Darum gehts
«Ich bin auf einem guten Weg», sagt Sven Andrighetto (33) mit einem Lächeln. Zuvor stand er in Biel mit der Nati auf dem Eis. Vorläufig dreht er da noch seine eigenen Kreise, nimmt nicht am offiziellen Teamtraining teil und seine Eiseinheit dauert auch nur 30 Minuten. «Das hilft mir enorm, um wieder reinzukommen. Ich bin froh, dass mir Jan Cadieux diese Möglichkeit gibt», sagt der ZSC-Star.
Er sei in besten Händen, betont Andrighetto. Zuvor beim Medical-Team und den Physios der ZSC Lions, jetzt bei der Nati: «Sie schaffen mir die bestmöglichen Voraussetzungen. Ich bin sehr positiv, dass ich in den nächsten Wochen in die Normalität zurückkehren kann.» Doch Garantie dafür hat er keine: «Ich hatte eine Gehirnerschütterung. Das ist nie einfach und da nimmt man Tag für Tag, Woche für Woche und versucht sich zu verbessern.»
Gefühlt, als wäre es jemand anderes
Es war ein heftiger Crash, als der ZSC-Stürmer im vierten Playoff-Viertelfinalspiel gegen Lugano mit voller Wucht mit seinem Teamkollegen Rudolfs Balcers (29) zusammenstiess. Während Balcers dies unbeschadet überstand, ging Andrighetto k. o. «Ich war für kurze Zeit komplett weg, weiss davon nichts mehr. Es war eine ungewohnte Situation. Dass man alles vergessen hat, ist etwas unheimlich. Als ich die Videobilder angeschaut habe, hat es sich für mich so angefühlt, als wäre es jemand anderes.»
Teamkollege Balcers habe sich bei ihm entschuldigt, der Lette fühlte sich nach dem verhängnisvollen Vorfall nicht gut, aber Andrighetto, der erstmals in seiner Karriere eine Gehirnerschütterung erlitten hat, macht ihm keinerlei Vorwürfe: «Er hat es nicht absichtlich gemacht, das kann jedem passieren. Im Eishockey kann es sehr schnell gehen, es ist einfach dumm gelaufen.»
Auch im Final könnte er noch nicht spielen
In den Playoff-Halbfinals gegen Davos gerieten die ZSC Lions dann ohne Andrighetto auf Abwege und schieden schliesslich klar mit 1:4 in der Serie aus. Die Absenz ihres Leitwolfs war dabei ein wesentlicher Faktor, zumal ohne Andrighetto auch sein kongenialer Sturmpartner Denis Malgin (29) nicht mehr auf Touren kam und in den fünf Spielen gegen den HCD ohne einen einzigen Skorerpunkt blieb.
Das aktuelle Aufgebot
Goalies: Stéphane Charlin (Servette), Leonardo Genoni (Zug), Kevin Pasche (Lausanne).
Verteidiger: David Aebischer (Lugano), Tim Berni, Giancarlo Chanton, Simon Le Coultre (alle Servette), Niklas Blessing (Biel), Dominik Egli (Frölunda), Tobias Geisser (Zug), Fabian Heldner (Lausanne), Romain Loeffel (Bern).
Stürmer: Sven Andrighetto, Nicolas Baechler (beide ZSC Lions), Lorenzo Canonica (Lugano), Gaëtan Haas (Biel), Fabrice Herzog, Grégory Hofmann, Sven Senteler (allle Zug), Ken Jäger (Lausanne), Dario Meyer (Kloten), Miles Müller (Ambri), Théo Rochette (Lausanne), Dario Rohrbach (SCL Tigers), Tristan Scherwey (Bern), Jonas Taibel (SCRJ Lakers), Calvin Thürkauf (Lugano).
