Video zeigt, wie Decke Feuer fängt
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Brand in Crans-Montana:Video zeigt, wie Decke Feuer fängt

Grosse Trauer im Netz um A. (†18) aus Lutry VD – das 41. Todesopfer des Infernos
«Ich hoffe, du musst jetzt keine Schmerzen mehr ertragen»

Traurigerweise hat sich die Anzahl der Todesopfer des Silvester-Infernos von Crans-Montana VS am Wochenende von 40 auf 41 erhöht. Der junge A. (†18) aus dem Kanton Waadt verstarb im Zürcher Unispital. Im Netz ist die Trauer um den passionierten Basketballer gross.
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A. (†18) starb am Wochenende – er ist das 41. Todesopfer der Silvesterkatastrophe von Crans-Montana VS.
Foto: zVg

Darum gehts

  • Der 18-jährige A. stirbt am 31. Januar im Zürcher Unispital
  • Er ist das 41. Todesopfer des Brandes in Crans-Montana
  • A. kämpfte einen Monat, infizierte sich mit Krankenhaus-Keim vor Tod
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicolas LuratiReporter News

Ein Monat zwischen Leben und Tod. Ein Monat zwischen Hoffen und Bangen. Am Ende verliert der junge Waadtländer A.* (†18) den Kampf. Der Teenager, der in einem Verein Basketball spielte, stirbt am Samstag im Zürcher Unispital. Einen Monat nach dem Branddrama von Crans-Montana VS. Der junge Mann aus Lutry VD ist das 41. Todesopfer der Katastrophe in der Silvesternacht. 

Mit seinem Tod verlieren viele Menschen einen Kollegen, Freund, Bekannten, Gleichaltrigen. In den sozialen Medien trauern sie öffentlich um A. «Du hast gekämpft, du verdienst meinen grössten Respekt», schreibt ein Mann. «Ich hoffe, du musst jetzt keine Schmerzen mehr ertragen. Gott segne dich.» «Ein Engel mit den Engeln», schreibt ein anderer User.

«Mit 40 heiraten, wenn wir noch niemanden haben»

Eine junge Frau, die A. offenbar gut kannte und ihm nahestand, schreibt in einem langen Post: «In all diesen Jahren habe ich nie jemanden wie dich getroffen. Und ich werde sicherlich nie jemanden anderen treffen, weil du wie mein grosser Bruder warst.» Weiter schreibt sie: «Du hast mir stundenlang zugehört, ohne dich jemals zu beschweren. Und du hast mich immer beraten.» Und dann beschreibt sie eindrücklich, was der Tod in ihr ausgelöst hat: «In der Nacht vom 31. auf den 1. bist du mit einem Stück meines Herzens gegangen, aber einen Monat lang hast du versucht, mit all deiner Kraft zu kämpfen.»

Später im Text sagt die Frau: «Wir haben uns gegenseitig versprochen, zu heiraten, wenn wir mit 40 noch niemanden haben.» Und am Ende der Nachricht: «Über 10 Jahre Freundschaft mit dir. Ruhe in Frieden, meine Liebe.»

«Mein Herz blutet vor Kummer»

In gleich berührendem Ton gehen die Trauerbekundungen im Netz weiter. «Mein Herz blutet vor Kummer», schreibt eine andere Person. «Gute Reise. Bis bald.» Mehrere Nachrichten betonen den langen Kampf von A. «Kleiner Engel, du hast einen Monat lang gekämpft. Heute bist du bei den anderen Engeln. Ruh dich aus, deine Leiden sind vorbei.»

Eine gute Woche nach dem Brand, am nationalen Trauertag, publizierte sein Basketball-Verein einen Beitrag im Netz: «An diesem Tag der nationalen Trauer möchten wir unsere tiefste Anteilnahme für alle Menschen bekunden, die von dem tragischen Vorfall in Crans-Montana betroffen sind.»

Und dann spricht der Klub über A., den Spieler in den eigenen Reihen: «Unter ihnen befindet sich auch einer unserer Jugendlichen, dem wir ganz besonders gute Besserung wünschen.»

Doch am Wochenende verlor A. seinen Kampf und verstarb im Unispital. Auf Blick-Anfrage hatte das USZ am Sonntag mitgeteilt, dass im Spital noch immer fünf Schwerverletzte behandelt würden. Sprecher Marcel Schlatter: «Alle sind weiterhin in einem kritischen Zustand.»

Noch vor seinem Tode habe sich A. mit dem antibiotikaresistenten Acinetobacter baumannii infiziert, wie das Portal Inside Paradeplatz zuerst berichtete. Umgangssprachlich ist das Bakterium als Spitalkeim bekannt.

USZ-Sprecher Schlatter bestätigte dies gegenüber Blick. Er betonte jedoch, dass die Walliser Staatsanwaltschaft zuständig sei, die konkrete Todesursache zu ermitteln.

* Name bekannt 

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