Fischers Zertifikatsskandal
Verband schliesst Untersuchung ab – und hält Ergebnis geheim

Nach dem Abschluss der von der Swiss Ice Hockey Federation in Auftrag gegebenen Administrativ-Untersuchung ist der Schweizer Eishockey-Fan gleich schlau wie vorher. Auffällig: In der Medienmitteilung des Verbandes wird der Name von Patrick Fischer nie genannt.
Kommentieren
1/4
Patrick Fischer musste vor der Heim-WM seinen Posten räumen.
Foto: imago/CTK Photo
RMS_Portrait_AUTOR_364.JPG
Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Zufälle gibt es. An dem Tag, an dem im Blick ein grosses Interview mit dem entlassenen Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer erschienen ist, gibt der Schweizer Verband am späten Nachmittag den «Abschluss der Administrativ-Untersuchung» bekannt. Die Medienmitteilung enthält etwas mehr als 200 Worte. Relevant ist eigentlich nur ein einziger Satz: «Der Bericht wird nicht veröffentlicht – weder vollständig noch teilweise, auch nicht in Auszügen.» Die Begründung hierfür: «Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und arbeitsrechtliche Vorgaben setzen hier klare Grenzen.»

Der ganze Skandal um das gefälschte Covid-Zertifikat von Fischer schlug im Frühling 2026, kurz vor der Heim-WM, hohe Wellen. Viel wurde geschrieben, viel wurde diskutiert – und beispielsweise in der SRF-Sendung «Club» auch die Frage in den Raum gestellt: Wusste der damalige Nati-Direktor Lars Weibel (mittlerweile bei Ambri) etwas von Fischers Zertifikatsfälschung? «Lars Weibel hatte keine Kenntnisse von diesem gefälschten Zertifikat, er weist die Vorwürfe zurück. Dies wird die gestartete Administrativ-Untersuchung zeigen, die die relevanten Sachverhältnisse abklären wird», reagierte die Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) damals.

Nun, nach dem Abschluss dieser Administrativ-Untersuchung ist der Schweizer Eishockey-Fan gleich schlau wie vorher. Dabei hatte diese das Ziel, so schreibt es die SIHF am Mittwoch, «die Ereignisse und Abläufe nachvollziehbar einzuordnen, Verantwortlichkeiten zu klären und allfällige strukturelle Schwachstellen in Governance, Compliance und interner Kommunikation zu identifizieren». Am Ende bleibt für die Öffentlichkeit nur eine Erkenntnis: Die Untersuchung ist abgeschlossen, die offenen Fragen sind es nicht. Vielleicht schreitet noch die Swiss Sport Integrity (SSI) ein. Diese prüfe laut Medienmitteilung unabhängig, ob und welche weiteren Abklärungen oder Massnahmen gemäss dem Ethik-Statut des Schweizer Sports notwendig seien.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
Playoffs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen