Freispruch von Betrugsvorwurf
Ex-OK-Boss der Ski-WM zu bedingter Freiheitsstrafe verurteilt

Claude-Alain Schmidhalter ist wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt worden: 12 Monate bedingt für den früheren OK-Präsidenten der Ski-WM in Crans-Montana. Den Betrugsvorwurf liess das Bezirksgericht Brig fallen.
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Claude-Alain Schmidhalter trifft zusammen mit seinem Anwalt am Freitag am Gericht ein.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Schmidhalter und ein Partner werden in Brig wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt
  • Beide erhalten 12 Monate bedingt, zwei Jahre Probezeit und Bussen von 5000 und 3000 Franken
  • Vom Betrugsvorwurf sind beide freigesprochen, Swiss-Ski hat Schmidhalter später seine Ämter entzogen
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Mattia JutzelerRedaktor News

Jetzt ist das Urteil im Prozess rund um den ehemaligen OK-Präsidenten der Ski-WM in Crans-Montana VS im kommenden Februar gefallen. Das Bezirksgericht Brig verurteilte Claude-Alain Schmidhalter und einen Geschäftspartner wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung mit Bereicherungsabsicht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten. Das berichtet der «Walliser Bote». Es ist ein milderes Urteil, als von der Staatsanwaltschaft gefordert.

Beide Männer erhalten eine Probezeit von jeweils zwei Jahren und müssen eine Verbindungsbusse von 5000 und 3000 Franken zahlen, heisst es weiter. Vom Vorwurf des Betrugs wurden die beiden Angeklagten jedoch freigesprochen. Dem Privatkläger im Fall wurde die Stellung als Geschädigter vom Gericht aberkannt.

Kritik an Swiss-Ski

Blick hatte den Prozess rund um Schmidhalter Anfang Oktober enthüllt. Die Walliser Staatsanwaltschaft warf ihm Betrug und ungetreue Geschäftsführung vor und fordert eine Haftstrafe von 23 Monaten auf Probe und eine Busse von 10’000 Franken. Die Anklage betraf Schmidhalters Ingenieursfirma. Ihm wurde vorgeworfen, zusammen mit einem Komplizen seinen ehemaligen Geschäftspartner um mehr als 300’000 Franken betrogen haben.

Swiss-Ski hatte Schmidhalter wenige Tage nach der Blick-Enthüllung von seinen Ämtern enthoben. In seinem Schlusswort vor Gericht am Freitag kritisierte der Ex-Ok-Präsident seinen ehemaligen Arbeitgeber scharf.

Bei Swiss-Ski habe man «die Gunst der Stunde genutzt, um ein unbequemes Vorstandsmitglied elegant auszusortieren», so Schmidhalter laut dem «Walliser Boten». Er kenne jetzt seine wahren Freunde und es seien nicht jene, die ihm «voreilig in den Rücken schiessen und im Sport nichts zu suchen haben».

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