Zwischen Himmel und Hölle
Das spricht für und gegen die fünf Strich-Klubs

Der Kampf am Strich spitzt sich zu. Die Luft zwischen Langnau und Kloten ist dünn. Blick sagt, was für und gegen die fünf involvierten Klubs spricht.
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Darum gehts

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SCL Tigers (9./54 Punkte)

+ Unter Trainer Thierry Paterlini haben sich die Langnauer ein neues Selbstverständnis erarbeitet: Über Abgänge, bescheidene finanzielle Möglichkeiten und ständige Ausfälle von Schlüsselspielern nicht jammern, sondern trotzdem liefern. Mit der besten Ausgangslage und dem Selbstvertrauen, es letzte Saison nicht nur in die Play-Ins, sondern es anschliessend auch in die Playoffs geschafft zu haben, ist die Brust noch breiter.

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- Aufgrund seines Kaders und in Verbindung mit der Tatsache, dass diese Saison immer wieder die für die Tigers elementar wichtigen Ausländer verletzt ausfallen, fehlt eigentlich die Qualität für die Top 10. Zumindest im Vergleich mit Bern und Biel.

Bei ihm sprühen die Funken: Tigers-Stürmer Julian Schmutz (links, gegen SCB-Merelä).
Foto: Urs Lindt/freshfocus

3 Stars für den Strichkampf:
*** Petersson: Goalgetter erster Güteklasse.
** Mäenalanen: Härte, Zweikampfstärke, Skorerpunkte.
* Julian Schmutz: Ein (auf dem Eis) humorloser Halunke.

Bern (10./51 Punkte)

+ Der Trend. In den letzten acht Spielen hat Bern nur einmal nicht gepunktet. Und seit Anfang Dezember sammelte nur Meister ZSC Lions (2,2) mehr Punkte pro Spiel als der SCB (1,91).

- Nur Ajoie schiesst weniger Tore. Zu viele Stürmer haben Ladehemmungen: Allen voran der designierte Topskorer Miro Aaltonen (3 Tore). Aber auch Tristan Scherwey (1) oder die immer noch torlosen Fabian Ritzmann und Thierry Schild. Da helfen auch die freud- und mutlose Spielweise (vor allem zu Hause) und das desaströse Powerplay nicht.

Mann mit Punch: SCB-Stürmer Waltteri Merelä.
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

3 Stars im Strichkampf:
*** Merelä: Wenigstens einer mit Leadership, Drive und Durchschlagskraft.
** Graf: Der 20-Jährige ist der Lichtblick der SCB-Saison.
* Zurkirchen: Spart einen Ausländerplatz. Mit ihm punktete der SCB in 7 von 10 Starts.

Biel (11./49 Punkte)

+ Wehe, wenn sie losgelassen! Biel verfügt mit Leuten wie Andersson, Sylvegaard, Rajala, Hofer, Haas, Kneubuehler und Neuenschwander sowie Spektakelverteidiger Dionico über so viel Offensivpower, dass sie fast jeden Gegner überfahren könnten. Wenn sie denn wollen.

- Die Bieler Schlafmützen wachen einfach nicht auf. Teilweise sind die Auftritte derart uninspiriert und schlecht, dass das Gefühl entsteht, die Seeländer hätten noch immer nicht begriffen, was es geschlagen hat, und wie ernst die Lage ist. Biels krasse Inkonstanz ist ein Rätsel.

Biel braucht ihn jetzt: Goalie Harri Säteri.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

3 Stars für den Strichkampf:
*** Säteri: Zeit für den Supergoalie, die Superform auszupacken.
** Andersson: Einer der genialsten Spieler der Liga – wenn er will.
* Dionicio: Der Mann für die Überraschungsmomente.

Kloten (12./46 Punkte)

+ Seit rund einem Monat ist die Spielanlage gut, die einzelnen Teilchen haben begonnen, ineinanderzugreifen. Dies zeugt davon, dass die Form in der wichtigsten Phase der Meisterschaft eigentlich stimmt.

- Für das, was sie auf dem Eis zeigen, holen sie viel zu wenig Ertrag heraus. Das Derby am Sonntag gegen den ZSC hätte Kloten anhand der Spielanteile etwa mit 4:1 gewinnen müssen, verliert es aber mit 0:1. Da besteht die Gefahr, dass Frust aufkommt und dann auch die Struktur verloren geht.

Giftig: Kloten-Stürmer Axel Simic.
Foto: Pius Koller

3 Stars für den Strichkampf:
*** Simic: Giftiger Stürmer für die heissen Momente.
** Lindroth: Ein Verteidigungsminister, der gefällt.
* Schäppi: Für Kloten ist jetzt schon Playoff-Zeit, also ist Schäppi-Zeit.

Ambri (13./45 Punkte)

+ Nach sechs Pleiten in Serie (mit 33 Gegentoren) konnten die Tessiner nun drei Siege (und zwei Shutouts) einfahren. Die Fähigkeit, die Reset-Taste drücken zu können, ist im Strichkampf, wo Rückschläge fast unumgänglich sind, Gold wert. 

- Der Output der ausländischen Stürmer ist für Ambri traditionell von essenzieller Bedeutung. Doch mit dem Toreschiessen steht nur Michael Joly (13 Treffer) nicht auf Kriegsfuss. Chris Tierney, Alex Formenton (beide 6) und Chris DiDomenico (5) hinken weit hinter den Ansprüchen her.

Auf Abschiedstour: Dominic Zwerger hat diese Saison schon 14-mal für Ambri getroffen.
Foto: keystone-sda.ch

3 Stars für den Strichkampf:
*** Zwerger: Stark wie noch nie, der letzte Tanz vor dem Abgang nach Biel.
** Philip Wüthrich: Der Ex-SCB-Goalie ist endlich in Ambri angekommen.
* DiDomenico: Die zwei Tore zuletzt gegen Rappi machen Hoffnung.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
40
47
84
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
40
34
74
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
40
7
70
4
Lausanne HC
Lausanne HC
40
22
68
5
HC Lugano
HC Lugano
38
26
66
6
ZSC Lions
ZSC Lions
39
21
66
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
39
-8
62
8
EV Zug
EV Zug
38
-9
58
9
SCL Tigers
SCL Tigers
39
4
54
10
SC Bern
SC Bern
39
-11
51
11
EHC Biel
EHC Biel
39
-16
49
12
EHC Kloten
EHC Kloten
39
-20
46
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
39
-36
45
14
HC Ajoie
HC Ajoie
39
-61
29
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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