Leser filmt Wässerung des Fussballplatzes in Klingnau
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Ärger bei Bewohnern:Leser filmt Wässerung des Fussballplatzes in Klingnau

Brennpunkt Trockenheit: Behörden predigen Sparen – doch hier fliesst das Wasser weiter
«Das ist ein Affront gegen die Bürger!»

Während Herr und Frau Schweizer dazu aufgerufen werden, jeden Tropfen zu sparen, laufen andernorts die Rasensprenger von Gemeinden oder der Armee munter weiter. Das sorgt für Unmut in der Bevölkerung.
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«Das ist ein Affront!»: Leser Patrick Gerwer (56) ärgert sich über den bewässerten Sportplatz Schützenmatte im trockenen Klingnau AG.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trockenheit belastet Schweiz, öffentliche Hand gerät wegen Wasserverschwendung in Kritik
  • Sportplatz Klingnau AG bewässert Rasen trotz Aufruf zum Wassersparen
  • Armee gibt Sprinkler-Panne zu
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Maria-Rahel CanoReporterin Blick

Die anhaltende Trockenheit setzt der Schweiz zu, Behörden rufen eindringlich zum Wassersparen auf. Doch ausgerechnet die öffentliche Hand scheint sich manchmal nicht an die eigenen Regeln zu halten. Das sorgt für Ärger bei der Leserschaft. 

Sportplatz in Klingnau AG: «Das ist ein Affront!»

Patrick Gerwer (56) aus Klingnau AG ist die Bewässerung auf dem Sportplatz Schützenmatte ein Dorn im Auge. Diese läuft – obwohl die Gemeinde selbst dazu aufruft, auf das Wässern von Rasenflächen zu verzichten.

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«Das ist ein Affront gegen alle Bürgerinnen und Bürger!», ärgert sich Gerwer. Erst kürzlich sei die Sprinkleranlage an einem Abend bei knapp 30 Grad satte drei Stunden gelaufen. Auf Druck der Bevölkerung stellte die Gemeinde das Giessen am 13. Juli vorübergehend ein. Doch die Freude währte kurz: «Jetzt läuft die Anlage aus unerklärlichen Gründen wieder», sagt Gerwer. 

Die Verwaltung zeigt auf Anfrage von Blick zwar Verständnis für den Unmut, verteidigt den Schritt aber: Da die Turnhalle saniert werde, seien die Schulen zwingend auf die Rasenflächen angewiesen. Ansonsten könne man den «kantonalen Bildungsauftrag nicht zur Genüge wahrnehmen». Für Schulen und Vereine bestehe ein «höher zu gewichtendes öffentliches Interesse» als bei privaten Gärten. Zudem werde das Giessen auf ein Minimum reduziert.

Waschanlage in Hallwil AG sorgt für Unverständnis

Auch in Hallwil AG ist das Wasser knapp. Das Autowaschen mit Trinkwasser ist für Private verboten. Dass die örtliche Waschanlage weiter läuft, sorgt für Unverständnis. Leser Hans Gübeli (74) ärgert sich über die «massenhaft gewaschenen Autos.»

Geschäftsführer Fabian Stalder (38) von der stalder wash AG versteht die Aufregung nicht: «Bei unserer Waschanlage verbrauchen wir weniger Wasser als ein Mehrfamilienhaus pro Tag. Rund 80 Prozent des Wassers wird bei uns wiederverwendet.» Sein Betrieb gebe sich grosse Mühe im sparsamen Umgang mit Wasser. Zugleich betont Stalder die wirtschaftliche Bedeutung des Familienunternehmens: «Das ist unsere Lebensgrundlage. Müssten wir die Anlage für längere Zeit schliessen, wäre das für uns verheerend.»

Auf Blick-Anfrage teilt auch die Gemeinde Hallwil mit: «Seit Ende Juli wird für den Betrieb der Autowaschanlage kein Trinkwasser mehr aus dem Versorgungsnetz der Gemeinde verwendet.» Daher werde die Trinkwasserversorgung von Hallwil nicht belastet.

Autowaschanlage in Hallwil AG sorgt für Ärger
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Das Wasser wird knapp:Autowaschanlage in Hallwil AG sorgt für Ärger

Systemfehler bei Waffenplatz der Armee

«Für die Armee gilt Wassersparen nicht», schreibt Frank K.* (60) aus Frauenfeld TG. Beim Waffenplatz Auenfeld werde der Sportrasen jeden Morgen bewässert – während sich dort ausser einem Mähroboter niemand aufhalte. «Eine Frechheit – und die Landwirtschaft soll bei der Bewässerung sparen!», kritisiert Frank K.

Der Waffenplatz-Kommandant Pascal Muggensturm zeigt Verständnis: «Wir können bei uns keine Ausnahme machen.» Er habe schon letzte Woche angeordnet, die Anlage abzustellen. Wegen eines Systemfehlers lief sie aber noch einige Tage weiter. Nun habe man «einfach den Stecker gezogen». 

Grüner Rasen ist für die Rekruten vorerst Geschichte. Abkühlung gibt es dennoch: «Wir haben mehr Kühlschränke aufgestellt, damit sie sich mit kaltem Wasser und einer Glace erfrischen können.»

* Name geändert 

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