Geduld zahlt sich aus
Die wundersame Auferstehung von Roman Josis Predators

Wieder eine miese Saison? Die Lage schien hoffnungslos. Doch Nashville ist plötzlich wieder im Rennen – seit der Captain wieder an Bord ist.
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Plötzlich läuft es den Nashville Predators: Starstürmer Steven Stamkos (links) feiert sein 600. NHL-Tor mit Captain Roman Josi.
Foto: AP

Darum gehts

  • Roman Josi kehrt nach Handbruch zurück, Predators verbessern sich deutlich seit November
  • General Manager Trotz vertraut trotz Fehlstart weiter den Coaches und Spielern
  • In 29 Spielen erzielte Josi 18 Punkte, spielt über 23 Minuten
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Als Roman Josi am 22. November nach einem Handbruch, der ihn zu einer Pause von einem Monat gezwungen hatte, sein Comeback gab, waren die Nashville Predators das zweitschlechteste Team der ganzen Liga und hatten bereits acht Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz.

Seit der Captain wieder an Bord ist, ging es steil aufwärts mit den Predators. Sie gewannen 13 von 21 Spielen und kehrten aus einer nahezu hoffnungslosen Lage ins Playoff-Rennen zurück. Nach den Spielen vom Wochenende betrug der Abstand zu einem Wild-Card-Rang nur noch einen Punkt.

Im Alter von 35 Jahren trägt Josi das Team zwar nicht mehr alleine auf den Schultern wie noch vor einigen Jahren, als er mit einem Punkt pro Spiel die Offensive ankurbelte. In dieser Saison hat er in 29 Spielen 18 Punkte produziert. Doch als Leader und Inspiration ist der beliebte Berner unverzichtbar und stemmt mit über 23 Minuten am meisten Eiszeit pro Spiel.

GM Trotz behielt trotz Fehlstart die Nerven

Eine Aufholjagd hat bei den Predators Tradition. Schon mehrfach haben sie sich dank einer Steigerung noch in die Playoff-Plätze gekämpft. Selbst 2017, als sie sich danach bis in den Stanley-Cup-Final gegen Pittsburgh spielten, qualifizierten sie sich noch auf den letzten Drücker für die K.o.-Runden. Letzte Saison, als Josi wegen der Herzkrankheit POTS (Posturales Tachykardiesyndrom) ausfiel, blieb das Aufbäumen allerdings aus.

Dieser Josi-Distanzschuss lässt sich sehen
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Viertes Saisontor des Berners:Dieser Josi-Distanzschuss lässt sich sehen

Nach dem schlechten Start rechnete man in Nashville schon damit, dass es Trainer Andrew Brunette an den Kragen geht oder Routiniers – Josi kann aufgrund einer Vertragsklausel nur mit seiner Einwilligung transferiert werden – gegen Draftpicks oder Talente eingetauscht werden. Doch General Manager Barry Trotz (63) behielt die Nerven. «Manchmal schauen die Leute nur auf die Resultate und nicht auf die Entwicklung», sagte Trotz «The Athletic». «Glücklicherweise kann ich sehen, wie die Coaches mit den Spielern arbeiten und wie die Spieler auf die Coaches reagieren. Ich hatte den Eindruck, dass das Team die Coaches nicht aufgab und immer näher zusammenrückte.» Zudem sagte der Kanadier, der 2018 Washington zum Titel gecoacht hatte, dass er als ehemaliger Trainer wohl mehr Geduld als andere GMs habe.

Nichtsdestotrotz dürfte er bis zur Trade-Deadline noch Veränderungen im Kader vornehmen. Bei den Predators werden nicht weniger als sechs Spieler Unrestricted Free Agents und könnten Ende Saison die Franchise ohne Gegenwert verlassen. Das können sich die Predators, die sich im Umbruch befinden, eigentlich nicht leisten.

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Preds gewinnen bei Meister:Josi bereitet Overtime-Siegtor mit schmuckem Pass vor
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