Darum gehts
- Heftige Gewitter über der Schweiz verursachen Überschwemmungen und Strassensperrungen
- In Rotkreuz stand eine A4-Unterführung komplett unter Wasser
- Zuger Polizei meldet zehn Schäden zwischen 16 und 19 Uhr
Es hat ganz schön gekracht am Himmel: Gewitter, Regen und jede Menge Hagel wüteten am Dienstag in der Schweiz – mit Folgen.
Besonders dramatisch endete das Unwetter im Kanton St. Gallen. Ein Blitz schlug in ein Haus ein. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Gebäude bereits lichterloh. 60 Retter kämpften gegen die Flammen. Sie mussten eine 1,5 Kilometer lange Wasserleitung legen, um das Feuer zu löschen.
Feuerwehr im Dauereinsatz
Eine Blick-Leserin erlebte am Dienstagabend einen Schreckmoment. Sie befand sich in einem Auto auf der A3 in Richtung Flums SG, als der Wind mehrere Bäume ausriss und auf die Strecke katapultierte. Zwei Bäume blockierten die Autobahn. «Die Autos sind gestoppt und einige Autofahrer haben geholfen, die Bäume aus dem Weg zu räumen», sagte sie zu Blick. Zu einem Unfall sei es nicht gekommen. Ein Bild zeigt, wie zwei Männer einen Baum auf den Pannenstreifen ziehen.
Im Kanton Zug ging zeitweise ebenfalls nichts mehr. In Baar, Cham, Steinhausen und Hünenberg liefen Keller, Waschküchen und Büros voll. Auf der A4 bei Rotkreuz stand eine Unterführung komplett unter Wasser – die Feuerwehr pumpte im Dauereinsatz. In Baar blockierte zudem ein umgestürzter Baum die Strasse.
Am wildesten blitzte es im Kanton Bern
In der Ostschweiz und im Kanton Bern rückten die Feuerwehren zu Dutzenden Einsätzen aus. Meistens ging es um blockierte Strassen. In Bern stoppte ein umgestürzter Baum sogar eine Bahnstrecke.
Im Kanton Zürich gab es insgesamt sechs Meldungen wegen Verkehrbehinderungen, etwa durch Äste auf der Strasse. Auch zwei Blitzeinschläge wurden gemeldet. Bei einem Blitz, der im Oberland einschlug, kamen gut ein Dutzend Schafe ums Leben.
Der Aargau blieb hingegen von heftigen Gewittern weitgehend verschont. Das teilt die Kantonspolizei Aargau auf Anfrage von Blick mit.
Die Zahlen von Meteo News zeigen das ganze Ausmass: Am meisten Regen fiel in Stabio TI. In der Deutschschweiz war Wädenswil ZH der Nässe-Spitzenreiter. Am wildesten blitzte es im Kanton Bern, während in Bad Ragaz SG Orkanböen von bis zu 114 Kilometern pro Stunde gemessen wurden.