Tragödie von Crans-Montana
Opferanwalt will Gastro-Lizenzen der Morettis beschlagnahmen

Eine geplante Wiederöffnung eines Moretti-Restaurants im Wallis sorgt in Italien für Aufregung. Ein Opferanwalt will die Beschlagnahmung der Lizenzen erreichen.
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Jacques und Jessica Moretti treffen zu ihrer Befragung in Sitten ein.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Wiedereröffnung der Inferno-Bar in Crans-Montana wurde von Behörden gestoppt
  • Moretti renovierte heimlich, trotz psychischer Belastung und Fernbleiben vom Gericht
  • Geplante Wiedereröffnung von «Le Vieux Chalet» in Lens VS am 1. Mai 2026
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Tragödie von Crans-Montana hinterlässt weiterhin tiefe Spuren. Während die Ermittlungen gegen die Betreiber der Inferno-Bar, Jacques und Jessica Moretti, andauern, sorgt ihr Plan, ein Lokal nun wiederzueröffnen, in Italien für Schlagzeilen.

In der Sendung Storie Italiane auf dem Sender Rai Uno erklärte der Opferanwalt Fabrizio Ventimiglia, dass er sich dafür einsetzen wolle, den Morettis die Erteilung beziehungsweise den Besitz einer Lizenz zum Betrieb eines Restaurants oder einer Bar zu verwehren. «Wir haben beantragt, diese Wiedereröffnung zu verhindern», erklärte Ventimiglia laut dem Nachrichtenportal ilussidiario.net.

Bei Renovationsarbeiten ertappt

Ursprünglich wollte das Betreiberpaar das Restaurant «Le Vieux Chalet» in Lens VS am 1. Mai 2026 wiedereröffnen. Die Staatsanwaltschaft stoppte die geplante Wiedereröffnung jedoch kurzfristig.

Der Schritt wurde offenbar durch Recherchen der Sendung «Porta a Porta» ausgelöst. Eine Reporterin beobachtete Betreiber Moretti im April beim Renovieren seines Lokals. Gleichzeitig blieb er einem Gerichtstermin fern – gemäss einer ärztlichen Bescheinigung aufgrund der psychischen Belastungen, die durch die Tragödie entstanden sind. 

Moretti will «die ganze Wahrheit ans Licht bringen»

Ventimiglia betonte, die Einnahmen aus den Restaurants sollten beschlagnahmt werden, da die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend seien. 

Gegenüber der französischen Zeitung «Libération» erklärte Moretti, er möchte «die ganze Wahrheit darüber ans Licht bringen, was am 1. Januar wirklich passiert ist, und jeglichen Gerüchten ein Ende setzen». «Was über uns gesagt wurde, ist entsetzlich», ergänzte er. Das Leben von seiner Frau und ihm sei schrecklich. Am vergangenen Freitag fand eine Doppel-Einvernahme des Betreiberpaars statt. Dabei wurden sie gemeinsam von der Staatsanwaltschaft befragt. 


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