RTS zitiert aus Verhörprotokoll – Morettis weisen Schuld von sich
«Wir wussten nicht, dass Wunderkerzen eine solche Tragödie verursachen können»

Eine Whatsapp-Nachricht von 2019 belastet angeblich die Betreiber der Bar Le Constellation. Jessica Moretti soll schon 2019 vor Wunderkerzen gewarnt haben. Im Verhör soll sich das Betreiberehepaar gegen die neuen Vorwürfe verteidigt haben.
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Am Freitag vor einer Woche musste sich das Ehepaar Moretti erneut den Fragen der Staatsanwaltschaft stellen.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Walliser Staatsanwaltschaft verhörte Morettis vor einer Woche wegen Brand in Crans-Montana
  • Wunderkerzen entzündeten Kunststoffschaum: 41 Tote, über 100 Verletzte
  • Verhör dauerte zehn Stunden laut RTS, Nachricht aus 2019 im Fokus
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Marian NadlerRedaktor News

Vor einer Woche wurden Jacques und Jessica Moretti erneut von der Walliser Staatsanwaltschaft befragt. RTS zitiert am Freitag aus einer Kopie des Verhörprotokolls. Die Besitzer des Le Constellation weisen demnach jede Verantwortung für das Unglück in der Silvesternacht von sich.

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Bei der Befragung, die laut RTS etwa zehn Stunden dauerte, ging es unter anderem um eine Whatsapp-Nachricht Jessica Morettis an das Team der Bar aus dem Jahr 2019. «Wenn sie Wunderkerzen wollen, passt gut auf, bleibt dabei, bis die Kerze erlischt, denn wenn sie auf das Sofa oder auf den Boden fällt oder wenn sie zu hoch gehalten werden und den Schaum verbrennen, brennt das Constellation», soll Moretti darin geschrieben haben. Am 1. Januar 2026 waren es Wunderkerzen, die Kunststoffschaum an der Decke entzündete. Die Folgen waren tragisch: 41 Tote und über 100 Verletzte.

Jessica Moretti spielt Warnung aus 2019 herunter

Jessica Moretti war offenbar bewusst, dass die Wunderkerzen Schäden verursachen konnten, aber sie konnte sich nicht vorstellen, dass dadurch das ganze Lokal in Brand geraten könnte.

Jessica Moretti soll vor einer Woche beteuert haben, die Nachricht aus 2019 sei «mit einem Augenzwinkern» zu verstehen. «Ich habe das geschrieben, um zu betonen, dass man bei Wunderkerzen aufpassen muss, aber das ist auf keinen Fall wörtlich zu nehmen», soll sie gesagt haben. Die Morettis hätten ihren Mitarbeitern immer gesagt, sie sollen die Wunderkerzen einsammeln, «weil sie ein Sofa oder einen Tisch beschädigen können», zitiert RTS die Barbetreiberin weiter aus dem Verhörprotokoll. «Aber man kann unmöglich wissen, dass eine Gefahr besteht.»

Jacques Moretti soll sich ähnlich geäussert haben. «Uns ist nie in den Sinn gekommen, dass es zu einer solchen Tragödie führen könnte, das war unmöglich.» Er soll ergänzt haben: «Da wir alle Vorschriften erfüllt haben, die Nutzung dieser Fontänen genehmigt wurde und die Feuerwehr ihre Kontrolle durchgeführt hat, sehen wir kein Problem darin, diese Aktivität durchzuführen – abgesehen davon, dass dabei das Inventar beschädigt werden könnte.»

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