Störung bei «Marsch fürs Läbe»
Polizei reagiert mit Gummischrot auf Gegendemo

Die bewilligte Demonstration bekennender Abtreibungsgegner «Marsch fürs Läbe» wurde erneut gestört. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Gummischrot ein.
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Die Kundgebung beim «Marsch fürs Läbe» auf dem Marktplatz in Oerlikon ist gut gesichert.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hunderte demonstrierten am Samstag in Oerlikon beim «Marsch fürs Läbe».
  • Polizei setzte Wasserwerfer und Gummischrot gegen Flaschenwürfe und Blockaden ein.
  • Zwei Personen festgenommen, mehrere Dutzend wurden vorab kontrolliert und weggewiesen
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Angela RosserJournalistin News

Mehrere hundert Personen versammelten sich am Samstagnachmittag auf dem Marktplatz in Oerlikon für den «Marsch fürs Läbe». Eine Anti-Abtreibungs- respektive Lebensschutzorganisation. Bereits seit sechs Jahren darf der Marsch nicht mehr in der Zürcher Innenstadt durchgeführt werden.

Auch dieses Jahr wurde ein entsprechendes Gesuch abgelehnt. Grund dafür seien Sicherheitsrisiken, heisst es in der Medienmitteilung vorab. Auch bei der Veranstaltung in Oerlikon kommt es aber immer wieder zu Ausschreitungen und Gegendemos.

Wasserwerfer und Gummischrot

Wie die Stadtpolizei Zürich am Abend in einer Mitteilung schreibt, mussten bei der diesjährigen Durchführung des Marsches erneut Wasserwerfer und Gummischrot eingesetzt werden.

«Während des Umzugs versuchten mehrere Dutzend Personen unter anderem auf Fahrrädern mehrmals die Demonstration zu blockieren oder stoppen», schreibt die Polizei.

Flaschen gegen die Polizei

Die Demonstrierenden aus dem linken Lager schoben Container auf die Strassen und die Chaotinnen und Chaoten warfen mit Flaschen auf die Einsatzkräfte. «Die Stadtpolizei setzte deshalb die Wasserwerfer und gegen Flaschenwerferinnen und Flaschenwerfer Gummischrot ein, worauf die Strasse jeweils wieder freigegeben wurde», heisst es in der Mitteilung.

Aufgrund von Aufrufen zu Störaktionen kontrollierte die Stadtpolizei im Vorfeld der Veranstaltung mehrere Dutzend Personen und wies sie weg. «Zwei Personen wurden wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte vorläufig festgenommen und für weitere Abklärungen in eine Polizeiwache gebracht.»

Männer im Fokus bei Anti-Abtreibungs-Demo

Kurz vor 18 Uhr trafen die Teilnehmenden des «Marsch fürs Läbe» wieder auf dem Marktplatz ein. Dort fand die eigentliche Kundgebung der Abtreibungsgegner und Abtreibungsgegnerinnen statt. In diesem Jahr, so teilte die christliche Organisation im Vorfeld mit, standen «Männer und Väter und die Frage, was es bedeutet, Verantwortung für ungeborene Kinder, für die Partnerin und für die eigene Familie zu übernehmen» im Zentrum. 

So kamen zahlreiche Männer auf der Bühne zu Wort, darunter auch SVP-Nationalrat Nicolas Kolly, heisst es in einer Medienmitteilung nach der Veranstaltung. Dieser plädierte für einen stärkeren Schutz ungeborener Kinder. Er forderte auch, «Frauen in Schwangerschaftskonflikten umfassend zu unterstützen und ihnen Alternativen aufzuzeigen.».

Die Organisation wird seit Jahren kritisiert, das Selbstbestimmungsrecht der Frauen zurückzustellen und Darstellungen zu pauschalisieren.

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