Bis zum nächsten Jahr
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Die Street Parade 2026 wurde dank besten Wetters zur erwarteten Mega-Party. Die Stimmung unter den schätzungsweise 900'000 Teilnehmern war super – und die Veranstaltung blieb friedlich. In einer Zwischenbilanz am Abend verzeichneten Schutz und Rettung rund 630 Behandlungen. Die Stadtpolizei Zürich verzeichnete in einer ersten Bilanz keine grösseren Zwischenfälle.
OK-Präsident Joel Meier sprach am Abend sogar von der schönsten und friedlichsten Street Parade seit langem. Inzwischen sind die Feierenden in die Clubs und Bars weitergezogen – oder auf dem Heimweg.
Auch Blick verabschiedet sich und wünscht eine gute Nacht. Die schönsten Momente der diesjährigen Ausgabe kannst du im Video nochmals anschauen.
Zugchaos bei der Heimreise
Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst
Für viele Feierende wird die Heimreise eine zähe Sache. Im Raum Zürich haben die S-Bahnen massiv Verspätung. Die S7 und S11 nach Winterthur und die S15 nach Rapperswil fielen nach 22 Uhr gleich ganz aus.
Der Grund für die Störung ist unklar. Auf der Webseite der SBB gibt es keine Angaben dazu. Doch am Bahnhof Stadelhofen herrscht Chaos, wie ein Leserbild zeigt.
Bisher rund 630 Behandlungen durch Rettungskräfte
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Auch Schutz und Rettung Zürich zieht eine erste Zwischenbilanz. Bis 21.30 Uhr mussten die Rettungskräfte rund 630 Behandlungen durchführen. Das entspricht einer leichten Zunahme gegenüber dem Vorjahr, heisst es in der Medienmitteilung. Weiter kam es zu 30 Hospitalisationen, was dem Niveau des Vorjahres entspricht.
Zu den häufigsten Behandlungsgründen gehörten wie gewohnt Schürf- und Schnittverletzungen. Zu den weiteren Verletzungen zählten Prellungen und Stauchungen. Im Lauf des Nachmittags waren gehäuft Behandlungen aufgrund von übermässigem Konsum von Alkohol und anderen Substanzen nötig, heisst es in der Mitteilung weiter.
Zwischenbilanz der Stadtpolizei: neun Festnahmen und ein geretteter Schwimmer
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
War die Street Parade 2026 tatsächlich so friedlich, wie OK-Präsident Joel Meier in seinem Interview mit Tele Züri gesagt hat? Die Stadtpolizei Zürich gibt kurz nach 21 Uhr eine erste Zwischenbilanz.
Neun Personen mussten bis 20 Uhr festgenommen werden, die meisten wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Auch mussten die Beamten bis jetzt zwei Personen nach übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum wegen Fremdgefährdung in eine Ausnüchterungszelle stecken. Kurz nach Mittag wurde ausserdem ein Schwimmer bei der Wühre gerettet, der in Not geraten war.
Grössere Zwischenfälle sind keine zu melden. Lediglich um 18.30 Uhr kam es bei einer Bühne zu einem grossen Besucherandrang. Der Bereich musste kurz mit Personenlenkungsmassnahmen entlastet werden, welche sich als effektiv erwiesen.
Bereits am frühen Samstagabend hatte Joel Meier zudem geschätzt, dass rund 900'000 Menschen an der diesjährigen Street Parade teilgenommen haben. Diese Zahl bestätigt die Street Parade nun in der offiziellen Medienmitteilung. «Rund 900'000 Besucherinnen und Besucher feierten bei strahlendem Sonnenschein und heissen 33° ausgelassen zu den Beats von 26 Love Mobiles und neun Bühnen», heisst es in der Mitteilung. Im letzten Jahr besuchten laut dem «Tages-Anzeiger» rund 800'000 Menschen die Mega-Party.
Polizist verrät: «Werden am häufigsten nach dem WC gefragt»
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
«Die Street Parade ist bislang ruhig verlaufen. Die Leute trinken viel, es ist heiss, aber bislang gab es keine grösseren Zwischenfälle», sagt Polizist Daniel Stein zu Blick-Reporterin Helena Graf. Die Stadtpolizei habe den Einsatz gut vorbereitet und bisher «keine bösen Überraschungen» erlebt.
Die häufigste Frage der Besuchenden an die Polizei überrascht. «Am häufigsten werden wir angesprochen und nach dem nächsten WC gefragt – tatsächlich», meint der Polizist lachend. Der Einsatz dauert für Stein und seine Kolleginnen und Kollegen noch eine Weile. «Der Abend ist noch lang. Erfahrungsgemäss trinken die Leute noch mehr, es wird also noch zu tun geben. Wir sind sicher bis in die Morgenstunden unterwegs.»
