BERN - ZSC
4:06
SC Bern – ZSC Lions 1:4:Von Burg packt gegen Andrighetto Monsterparade aus

ZSC immer noch zu stark
Das fehlt dem SCB noch, um ein Titelkandidat zu sein

Der SC Bern gewann sechs der letzten sieben Spiele. Dann kam der Liga-Dominator aus Zürich und hielt dem Team von Serge Aubin den Spiegel vor.
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Darum gehts

  • Nach sechs Siegen ist der SCB als Sechster auf Kurs
  • Aubin gibt Struktur, doch ZSC zeigte Berns Grenzen auf
  • Torproblem gelöst; Topcenter und sicherer Skorer fehlen
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Wo steht der SCB nach fast einem Drittel der Quali? Mit Rang 6 sind die Berner derzeit auf Kurs, das primäre Saisonziel, die Playoff-Qualifikation, zu erreichen. Doch nach zuletzt sechs Siegen in sieben Partien zeigte ihnen der nahezu unschlagbare Tabellenführer ZSC Lions ihre Grenzen auf. Was fehlt noch, um ein Titelkandidat zu sein?

Trainer

Serge Aubin (51) hat dem Team bereits in den ersten Monaten seine Handschrift verpasst. Die Balance zwischen bissigem Forechecking und Absicherung stimmt. Trotz weit aktiverer Spielweise laufen die Berner inzwischen kaum mehr in Konter. Aubin ist ein Top-Trainer, was sein Palmarès (einmal mit Wien, fünfmal mit Berlin Meister) unterstreicht. Unter dem Kanadier zeigt die Mannschaft mehr Temperament und Mut, auch wenn dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist.

Trainer Serge Aubin hat dem SCB bereits seine Handschrift verpasst.
Foto: Pius Koller

Goalies

Seit 2019 und dem Genoni-Abgang hatte der SCB ein Goalie-Problem. Das ist nun gelöst. Im Sommer holte man mit Connor Hughes (30) eine neue Nummer 1 im Tausch gegen Verteidiger Loeffel aus Lausanne. Und unter Aubin hat man auch endlich den Mut, Christof von Burg (25) spielen zu lassen. Beide halten stark, und von Burg entwickelt sich mit Paraden wie jener gegen Andrighetto zügig zum Publikumsliebling. So stellt sich zwar die Frage, wer im Tor steht. Da beide im Gegensatz zu Vorgänger Reideborn den Schweizer Pass haben, hat dies auf die Aufstellung auf dem Feld aber keinen Einfluss.

Abwehr

Mit der Verpflichtung des aktuellen Topskorers Ian Mitchell und Rodwin Dionicio, die neuerdings ein hochinteressantes Spektakel-Paar bilden, sowie Davyd Barandun und Nic Balestra wurde die Verteidigung aufgefrischt. Vergleicht man das Personal mit jenem der ZSC Lions, ist die Differenz aber immer noch erheblich. Dass Anton Lindholm noch keinen Skorerpunkt verbucht hat, ist nicht das Problem. Dass der Schwede aber mehr Fehler als in der Vergangenheit produziert, hingegen schon. Wie jener von Samuel Kreis, Louis Füllemann und Simon Kindschi läuft sein Vertrag Ende Saison aus. Eine Chance für ein Upgrade.

Der kreative neue Verteidiger Rodwin Dionicio kurbelt das Offensivspiel an.
Foto: Pius Koller

Sturm

Es lässt sich auch mit Advanced Stats nicht wegdiskutieren: Dem SCB fehlt ein Center Nummer 1 von Format. Miro Aaltonen genügt den Ansprüchen nicht annähernd. Seit nun acht Spielen hat der 33-Jährige keinen Punkt mehr gebucht. Er steht mit einem Tor und vier Assists da, nachdem er schon letzte Saison nur auf fünf Treffer gekommen war. Beim ZSC haben diese Saison 17 Spieler mehr Tore als er erzielt … Die letzten Meister hatten alle einen Top-Center: Fribourg Wallmark, die Lions Malgin, Servette Filppula oder Zug Kovar.

Dem SCB fehlt ein offensiver Leader und Skorer, der verlässlich produziert. Die Flügel Emil Bemström (Sd) und Sonny Milano (USA) liefern ebenfalls noch zu wenig, auch wenn sie keine hoffnungslosen Fälle sind. Da kann es dann auch nicht erstaunen, dass der SCB nach Davos die zweitschlechteste Abschlussquote (8,56 %) der Liga hat. Im Gegensatz zu den Lions hat der SCB auch keine Schweizer wie Malgin, Andrighetto oder Knak, hinter denen die Ausländer herreiten können. Immerhin ist Rodrigo Abols (6 Tore) eine überzeugende Besetzung im Zentrum der wuchtigen zweiten Linie mit Captain Waltteri Merelä.

Zu harmlos: die SCB-Ausländer Miro Aaltonen (links) und Emil Bemström (im Kampf mit Ambri-Verteidiger Luc Bachmann).
Foto: Marusca Rezzonico/freshfocus
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National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
16
32
42
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
16
4
29
3
SCL Tigers
SCL Tigers
18
11
29
4
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
17
14
27
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
17
-8
26
6
SC Bern
SC Bern
15
3
25
7
Lausanne HC
Lausanne HC
18
-7
24
8
EV Zug
EV Zug
11
14
22
9
HC Ajoie
HC Ajoie
17
-5
22
10
HC Davos
HC Davos
17
-10
21
11
EHC Biel
EHC Biel
16
-4
20
12
HC Lugano
HC Lugano
16
-9
19
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
17
-16
18
14
EHC Kloten
EHC Kloten
17
-19
18
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