Neues Puff um Torsong
Eishockey-Nati jubelt mit Übergangslösung

Der Torsong der Nati beschäftigt den Schweizer Verband weiterhin. Ungarns Verband unterhält derweil aktuell zwei Teams. Und Sven Andrighetto ist neuerdings ein Popcorn-Stürmer. Das aktuelle Heim-WM-Inside.
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Sven Senteler bejubelt das Tor von Dario Meyer (l.) zu den Klängen der Stubete Gäng mit «Göschene Airolo».
Foto: Zamir Loshi/freshfocus
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Marcel AllemannReporter Eishockey

«Göschenen Airolo» als temporärer Torsong

Die Nati hat ein permanentes Torsong-Problem. Nach dem entstandenen Zoff um «Richi», dem bewährten Torsong der Stubete Gäng, hat man sich von diesem in der Originalversion getrennt. Die kritische Stelle «Richi, ich ha gseit du sellsch di hebe» wurde in einem Remix von DJ Gucci Brösmeli mit der Stimme von Patrick Fischer und seinen Worten «Schwiiz, ich ha gseit du sellsch di hebe» neu eingespielt. Doch nach der Entlassung von Fischer als Nati-Trainer kann dieser schlecht noch verwendet werden. In den Testspielen gegen Ungarn wurde «Göschene Airolo» von der Stubete Gäng bei Schweizer Toren abgespielt. Als vorläufige Lösung. Ob diese Nummer auch der WM-Torsong sein wird, ist noch offen. Der Verband will sich der Thematik in den nächsten Tagen erneut annehmen.

Ungarn doppelt unterwegs

Wer am Freitagabend einen Blick auf die gängigen Hockey-Tickerportale warf, rieb sich verwundert die Augen. Während die Schweiz in Biel auf Ungarn traf, spielte Ungarn fast zeitgleich in Györ auch noch gegen Japan. Des Rätsels Lösung: Der WM-Gruppengegner der Nati ist derzeit mit einem A- und B-Team unterwegs und die besten Spieler aus dem B-Team können sich – je nach Konstellation – ebenfalls noch für ein WM-Ticket aufdrängen. Zu feiern gab es für die Magyaren jedoch in beiden Spielen nichts. Während das A-Team gegen die Schweiz mit 1:6 unterlag, gab es für die B-Auswahl gegen Japan eine 3:4-Niederlage.

WM-Kader und Spiele der Nati

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland 4:2
28. Mai: Viertelfinal, Schweiz – Schweden 3:1
30. Mai: Halbfinal, Schweiz – Norwegen 6:0
31. Mai: Final, Schweiz – Finnland 20.20 Uhr

Das Aufgebot für die Heim-WM
Goalies: Sandro Aeschlimann (Davos), Reto Berra (Fribourg), Leonardo Genoni (Zug)
Verteidiger: Tim Berni (Servette), Dominik Egli (Frölunda), Lukas Frick (Davos), Roman Josi (Nashville), Sven Jung (Davos), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa)
Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Nicolas Baechler (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg), Attilio Biasca (Fribourg), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Théo Rochette (Lausanne), Pius Suter (St. Louis), Calvin Thürkauf (Lugano)

Schweizer WM-Spiele (alle in Zürich)
15. Mai: USA – Schweiz 1:3
16. Mai: Schweiz – Lettland 4:2
18. Mai: Deutschland – Schweiz 1:6
20. Mai: Österreich – Schweiz 0:9
21. Mai: Schweiz – Grossbritannien 4:1
23. Mai: Schweiz – Ungarn 9:0
26. Mai: Schweiz – Finnland 4:2
28. Mai: Viertelfinal, Schweiz – Schweden 3:1
30. Mai: Halbfinal, Schweiz – Norwegen 6:0
31. Mai: Final, Schweiz – Finnland 20.20 Uhr

Eismeister-Verstärkung im Anmarsch

An der am 15. Mai beginnenden Heim-WM kommen in Zürich und Freiburg die Eismeister der jeweiligen Klubs zum Einsatz. Sie erhalten jedoch noch Unterstützung von Eismeistern von anderen National-League-Vereinen, die dazustossen werden. Denn mit jeweils acht Teams an einem Austragungsort, ihren Spielen und Trainings, sind die Tage lang. Apropos Eis: In Zürich wird die WM-Unterlage bereits aufbereitet.

Trauriger Österreich-Star

Unser Gruppengegner Österreich hat an der WM 2025 mit der Viertelfinal-Teilnahme verblüfft, ehe dort mit einer deutlichen 0:6-Pleite gegen die Nati Schluss war. Die Bestätigung dieses grossen Erfolges wird für die Mannschaft des Schweizer Trainers Roger Bader schwierig, da sie auf ihre Ausnahmestürmer aus der NHL, Marco Rossi (Vancouver) und Marco Kasper (Detroit), verzichten muss. Kasper ist wegen einer Knieverletzung out, Rossi hat nach einem Mittelfussbruch noch immer Probleme und auf Anraten der Canucks-Ärzte abgesagt. Was den ehemaligen ZSC-Junior enorm schmerzt, wie er dem ORF verriet: «In Zürich spielen zu können, wäre die Krönung gewesen. Da habe ich wirklich lange meine Jugend verbracht.» 

Andrighetto als Popcorn, Genoni als Pizza

Mit dem Leitsatz «stolzer Hauptsponsor der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft» hat Denner hinsichtlich der Heim-WM eine grosse Kampagne gestartet. Wie stolz der Lebensmittel-Discounter nach den turbulenten zwei letzten Nati-Wochen tatsächlich noch ist, sei mal dahingestellt. Aber wie er die Zusammenarbeit mit den Nati-Stars ausspielt, erreicht neue Dimensionen. So gibt es in Denner-Filialen nicht nur Fanmaterial zu kaufen und einen Roman Josi in Lebensgrösse aus Karton zu bestaunen, der einem entgegengrinst, sondern auch Lebensmittelprodukte, für deren Verpackung die Konterfeis der Spieler in Verbindung mit Hockey-Ausdrücken verwendet wurden. Im Angebot stehen unter anderem: «Popcorn Push» mit Sven Andrighetto, Pass-Tazien mit Jonas Siegenthaler, «Check-Em Nuggets» mit Dean Kukan oder die «Pizza Pi-Goalie Salame» mit Leonardo Genoni.

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
K.o.-Phase
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
K.o.-Phase
Abstieg
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