«Ich wusste nicht, ob ich spiele»
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Fribourg-Boppart im Interview:«Ich wusste nicht, ob ich spiele»

Die Gewinner und Verlierer der Liga
Weibels Karma und der Boom auf SCB-Auswärtsspiele

Servette führt gerade seinen Horror-Herbst ad absurdum, bei Ambri ist seit einer Unterschrift alles anders und für SCB-Fans sind Heimspiele eine Zumutung. Die Hockey-Woche im Rückblick.
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Darum gehts

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Marcel AllemannReporter Eishockey

Gewinner: Servette

Die Genfer sind mit sechs Siegen in Folge das Team der Stunde, in die Top 3 vorgestossen, haben Rivale Lausanne überholt, sitzen Fribourg im Nacken und erheben wieder Ansprüche auf die Vormachtstellung in der Romandie. Trainerwechsel, 0:11-Desaster im Derby gegen Lausanne, Übergoalie Charlin plötzlich ein Fliegenfänger – war da mal was im Herbst?

Servette eilt von Sieg zu Sieg und ist das Team der Stunde.
Foto: keystone-sda.ch
Saarijärvi orchestriert brillanten Shorthander
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EHC Kloten – Genf-Servette 1:3:Saarijärvi orchestriert brillanten Shorthander

Verlierer: Lausanne

Das Jahr 2026 begann mit einem 7:0-Sieg gegen Zug noch fulminant. Doch seit im Spiel danach die Final-Revanche gegen den ZSC durch einen Geniestreich von Denis Malgin in der 59. Minute auf bittere Weise mit 2:3 verloren ging, ist beim Vizemeister die Luft draussen. Bei vier Niederlagen in Folge sind die Waadtländer inzwischen angelangt. Und wir erfahren nun, ob das neue, strukturierte Lausanne trotz Gegenwind cool bleibt oder ob es einen Rückfall in die alten, chaotischen Zeiten gibt.

Bei Lausanne geht plötzlich nichts mehr.
Foto: keystone-sda.ch

Gewinner: Ambri

Vor einer Woche steuerten die Leventiner noch im Eilzugstempo in Richtung Playout-Serie gegen Ajoie. Drei Spiele später ist die Ambri-Welt mit Siegen gegen Zug, Bern und Rappi wieder eine andere. Die Biancoblu sehen das rettende Ufer und können sogar wieder von den Play-In’s träumen. Seit am letzten Sonntag die Verpflichtung von Nati-Direktor Lars Weibel (51) als Sportchef verkündet wurde, hagelt es plötzlich Siege. Ist dies dem Karma des dreifachen WM-Silber-Funktionärs geschuldet – oder einfach nur der Tatsache, dass es seit dem grossen Knall im Oktober erstmals wieder so etwas wie eine Zukunftsperspektive gibt?

Seit das Engagement von Lars Weibel als Sportchef bei Ambri verkündet wurde, gewinnen die Tessiner nur noch.
Foto: keystone-sda.ch
Ambri-Zwerger löscht die Lichter
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Ambri – SCRJ Lakers 4:3 n.V.Ambri-Zwerger löscht die Lichter

Verlierer: Zug

Schon fünf Niederlagen in Serie hat der EVZ im neuen Jahr angehäuft. Durchhalteparolen sind bei den Spielern und dem Staff voll im Trend und werden von den eigenen Fans mitgetragen, die am Matchtag in stattlicher Anzahl mit Motivationsbotschaften im Training auftauchen. Ausgerechnet die tief gefallenen Zuger sollen nun am Dienstag gegen den schwedischen Meister Lulea im Champions-League-Halbfinal Ehre für das Schweizer Eishockey einlegen. Die Durchhalteparolen erhalten kurzfristig ein nationales Interesse.

Motivationsplakat der EVZ-Fans im Kabinengang in Zug: «Ihsatz, Wille und Emotione zeige».
«Es ist extrem bitter»
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EVZ-Leuenberger nach Pleite:«Es ist extrem bitter»

Verlierer: SCB-Heimfans

17'001 und 15'087 Zuschauer verfolgten die beiden ersten Heimspiele des SC Bern im neuen Jahr gegen Servette (0:3) und Ambri (0:1 n.P.). Abgesehen von den Gästefans zottelten sie allesamt frustriert ab. Dass man Spiele regelmässig verliert, daran hat man sich in der Bundesstadt mittlerweile gewöhnt, aber dass es nicht mal mehr auch nur ein Tor der eigenen Mannschaft zu sehen gibt, ist schon allerhand. Ob dies jetzt einen Boom der Berner Fans auf Auswärtsspiele nach sich zieht? Da gab es in drei Spielen 2026 nicht nur drei SCB-Siege gegen Ajoie, Kloten und Biel, sondern auch noch neun Tore zu bestaunen.

Für die schönen Choreos gibt es für die SCB-Fans an Heimspielen im neuen Jahr keinen Gegenwert, nicht mal Tore.
Foto: keystone-sda.ch
«Für uns war das schon ein Playoff-Spiel»
0:37
Alge nach Derby-Sieg:«Für uns war das schon ein Playoff-Spiel»

Gewinner: Yannik Boppart

Vor der letzten Woche war sein Name höchstens fundierten Kennern des Junioren-Hockeys ein Begriff. Doch dann wirft Fribourg den 19-Jährigen wegen zahlreicher Absenzen gegen die SCL Tigers (4:3 n.P.) ins kalte Wasser und dieser bringt dieses sogleich zum Kochen. Premieren-Tor beim allerersten Shift in der National League und zum Schluss auch noch Penaltyheld. Zwei Tage später doppelt der ehemalige SCB-Junior aus Burgdorf BE gegen Zug (3:2 n.P.) sogleich nach, rettet Gottéron mit seinem späten Tor zum 2:2 in die Verlängerung. Auch am Samstag beim 4:0-Sieg in Lausanne ist Boppart im Aufgebot, erhält jedoch keine Sekunde Eiszeit. Will heissen: Bei klaren Verhältnissen braucht Fribourg seinen Märchenprinzen nicht.

Fribourgs Märchenprinz Yannik Boppart.
Foto: keystone-sda.ch
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