OK-Präsident schätzt Besucherzahl auf 900'000
Von Mattia Jutzeler, Redakor am Newsdesk
Rund 900'000 Besucherinnen und Besucher tanzen und feiern heute an der Street Parade mit. So die aktuelle Schätzung von Joel Meier, OK-Präsident der Street Parade. Das sagte er im Gespräch bei Tele Züri. Das seien mehr Besuchende als im vergangenen Jahr.
Für Joel Meier ist es die schönste und friedlichste Parade seit langem. «Die Stimmung ist wundervoll und ansteckend.» Grössere Zwischenfälle habe es bisher keine gegeben. «Nur einmal mussten wir beim Limmatquai eine Personenumleitung vornehmen, sonst haben sich die Leute sehr gut verteilt.»
Quilla steckte einen Monat Arbeit in ihr Rave-Kostüm
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Wenig ist den Ravern an der Street Parade so wichtig wie ihre kunterbunten Outfits. Einige greifen dafür tief in die Tasche. «Mein Outfit hat mich 500 Franken gekostet», erzählt Quilla Blick-Reporterin Helena Graf. Ihr Kostüm ist mit vielen kleinen, roten Edelsteinen und goldenen Federn geschmückt. Das Ganze zu basteln habe sie einen Monat Arbeit gekostet.
Quilla ist nicht die Einzige mit einem aufwändigen Kostüm. Viele Raver präsentieren ihre Kleider an der Street Parade gerne in ihrer ganzen Pracht.
Abfallberge wachsen immer weiter
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Mittlerweile ist es Abend geworden in Zürich. Die Street Parade hinterlässt deutlich sichtbare Spuren. Besonders die Abfallberge rund um die Mülleimer sind gewachsen. Rund 90 Tonnen Güsel fallen bei der Street Parade jedes Jahr an.
Auch neben den Mülleimern liegt immer mehr Güsel auf der Strasse.
Epiney-Ehepaar bleibt heute «nicht bis am Morgen am zwei»
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
«Die Street Parade ist immer ein grosses Happening», meint TV-Moderator Sven Epiney, der zusammen mit seinem Ehemann das Mega-Event besucht. Über die Stränge schlagen werde das Ehepaar an der Street Parade aber wohl eher nicht. «Alkohol ist wirklich nicht so meins», sagt der Moderator. «Wir werden heute wohl auch nicht bis um zwei Uhr morgens bleiben.»
Starköchin Meta Hiltebrand serviert Glitzer-Waffeln
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Normalerweise assoziiert man die Street Parade eher mit flüssiger Nahrung. Die VIP's geniessen am Mega-Event jedoch ihre ganz eigenen Leckerbissen. Starköchin Meta Hiltebrand bekocht ihre Gäste an einer Party im Baur au Lac.
Was steht auf der Speisekarte? «Wir machen Waffeln mit verschiedenen Toppings», erklärt die Starköchin. «Du hast sechs verschiedene Sossen und Kompott zur Auswahl.» Sogar essbares Glitzerpulver gibt es für die VIP's auf die Waffeln drauf. En Guete!
34 Grad, 29 Love Mobiles und 800'000 Feiernde – das war die Street Parade 2025. So viel vorab: Die diesjährige Ausgabe steht ihrer Vorgängerin in nichts nach. Mit Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke wird es in diesem Jahr wieder heiss, wenn auch nicht ganz so heiss wie im vergangenen Jahr.
Diesen Samstag erwarten uns gemäss Meteo News in Zürich Temperaturen von bis zu 31 Grad, Sonnenschein und nur wenige Wolken. Ideale Bedingungen für die Partymeute. Kopfbedeckung, Sonnencreme und Wasser sind in jedem Fall ein Must-have!
Hitze, Lärm, Glasscherben
Vorsicht auch vor Glasscherben! An die Street Parade solltest du nur mit geschlossenen Schuhen gehen. Am besten nimmst du gleich auch eine Packung Ohrstöpsel mit, denn die Bässe drücken mit der Zeit richtig aufs Ohr.
Ansonsten gilt an der Street Parade 2026 in Sachen Kleidung die Devise: Weniger ist mehr. Echter Stil zeigt sich dieses Jahr im Understatement. Das weiss auch der Zürcher Partylöwe Reto Hanselmann (45): «Stadtzürcher verkleiden sich meistens sowieso nicht. Ausser natürlich, man feiert auf einem Love Mobile mit festem Motto.»
Blick vor Ort an der Street Parade
Die Street Parade startet am frühen Samstagnachmittag. Ab 13 Uhr beginnt die Musik auf allen acht Bühnen. Um 14 Uhr setzen sich die Lovemobiles in Bewegung. Im Schrittempo gehts dann vom Utoquai im Seefeld via Bellevue und Bürkliplatz Richtung Hafendamm Enge.
Blick ist vor Ort und hält dich im Ticker stets auf dem Laufenden.