Nicht nur aus der Schweiz, sondern aus allen Teilen der Welt reisen in ein paar Tagen Liebhaber elektronischer Musik nach Zürich. Die Street Parade lockt Jahr für Jahr – mit Ausnahme der Pandemie – etwa 800'000 Menschen ans Seebecken. Blick beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Teilnahme, Sicherheit und Kleidung an der Street Parade:
Wann und wo findet die Street Parade statt?
Die Zürcher Strassenparade 2026 findet am Samstag, 8. August, rund um das Zürcher Seebecken statt. Ab 13 Uhr beginnt die Musik auf allen acht Bühnen, um 14 Uhr rollen die Lovemobiles langsam im Schritttempo vom Utoquai im Seefeld via Bellevue und Bürkliplatz in Richtung Hafendamm Enge. Die Strecke beträgt etwa zwei Kilometer.
Der Umzug endet zwar um 22 Uhr, bis Mitternacht spielt die Musik jedoch auf den Bühnen ums Seebecken weiter. Und danach geht es auf zahlreichen Afterpartys in der ganzen Stadt weiter.
Wie reise ich am besten an – und wieder ab?
Die Veranstalter empfehlen eine Anreise per Bahn, Tram oder Bus. In der ganzen Schweiz sind Extrazüge eigens für die Parade organisiert. Nach Mitternacht verkehren Nacht-S-Bahnen, Trams und Busse bis 4 Uhr morgens nach Taktfahrplan, oft frequentierte Orte werden häufiger angesteuert. Die Anreise mit dem privaten Auto ist nicht zu empfehlen. Aufgrund der weitläufigen Sperrzone stehen in der Innenstadt nur wenige bis keine Parkplätze zur Verfügung. Weitere Informationen findest du hier.
Unter welchem Motto findet die Parade dieses Jahr statt?
Die Street Parade ist dafür bekannt, jeweils unter einem bestimmten Motto stattzufinden.
Das diesjährige Motto «Together we move» («Zusammen in Bewegung») bringt auf den Punkt, was diesen Tag ausmacht: Bewegung entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, voneinander lernen, gemeinsam wachsen und sich gegenseitig mit Respekt begegnen. Gemeinsam auf die Strasse gehen und tanzen für Werte wie Frieden, Liebe, Freude, Grosszügigkeit und Toleranz – in Zürich und auf der ganzen Welt.
Wie kann ich mit Hunderttausenden Party machen und mich dabei sicher fühlen?
Ein Anlass dieser Grössenordnung erfordert ein strenges Sicherheitskonzept. Tausende Beauftragte sorgen während der Street Parade dafür, dass du dich sicher und umsorgt fühlst und die Parade geniessen kannst. Darunter: Sicherheitspersonal, Chauffeure, Samariter, Sanitäter, Polizisten, Verpflegungspersonal und Reinigungspersonal.
Der erst kürzlich erfolgte tragische Anschlag am CSD in Berlin fliesst laut Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich, in die aktuelle Sicherheitsanalyse für die Street Parade ein. Das bestätigte sie gegenüber der «NZZ».
Der Veranstalter rät zusätzlich, Alkohol nur im Mass und keine Drogen zu konsumieren sowie genügend Wasser zu trinken. Es wird zudem dringend davon abgeraten, auf Ampeln, Bäume oder Wartehäuschen zu klettern. Ausserdem sind Wasserpistolen an der Street Parade besonders ungern gesehene Spielzeuge.
1. Keine Drogenexperimente an Grossanlässen
Illegale Substanzen enthalten oft nicht das, was beim Kauf deklariert wurde. Gerade an der Street Parade werden viele Falsifikate (Falschdeklarationen, Medikamente etc.) verkauft. Beides birgt enorme gesundheitliche Risiken.
2. Genügend trinken
Hitze, Drogen und Alkohol erhöhen die Körpertemperatur und entziehen dem Körper jede Menge Flüssigkeit: am besten jede Stunde mindestens 300 Milliliter Wasser trinken.
3. Auf die eigenen Getränke aufpassen
Nicht nur bei grossen Anlässen, sondern auch im Club sollten Feierwütige immer auf die eigenen Getränke achten. Es besteht die Gefahr, dass in einem unbeobachteten Moment, etwas in das Glas kippen könnte. Zum Beispiel K.-o.-Tropfen.
4. Nicht alleine konsumieren
Grundsätzlich möglichst keinen Alkohol trinken, wenn andere Substanzen konsumiert werden. Nie alleine konsumieren und nach dem Konsum aufs Fahren jeglicher Fahrzeuge verzichten (Auto, E-Scooter Velos etc.).
