 – jedoch haben die Münchner dieses Mal ein Heimspiel.

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