Darum gehts
- Der CAS lässt Russland ab 2027 wieder zu IIHF-Wettbewerben zu, sieben Länder boykottieren die WM
- Skoda droht als Hauptsponsor mit Rückzug, falls Russlands Nationalteam an der WM teilnimmt
- Auch AJ Products und Nokian Tyres ziehen sich zurück, die Debatte verlagert sich finanziell
Nächster schwerer Schlag für die IIHF und die Weltmeisterschaft 2027: Nachdem bereits sieben Länder angekündigt haben, an der kommenden WM nicht gegen Russland spielen zu wollen, droht nun auch der Hauptsponsor Škoda wegzubrechen. Dies sind die jüngsten Reaktionen auf den Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofs CAS vom vergangenen Freitag, Russland ab 2027 wieder für sämtliche Wettbewerbe des Welt-Eishockeyverbands IIHF zuzulassen.
Geldgeber drohen mit Rückzug
«Wenn das russische Nationalteam an dem Turnier teilnimmt, werden wir unsere Beteiligung überdenken und weitere Massnahmen ergreifen», heisst es in der Medienmitteilung des tschechischen Autoherstellers am Mittwoch. Die Rückkehr Russlands sei angesichts des anhaltenden Angriffskrieges gegen die Ukraine «nicht mit unseren Werten vereinbar», so Škoda weiter.
Damit verlagert sich die Debatte auf die finanzielle Bühne – mit potenziell fatalen Folgen für die Veranstalter. Denn ein Ausfall des Hauptsponsors wäre wohl kaum tragbar. Wie drastisch dieser Schritt ist, zeigt ein Blick in die Historie: Seit 1993 steht die VW-Tochter ununterbrochen als Hauptpartner an der Seite der WM. Jetzt zieht Škoda eine rote Linie.
Skoda ist nicht allein
Und der Autohersteller steht mit dieser Haltung nicht allein. Neben Škoda distanzieren sich auch skandinavische Partner von dem Urteil: Laut «Reuters» kündigte das schwedische Unternehmen AJ Products und der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres Konsequenzen für den Fall an, dass Russland an der WM teilnehmen darf.
Auch der deutsche Sponsor Strauss zieht einen Rückzug in Erwägung und verzichtet auf seine Logopräsenz am Turnier, so der Markenchef des Unternehmens in einer Mitteilung am Mittwoch.