Darum gehts
- 35 Rechtsextreme campierten im August auf der Alp Alpjen im Wallis, trainierten intensiv
- Bundesrat bestätigte, dass Behörden über Aufenthalt der Gruppe informiert waren
- Identitäre Bewegung Deutschland mit Verbindungen zur Schweizer Gruppe Junge Tat
Im August sorgten sie für Schlagzeilen: 35 Rechtsextreme der Identitären Bewegung Deutschland campierten am Simplon. In ihrem Lager auf der Alp Alpjen im Wallis. Die Gruppe trainierte intensiv und führte Nachtübungen durch. Ihren Aufenthalt verbreitete die Gruppierung verstärkt über die sozialen Medien. Nun wurde bekannt, dass die Bundesbehörden über den Aufenthalt der vom deutschen Verfassungsschutz als «gesichert rechtsextremistisch» eingestuften Gruppierung Bescheid wussten.
Das bestätigte Bundesrat Martin Pfister (63) auf eine Rückfrage des Nationalrats Emmanuel Amoos (46), wie «Le Nouvelliste» berichtet. Amoos hatte den Bundesrat gefragt, ob das Bundesamt für Polizei (Fedpol) und der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) über die Anwesenheit der Gruppe informiert gewesen seien. Zunächst gab Bundesrat Pfister eine ausweichende Antwort und betonte, dass Fedpol auf Antrag des NDB oder der Kantone ein Einreiseverbot verhängen könne. Bei einer erneuten Rückfrage bestätigte der Bundesrat schliesslich «Sie waren informiert.» Weiter nahm er zu dem Ereignis keine Stellung.
Die Identitäre Bewegung Deutschland stellt sich gegen nicht-weisse Migration und verbreitet rassistische und antisemitische Verschwörungstheorien. Die Bewegung hat unter anderem Verbindungen zur rechtsextremen Schweizer Gruppe Junge Tat.