Darum gehts
- Leserreporter fotografiert in Obersaxen GR seltene Lichtsäulen
- Phänomen entsteht durch Lichtreflexion an schwebenden Eiskristallen bei weniger als -10 Grad
- Thermometer zeigte am Dienstagmorgen in Obersaxen -14 Grad um 8 Uhr
Nach oben gerichtete Scheinwerfer? Aliens, die sich wie in Star Trek auf die Erde beamen? Ein Laserstrahl-Test der Armee? Nein.
Ein Leserreporter hat in der Nacht auf Dienstag in Obersaxen GR ein ganz besonderes Foto gemacht. Dabei handelt es sich um das seltene optische Phänomen der Lichtsäulen. Für die Entstehung der Lichtsäulen müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: Die Luft muss sehr kalt, im besten Fall deutlich unter -10 Grad sein, es muss möglichst windstill sein und die Luft muss eine ausreichende Feuchte aufweisen.
So entstehen Lichtsäulen
In Obersaxen hatte es auch am Dienstagmorgen noch deutlich unter -10 Grad. -14 Grad zeigte das Thermometer um 8 Uhr. In der Nacht waren offensichtlich auch die anderen beiden Faktoren gegeben.
Doch wie genau entstehen die Lichtsäulen? Bodennahe Lichtquellen etwa durch Kandelaber werden an der Unterseite von waagrecht in der Luft schwebenden Eiskristalle gespiegelt, wodurch sich die markanten Lichtsäulen formen. Grundsätzlich gilt: Je dichter und mächtiger die Schicht dieser Eiskristalle ist, desto intensiver tritt diese Eissäule in Erscheinung.
«Diamantenstaub» auch tagsüber sichtbar
Das Phänomen, auch «Diamantenstaub» oder «Polarschnee» genannt, tritt oft bei kaum bewölktem oder völlig klarem Himmel auf. Dabei entstehen winzige Eiskristalle, die sich durch den direkten Übergang von Wasserdampf in den festen Zustand bilden.
Die Erscheinung kannst du auch tagsüber beobachten. Dann funkeln die Eiskristalle intensiv im Sonnenschein. Eine markante Lichtsäule siehst du in diesem Fall aber nicht.