Darum gehts
- Regenbögen leuchteten am Dienstag nach Regenfällen über der ganzen Schweiz
- Doppelregenbogen über dem Vierwaldstättersee und farbintensives Spektakel in Amden SG
- Erneuter Regen am Mittwoch und Donnerstag bietet weitere Chancen für Regenbogen-Sichtungen
Wozu sind ein grauer Himmel, dunkle Wolken und dicke Regentropfen gut? Genau, für einen klaren und farbintensiven Regenbogen. Denn das Naturphänomen zeigt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen in seiner vollen Pracht.
Wie unsere wunderschönen Leserbilder zeigen, war am Dienstagabend perfektes Regenbogenwetter. Der flächendeckende Regen liess das Licht ebenfalls verteilt in der ganzen Schweiz brechen.
Weitere Beobachtungen möglich
Während sich in Hergiswil NW ein Doppelregenbogen über den Vierwaldstättersee erstreckte, war ein anderer in der Kulisse von Amden SG nicht zu übersehen. Auch ein Leser im Kanton Schwyz staunte über das ausdrucksstarke Farbenspiel vor seiner Dachterrasse.
Wer bis jetzt noch nicht das Glück hatte, seine Fotogalerie mit den Himmelsbrücken zu erweitern, hat diese Woche möglicherweise nochmals Gelegenheit dazu. Am Mittwoch regnet es erneut in der gesamten Schweiz und auch am Donnerstag kann es noch zu vereinzelten Schauern kommen.
Regenbögen entstehen, wenn Sonnenlicht auf Wassertropfen trifft und dadurch in seine einzelnen Farbbestandteile aufgespalten wird. Diese Grundvoraussetzung ist jedoch noch keine Garantie dafür, dass die Regenbögen sich von ihrer besten Seite zeigen.
Graue Wolken für klare Farben
Zum einen gilt: Je grösser die Regentropfen sind, desto leuchtender und klarer wird der Regenbogen. Der Grund dafür liegt laut SRF in der Brechung des weissen Sonnenlichts. Dieses wird in grösseren Tropfen stärker in die Spektralfarben aufgespalten. Im umgekehrten Fall wirken die Farben oft blass oder verschwommen.
Wer einen Regenbogen sucht, sollte dies am besten frühmorgens oder am späteren Nachmittag machen. Denn die Höhe der Sonne ist ebenfalls entscheidend für das Erscheinungsbild. Wenn diese zu weit oben steht, verändert sich der Einfallswinkel und der Regenbogen schrumpft. Im Sommer kann das Phänomen deshalb mittags gar nicht auftreten.
Nicht zuletzt sorgt ein dunkler Hintergrund für einen höheren Kontrast gegenüber den sieben Farben des Regenbogens. Unter einer dunklen Wolke lässt es sich also am einfachsten nach dem Farbspektakel jagen.