Darum gehts
- Zuger Eismeister arbeiten nach CHL-Halbfinale, um Eis für NL-Spiel vorzubereiten
- Werbung der CHL liegt unter dünner Eisschicht und muss entfernt werden
- Eismaschinen drehen 25 bis 30 Runden, Arbeit dauert bis 2 Uhr nachts
Dichtes Match-Programm für den EVZ bedeutet auch Stress für die Zuger Eismeister. Weil zwischen dem Hinspiel des CHL-Halbfinals gegen Lulea (Sd) und dem Liga-Duell gegen Lugano nur 24 Stunden liegen, legen sie sich gleich nach der Schlusssirene mächtig ins Zeug. Die Eisfläche muss wieder NL-tauglich werden. Bedeutet: Die Werbung der Champions League muss raus. Sie überdeckt jene für die National League, die knapp über dem Betonboden auf einer dünnen Eisschicht liegt.
Dafür montieren die Eismeister Richi Büeler und Daniel Bürgler an den Eismaschinen eine riesige Klinge, mit der sie über die Oberfläche schaben. Dafür drehen sie mit zwei sogenannten Zambonis zwischen 25 und 30 Runden auf dem ganzen Feld. Die CHL-Banner liegen etwa eineinhalb Zentimeter unter dem Eis, dessen Höhe stets zwischen 3,5 und 4,5 cm ist.
Das dauert, denn die Eismaschine muss alle paar Minuten geleert werden. Und sobald das Papier der Werbung mitgehobelt wird, können sie das Eis wegen der Verstopfungsgefahr nicht mehr in die dafür vorgesehene Eisgrube kippen, sondern müssen es vor dem Stadion anhäufen, wo der Abfall am nächsten Tag abgeholt wird. Um 1.00 Uhr – also drei Stunden nach Match-Ende – haben Büeler und Bürgler das Eis soweit präpariert, dass sie damit beginnen können, es mit dem Schlauch zu wässern. Eine Stunde später haben sie Feierabend.
Das bedeutet aber nicht, dass das Eis bereits ready ist. Der EVZ muss fürs Aufwärm-Training in die direkt angrenzende Trainingshalle ausweichen, weil das Feld nochmals aufgeschwemmt, also mit Wasser bespritzt werden muss, damit es fürs Spiel gegen Lugano perfekt wird.