5. Hilfe holen
Bei Unwohlsein einen ruhigen und schattigen Ort aufsuchen, im Notfall Rettungskräfte (Telefon 144) alarmieren. Saferparty Streetwork wird bei der Streetparade vor Ort sein. Mit Beratung und Infos rund um das Thema Drogen.
1. Keine Drogenexperimente an Grossanlässen
Illegale Substanzen enthalten oft nicht das, was beim Kauf deklariert wurde. Gerade an der Street Parade werden viele Falsifikate (Falschdeklarationen, Medikamente etc.) verkauft. Beides birgt enorme gesundheitliche Risiken.
2. Genügend trinken
Hitze, Drogen und Alkohol erhöhen die Körpertemperatur und entziehen dem Körper jede Menge Flüssigkeit: am besten jede Stunde mindestens 300 Milliliter Wasser trinken.
3. Auf die eigenen Getränke aufpassen
Nicht nur bei grossen Anlässen, sondern auch im Club sollten Feierwütige immer auf die eigenen Getränke achten. Es besteht die Gefahr, dass in einem unbeobachteten Moment, etwas in das Glas kippen könnte. Zum Beispiel K.-o.-Tropfen.
4. Nicht alleine konsumieren
Grundsätzlich möglichst keinen Alkohol trinken, wenn andere Substanzen konsumiert werden. Nie alleine konsumieren und nach dem Konsum aufs Fahren jeglicher Fahrzeuge verzichten (Auto, E-Scooter Velos etc.).
5. Hilfe holen
Bei Unwohlsein einen ruhigen und schattigen Ort aufsuchen, im Notfall Rettungskräfte (Telefon 144) alarmieren. Saferparty Streetwork wird bei der Streetparade vor Ort sein. Mit Beratung und Infos rund um das Thema Drogen.
Findet die Parade nur auf der Strasse statt?
Nein. Nebst der grossen, tanzenden Strassenparade findet die Party vor allem auch vor und auf acht verschiedenen Bühnen statt, die der Veranstalter als «acht Welten» betitelt. Mehr Informationen dazu findest du in unserer Grafik. Die grosse Party ist am Samstag mitternachts aber nicht zu Ende: In zahlreichen Clubs der Stadt wird weitergefeiert. Wo du am besten nach der Parade tanzen gehst, erfährst du auf der Website oder der praktischen und kostenlosen App der Street Parade.
Wie lange exisitiert die Street Parade schon?
Die erste Street Parade fand im September 1992 statt. Damals nahmen 1000 bis 2000 Menschen daran teil – getanzt wurde auf und um zwei Lovemobiles.
Wer organisiert und finanziert die Street Parade?
Die Street Parade wird vom gleichnamigen Verein organisiert, der nicht gewinnorientiert agiert. Da die Parade eine Demonstration auf öffentlichem Grund ist, ist sie für alle Besucherinnen und Besucher gratis. Die Veranstaltungskosten belaufen sich jährlich auf etwa 2,8 Millionen Franken, die grösstenteils durch Sponsoring und Catering gedeckt werden. «Alle Mitarbeiter, auch die Lohnempfänger, arbeiten in der Freizeit kostenlos mit», erklären die Veranstalter. Nur so könne die Veranstaltung mit dem oben genannten Budget durchgeführt werden.
Wie alt muss ich sein, um teilzunehmen?
Ein Mindestalter zur Teilnahme gibt es nicht, Jahr für Jahr nehmen auch Eltern mit ihren Kindern an der Parade teil. Zu beachten sind hier natürlich die riesigen Menschenmassen, die laute Musik und die hohen Temperaturen. Unser Tipp: Gehörschutz und Mütze mitnehmen – dies sowieso, ob mit oder ohne Kinder. Eltern mit Kleinkindern (die eventuell sogar noch im Kinderwagen sitzen) raten wir jedoch, ihre Lieblinge an diesem Tag doch lieber einem Babysitter anzuvertrauen. Wirklich geeignet ist dieser Event für (Klein-) Kinder nicht.
Was soll ich anziehen?
Hierbei sind deiner Fantasie selbstredend keine Grenzen gesetzt. Ob auffällig bunt oder in deiner Alltagskleidung – alles geht, solange du bei deiner Kleiderwahl keine anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beleidigst oder diskriminierst. Wichtig aber in allen Fällen: Kopfbedeckung und Gehörschutz, Sonnenschutz und geschlossene Schuhe: der Weg der Parade ist leider immer wieder voller Scherben, auch kann es sein, dass der eine oder andere euphorische Tänzer auf deinen Füssen landet.
Wie komme ich auf ein Lovemobile?
Wer auf die 30 Lovemobiles darf, die um das Seebecken fahren, entscheiden alleine die Macher der Fahrzeuge. Der Veranstalter hat hier keinen Einfluss. Eine Auflistung der Lovemobiles findest du hier.