Spiele
16. April: Slowakei – Schweiz 3:1
17. April: Slowakei – Schweiz 3:4
23. April: Schweiz – Ungarn 19.45 Uhr in Biel
24. April: Schweiz – Ungarn 19.45 Uhr in Biel
30. April: Schweden – Schweiz 18.00 in Jönköping (Euro Hockey Tour)
2. Mai: Schweiz – Finnland 12.00 in Budweis (Euro Hockey Tour)
3. Mai: Tschechien – Schweiz 16.00 in Budweis (Euro Hockey Tour)
7. Mai: Finnland – Schweiz 15.00 in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
9. Mai: Schweden – Schweiz 16.00 in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
10. Mai: Schweiz – Tschechien 12.00 in Ängelhom (Euro Hockey Tour)
Das aktuelle Aufgebot
Goalies: Stéphane Charlin (Servette), Leonardo Genoni (Zug), Kevin Pasche (Lausanne).
Verteidiger: David Aebischer (Lugano), Tim Berni, Giancarlo Chanton, Simon Le Coultre (alle Servette), Niklas Blessing (Biel), Dominik Egli (Frölunda), Tobias Geisser (Zug), Fabian Heldner (Lausanne), Romain Loeffel (Bern).
Stürmer: Sven Andrighetto, Nicolas Baechler (beide ZSC Lions), Lorenzo Canonica (Lugano), Gaëtan Haas (Biel), Fabrice Herzog, Grégory Hofmann, Sven Senteler (allle Zug), Ken Jäger (Lausanne), Dario Meyer (Kloten), Miles Müller (Ambri), Théo Rochette (Lausanne), Dario Rohrbach (SCL Tigers), Tristan Scherwey (Bern), Jonas Taibel (SCRJ Lakers), Calvin Thürkauf (Lugano).
Spiele
16. April: Slowakei – Schweiz 3:1
17. April: Slowakei – Schweiz 3:4
23. April: Schweiz – Ungarn 19.45 Uhr in Biel
24. April: Schweiz – Ungarn 19.45 Uhr in Biel
30. April: Schweden – Schweiz 18.00 in Jönköping (Euro Hockey Tour)
2. Mai: Schweiz – Finnland 12.00 in Budweis (Euro Hockey Tour)
3. Mai: Tschechien – Schweiz 16.00 in Budweis (Euro Hockey Tour)
7. Mai: Finnland – Schweiz 15.00 in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
9. Mai: Schweden – Schweiz 16.00 in Ängelholm (Euro Hockey Tour)
10. Mai: Schweiz – Tschechien 12.00 in Ängelhom (Euro Hockey Tour)
Permanent wurde während der Serie gegen die Bündner über eine Rückkehr von Andrighetto spekuliert. Es war da auch zu hören, dass er sehr nah an einem Comeback sei. Im Nachgang sagt der Zürcher nun: «In den Halbfinals hätte ich so oder so nicht mehr spielen können. Und auch wenn wir den Final erreicht hätten, könnte ich bis heute noch immer nicht spielen. Wie nah oder weit man von einer Rückkehr entfernt ist, ist bei einer Gehirnerschütterung immer schwer zu beurteilen.»
Wettlauf gegen die Zeit für die Heim-WM
Auf jeden Fall investiert Sven Andrighetto alles, um bei der Heim-WM dabei sein zu können, und nimmt diesen Wettlauf gegen die Zeit an. Davon konnten ihn auch die heftigen Turbulenzen der letzten Tage bei der Nati nach der Entlassung von Trainer Patrick Fischer (50) nicht abhalten. «Die Situation ist für alle Beteiligten sehr speziell. Es gibt Sachen, die wir Spieler nicht beeinflussen können», sagt er.
Und wie schätzt er den Brief von Nati-Captain Roman Josi (35) ein, der Fischers Rückkehr einforderte, was nochmals für neue Unruhe sorgte? Andrighetto: «Es gibt keine Mannschaft, in der alle immer gleicher Meinung sind. Es sind immer viele verschiedene Charaktere und Meinungen – das ist auch okay so. Aber bei uns geschieht das stets respektvoll, man findet einen Weg miteinander.»


