Die letzten 10 Duelle gegen Deutschland
Vom Helbling-Blut bis zur Andrighetto-Show

Die Prestige-Duelle gegen Deutschland haben es stets in sich. Die Schweiz musste schmerzliche Niederlagen einstecken und der Nachbar wurde zwischenzeitlich zum Angstgegner. Bis die Nati vor zwei Jahren wieder die Kontrolle übernommen hat.
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Die 10 letzten Duelle an grossen Turnieren gegen Deutschland

WM 2025 in Herning (Dä), Vorrunde, Schweiz – Deutschland 5:1
Die zuvor noch ungeschlagenen Deutschen wurden von der Nati aus der Halle gefegt. Damien Riat eröffnete den Torreigen, danach wurde Sven Andrighetto mit vier Toren zum deutschen Alptraum. Diese Ohrfeige stürzte Deutschland danach in eine Krise, es verpasste die Viertelfinals.

WM 2025: Sven Andrighetto schiesst vier Tore.

WM 2024 in Ostrava (Tsch), Viertelfinal, Schweiz – Deutschland 3:1
Ein Schicksalsspiel für Nati-Trainer Patrick Fischer – noch eine K.o.-Spiel-Pleite gegen Deutschland und er wäre seinen Job los gewesen. Doch die Schweiz liess auf dem Weg zu WM-Silber nichts anbrennen, Christoph Bertschy und Nico Hischier sorgten mit zwei frühen Toren für einen Topstart, am Ende machte nochmals Bertschy mit einem Treffer ins leere Tor alles klar.

WM 2024: Christoph Bertschy bezwingt Philipp Grubauer.
Foto: keystone-sda.ch

WM 2023 in Riga (Let), Viertelfinal, Schweiz – Deutschland 1:3
Patrick Fischer überraschte mit der Nomination von Robert Mayer im Tor anstelle von Leonardo Genoni. Durch einen Mayer-Flop geriet die Schweiz dann prompt in Rückstand, konnte zwar durch Jonas Siegenthaler ausgleichen, aber die Verunsicherung blieb. Schliesslich versenkten J. J. Peterka und Nico Sturm mit einem Doppelschlag die Nati – eine riesige Enttäuschung für den zuvor souveränen Gruppensieger.

WM 2023: Durch einen Flop von Goalie Robert Mayer gerät die Schweiz in Rückstand.
Foto: freshfocus

WM 2022 in Helsinki (Fi), Vorrunde, Schweiz – Deutschland 4:3 n.P.
Es war das abschliessende Spitzenspiel der Vorrunde, es ging um den Gruppensieg, den sich die Schweiz schnappte. Andres Ambühl, Pius Suter und Denis Malgin trafen in der regulären Spielzeit, Nico Hischier versenkte den entscheidenden Penalty. Beide schieden danach in den Viertelfinals aus: die Nati gegen die USA (0:3), Deutschland gegen Tschechien (1:4).

WM 2022: Nico Hischier tütet im Penaltyschiessen den Sieg ein.
Foto: keystone-sda.ch

WM 2021 in Riga (Let), Viertelfinal, Schweiz – Deutschland 2:3 n.P.
Die Nati befand sich auf Halbfinal-Kurs, Ramon Untersander und Fabrice Herzog stellten für die Schweiz bis zur 34. Minute auf 2:0. Doch dann beging die Nati den Fehler, zu passiv zu werden, und wurde bestraft. Leon Gawanke traf 43 Sekunden vor Schluss zum 2:2 – Marcel Noebels versenkte den entscheidenden Penalty.

WM 2021: Marcel Noebels überwindet im Penaltyschiessen Leonardo Genoni und wird zum Matchwinner.

Olympische Spiele 2018 in Pyeongchang (China), Achtelfinal, Schweiz – Deutschland 1:2 n.V.
Nach nur neun Sekunden kassierte Cody Almond für einen Check gegen den Kopf von Christian Ehrhoff einen Restausschluss. Das daraus resultierende 0:1 konnte die Schweiz durch Simon Moser noch ausgleichen. Doch in der Endphase der Partie baute die Nati massiv ab und verlor in der Overtime durch ein Tor von Yannic Seidenberg.

Olympia 2018: Yannic Seidenberg wird gefeiert – die Schweizer sind bedient.
Foto: Getty Images

WM 2015 in Prag (Tsch), Vorrunde, Schweiz – Deutschland 1:0
Wegen einer Startpleite gegen Österreich war die Nati im zweiten Spiel gegen Deutschland schon massiv unter Zugzwang. Denis Hollenstein erlöste die Schweizer Fans in der 53. Minute nach schöner Vorarbeit von Damien Brunner.

WM 2015: Denis Hollenstein sorgt für das einzige Tor.
Foto: Andy Mueller/freshfocus

WM 2014 in Minsk (WRuss), Vorrunde: Schweiz – Deutschland 3:2
Nach drei Niederlagen zum Auftakt geriet die Nati kurzzeitig gar in Abstiegsgefahr und die Partie gegen Deutschland wurde zum Schicksalsmatch. Schliesslich setzte sich die Schweiz in diesem Zitterspiel knapp durch. Damien Brunner, Denis Hollenstein und Kevin Romy waren die Torschützen.

WM 2014: Damien Brunner (r.) gehört zu den Torschützen.
Foto: freshfocus

WM 2010 in Mannheim (De), Viertelfinal: Schweiz – Deutschland 0:1
Der WM-Gastgeber gewann diesen Abnützungskampf durch ein Tor von Philip Gogulla 1:0. Nach der Schlusssirene kam es zu wüsten Szenen, so gerieten unter anderem Nati-Verteidiger Timo Helbling und der deutsche Assistenztrainer Ernst Höfner aneinander, die Fäuste flogen, es floss Blut.

WM 2010: Zwischen Timo Helbling und der deutschen Bank fliegen die Fetzen.

WM 2009 in Bern, Vorrunde: Schweiz – Deutschland 3:2 n.V.
Auch bei der letzten Heim-WM gab es in der Gruppenphase dieses Duell. Es war für die Nati, wie die gesamte WM (Out nach der Zwischenrunde), eine zähe Sache. Mark Streit sorgte in der Verlängerung für die Erlösung. Deutschland stieg in der Folge sportlich ab, blieb aber als Ausrichter der WM 2010 verschont – Österreich musste in den sauren Apfel beissen.

WM 2009: Mark Streit (l.) lässt sich von Julien Sprunger zu seinem Siegestor gratulieren.
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