So sieht der Flughafen in Amsterdam aktuell aus
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Schnee legt Europa lahm:So siehts der Flughafen in Amsterdam aktuell aus

Winterchaos trifft Europa
Flüge gestrichen und Schulen geschlossen

Schnee und Eis sorgen in Europa für Chaos. In Amsterdam wurden 450 Flüge gestrichen, Züge stehen still. In Tschechien hatte es bis zu minus 30,6 Grad. Glatte Strassen führen vielerorts zu Unfällen.
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Schnee türmt sich in Stockholm.
Foto: IMAGO/TT

Darum gehts

  • Europa kämpft mit Schnee, Regen und Kälte – Chaos in vielen Ländern
  • In Tschechien minus 30,6 Grad, in Schottland Hunderte Schulen geschlossen
  • 450 Flüge in Amsterdam gestrichen, Minusgrade in Österreich erwartet
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Schnee, Regen und eisige Temperaturen sorgen in vielen europäischen Ländern für teils chaotische Verhältnisse. Am Grossflughafen Schiphol in Amsterdam wurden rund 450 Flüge gestrichen, der Zugverkehr im Grossraum der niederländischen Hauptstadt sowie in der Region Utrecht steht still. Auf den Autobahnen kam es zu Hunderten Kilometern Stau.

Auch die Fluggesellschaft Swiss musste am Montag sieben Flüge annullieren, berichtete SRF. Betroffen waren demnnach die Flüge LX737 Amsterdam – Zürich von Montagfrüh, sowie die Rotationen Zürich – Amsterdam – Zürich LX724/725, LX728/729, LX734/735. Der Abendflug LX736 Zürich – Amsterdam soll wohl durchgeführt werden. Zwischen dem 2. und 4. Januar hatte die Swiss bereits 17 Flüge streichen müssen, so SRF weiter.

Auch in Polen kommt es zu zahlreichen Verspätungen im Bahnverkehr. Die polnische Eisenbahn PKP meldete teils stundenlange Verspätungen und Ausfälle aufgrund von starken Schneefällen. Der Fernverkehrszug Odra (Oder) zwischen Krakau und Berlin erreichte die deutsche Grenze mehr als zweieinhalb Stunden später als geplant. In Tschechien wurde im Böhmerwald an der deutschen Grenze eine Extremtemperatur von minus 30,6 Grad gemessen. Auf glatten Strassen kam es vor allem in den Mittelgebirgsregionen zu zahlreichen Unfällen.

Flugausfälle in Stockholm

In Schottland wurden am Morgen Hunderte Schulen geschlossen, in vielen Teilen Grossbritanniens gilt eine Unwetterwarnung wegen starken Schneefalls. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Menschen am Montag aus der Weihnachtspause in den Alltag starteten. 

Auch in Frankreich wurden örtliche Behinderungen gemeldet, auf dem Balkan schneit es vorwiegend in Rumänien und Bosnien stark. In Sarajevo fielen bis zu 40 Zentimeter Schnee. Am Flughafen der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina war am Sonntag die Hälfte der Flüge ausgefallen. In den Karpatenregionen im rumänischen Siebenbürgen sind mehrere Dörfer wegen zugeschneiter Zufahrten isoliert. Mindestens 42'000 Haushalte waren ohne Strom, weil Transformatoren durch heftigen Schneefall beschädigt worden waren.

In Schweden wurden am Flughafen Stockholm Flugausfälle gemeldet, für den Abend wurden neue Schneefälle vorhergesagt. In Österreich riefen die staatlichen Meteorologen eine Kältewarnung für den Westen des Landes aus. Am Dienstag könnten die Temperaturen auf bis zu minus 26 Grad fallen. Grössere Schneefälle werden dort aber nicht erwartet.

Schnee-Alarm in Spanien

Die schwedische Polizei rief die Menschen dazu auf, das Auto stehen zu lassen. «Sushi zu holen, ist keine Notwendigkeit!», hiess es dazu.

Auch in Spanien wurde Schnee-Alarm ausgerufen. In der nördlichen Region Kantabrien galt am Montag die Alarmstufe Orange (erhebliche Gefahr). In zehn weiteren Regionen galt die Warnstufe Gelb für bestimmte Aktivitäten. Für den Nachmittag wurden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erwartet.

Die stärksten Schneefälle konzentrieren sich in der ersten Tageshälfte auf das weniger stark besiedelte Inland, die östliche Hälfte des Landes sowie das Kantabrische Gebirge, wie der TV-Sender RTVE berichtete. Auf drei Autobahnen und mehreren Landstrassen sorgte das Wetter demnach für massive Einschränkungen. Nennenswerte Zwischenfälle wurden sonst vorerst nicht gemeldet.

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