«Junge brauchen mehr als fünf Minuten»
Das sagen Blick-Leser zum Bankplatz der Nati-Youngsters

Die Nati-Neulinge Alvyn Sanches und Winsley Boteli sind seit dem Start der Nations League kaum zum Einsatz gekommen. Für Trainer Murat Yakin ist der Sieg wichtiger als die Einsatzzeit einzelner Spieler. Seine Strategie spaltet unsere Community.
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Haarscharf vorbei: Winsley Boteli verpasst sein erstes Tor für die Nati.
Foto: Toto Marti

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Murat Yakin priorisiert Siege vor Spielzeit für Nati-Neulinge
  • Winsley Boteli und Alvyn Sanches spielten gegen Nordmazedonien erst spät
  • Blick-Community: 84 Prozent wollen mehr Einsätze für die Neulinge, 16 Prozent sind gegen Experimente
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Alessandro KälinRedaktor Community

Murat Yakin (52) hat in der Nations League bisher nichts als Erfolge zu verzeichnen. Doch die bisherigen Siege haben ihren Preis: Die Jungtalente Alvyn Sanches (23) und Winsley Boteli (20) haben es unter dem Nati-Trainer nicht leicht. Im letzten Spiel gegen Nordmazedonien durften sie jeweils erst in der 70. und 87. Minute aufs Feld. Stattdessen setzt der Trainer auf Altbewährtes.

Yakin begründet seinen sparsamen Einsatz der Neulinge nach dem Spiel wie folgt: «Wir haben Spiele zu gewinnen. Und nicht auf Einsatzminuten zu achten. Sie sind noch neu, sie müssen erst einmal schauen, wie das funktioniert.» Sanches und Boteli müssen sich also voraussichtlich noch etwas länger gedulden, bis sie ihre Chance im Rampenlicht bekommen. Der Mehrheit unserer Leserschaft passt das ganz und gar nicht.

Das hält die Community von der Nati-Aufstellung

Eine nicht repräsentative Leserumfrage mit knapp 600 Teilnehmern zeigt: Ganze 84 Prozent wünschen sich mehr Einsatzzeit für Boteli und Sanches. Sie sind der Ansicht, dass man neuere Spieler in solchen Partien auch gerne mal auf die Probe stellen darf.

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Demgegenüber raten 16 Prozent klar von Experimenten ab. Für diese Lesergruppe liegen, ähnlich wie für Yakin, klar die Punkte im Fokus. Auch in den Kommentaren treffen die beiden Meinungen aufeinander.

«Genau jetzt wäre es doch an der Zeit, junge Spieler einzubauen»

Die Mehrheit der Leserinnen und Leser will von Yakin, dass er mehr auf den Nati-Nachwuchs setzt. Peter Baumann ist überzeugt: «Genau jetzt wäre es doch an der Zeit, junge Spieler einzubauen. Aber dazu hat Yakin leider den Mut nicht und hält stattdessen an den Alten fest.» Für Erwin Nussle ist klar: «Der Generationenwechsel darf nicht ausser Acht gelassen werden. Sonst kommt die Zukunft der Nati nicht gut.»

Auch Marcel Kistler kritisiert den Nati-Trainer: «Yakin sollte als ehemaliger Spieler eigentlich wissen, dass es Einsatzminuten braucht, um Erfahrung zu sammeln.» Auch Markus Stucki hebt hervor: «Wenn sich die Jungen beweisen sollen, dann brauchen sie mehr als nur fünf Spielminuten!» Stuwe Wittwer kommentiert: «Als Boteli und Sanches würde ich mich richtig verarscht fühlen.»

«Junge Spieler müssen sich ihre Minuten verdienen»

Andere verteidigen die Denkweise des Trainers. Laut Raphael Borer macht er alles richtig: «Yakin liefert Resultate. Boteli und Sanches bekommen ihre Chance sicher noch. Aber junge Spieler müssen sich ihre Minuten verdienen – wie die anderen auch.» Andreas Hakkens richtet sich direkt an die Kritiker: «Habt ihr mal überlegt, dass man die Jungen vielleicht erst mal langsam heranführen will? Die sollen sich zuerst mal beweisen.»

Harry Ritz hebt hervor: «Junge Talente brauchen erfahrene Stammspieler an ihrer Seite, die ihnen Sicherheit geben und sie führen. So entwickelt man junge Spieler.» Auch Udo Heilmann fährt eine klare Linie: «Es sind eben keine Testspiele mehr. Jeder Match zählt. Deshalb wird es wohl schwer für die Neuen. Yakin ist zu Recht kein Freund von Experimenten.» Willi Meier kommentiert: «Am Ende macht der Trainer die Aufstellung. Jeder will spielen, aber man kann nicht immer alle berücksichtigen.»

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